„Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben. Caisley bewegt sich in einem spannenden Geschäftsfeld. Die Landwirtschaft wird zunehmend digitaler. In den zum Teil sehr großen Tierbeständen müssen alle Tiere – auch mit Blick auf den zunehmenden Infektionsschutz – jederzeit schnell und einfach identifiziert und auseinandergehalten werden können. Dafür sind die Caisley-Produkte ideal“, betont Dr. Tobias Bollmann.
Die Ohrmarken der Bocholter sind dabei mehr als nur eine individuelle Kennzeichnung. Das Portfolio reicht von herkömmlichen Kennzeichnungsmarken bis hin zu modernen elektronischen Identifizierungsmitteln und Ohrmarken, über die auch Gewebeproben entnommen werden können, etwa für die Seuchenbekämpfung und DNA-Tests. Darüber hinaus bietet Caisley eine umfassende Auswahl an Zubehör und Laborausstattung an. „Das Leben eines Nutztiers muss heutzutage bis auf das kleinste Detail genau nachverfolgt werden können. Mit unseren Produkten ist das zuverlässig möglich. Wir wollen unseren Kunden den Arbeitsalltag so leicht wie möglich machen“, betont Reinhard Nehls.
Caisley beschäftigt dazu Fachleute aus unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Bereichen, wie Elektrotechnik, Bionik, Mechatronik und Mikrobiologie. Insgesamt rund 60 Mitarbeitende sind am Standort in Bocholt tätig, zwölf am Werk in England und 35 Mitarbeitende bei der Firma AEG ID in Ulm, die ebenfalls zu Caisley gehört. „Wir sind personell zuletzt stark gewachsen“, betont Reinhard Nehls, der seit der Gründung 1982 bei Caisley tätig ist und das Unternehmen 1989 übernommen und seitdem auch international ausgerichtet hat. Nun will er selbst etwas kürzertreten und Cornelia Nehls und Dr. Tobias Bollmann die Führung überlassen. „Es war eine spannende Zeit und kein Tag war wie der andere“, blickt Reinhard Nehls zurück.
Denn durch die globale Ausrichtung sind auch die Anforderungen an die Caisley-Produkte ganz unterschiedlich. „In Jamaika gelten andere Vorschriften für die Markierung der Tiere als in Europa. Auf diese komplexen Anforderungen und Unterschiede müssen wir uns immer flexibel einstellen“, betont Nehls. Schnelle Reaktionszeiten und eine hohe Verlässlichkeit haben das Unternehmen weltweit zu einem gefragten Partner gemacht.
Dabei setzt das Unternehmen auf moderneste Technik, etwa eine Lasermaschine, mit der die Ohrmarken nach Ländervorgaben beschriftet werden können. Oder auf die RFID-Technologie zum automatischen und berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren der Tiere. „Wir arbeiten mit führenden Anbietern von RFID-Technik zusammen, um die bestmögliche Leistung bei niedrigstem Gewicht zu erzielen. Schließlich haben wir all dem, was wir tun, immer auch das Tierwohl im Blick“, betont Geschäftsführerin Cornelia Nehls.
Insbesondere in den USA und im südamerikanischen Markt sieht Caisley Wachstumspotenzial, aber auch in Europa gebe es noch „letzte weiße Flecken“, die die Bocholter erschließen wollen. Neuzugang Dr. Tobias Bollmann will dabei mit seiner beruflichen Erfahrung bei einem international tätigen Logistiker unterstützen. „Unser Ziel ist es, weiter zu wachsen – ohne dabei an Bodenständigkeit zu verlieren. Der enge Austausch mit unseren Kunden und die Philosophie, unkompliziert die beste Lösung für ihre Anforderungen zu finden, gehören immer noch zur Kern-DNA von Caisley“, betont Bollmann.