Der Start in die neue Aufgabe war dabei keineswegs selbstverständlich: Ali Bulut bringt eine Schwerbehinderung mit und verständigt sich ausschließlich in türkischer Gebärdensprache. Die Integrationsfachkräfte des Jobcenters prüften daher genau, welche individuelle Förderung Bulut benötigt und welche Ressourcen dafür eingesetzt werden können.
Das Jobcenter begleitete ihn über den gesamten Prozess hinweg – von der Aktivierung über die Qualifizierung bis hin zur erfolgreichen Vermittlung. So hat es das Jobcenter ermöglicht, dass Bulut über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein an einer Qualifizierungsmaßnahme für Hörgeschädigte teilnehmen konnte und in diesem Rahmen ein Praktikum absolvierte, dass schließlich den Übergang in Beschäftigung ermöglichte.
Für die tägliche Zusammenarbeit bedeutet das eine besondere Herausforderung – sowohl für ihn selbst als auch für seine Kolleginnen und Kollegen. Die Verständigung erfolgt ausschließlich über digitale Übersetzungshilfen. Dass dies im Arbeitsalltag nicht immer leicht ist, zeige umso mehr, wie viel Offenheit, Geduld und gegenseitiges Vertrauen auf beiden Seiten vorhanden ist, wie der Kreis Warendorf in einer Pressemeldung mitteilt.
Der Arbeitgeber ITA-Profile habe mit seiner Entscheidung ein klares Signal für gelebte Inklusion gesetzt. Er beweise, dass Integration auch dann möglich sei, wenn die Rahmenbedingungen zunächst schwierig erscheinen. Damit werde das Unternehmen zu einem wichtigen Vorbild, wie Teilhabe am Arbeitsleben erfolgreich gestaltet werden kann. Das Jobcenter unterstützt diesen Einsatz gezielt und finanziell: Durch einen zweijährigen Eingliederungszuschuss werden mögliche Einarbeitungshürden abgefedert und die nachhaltige Beschäftigung von Bulut gefördert.