Münster

Energiewende AG ist seit drei Jahren Bestandteil der Bezirksregierung Münster

Münster - Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Energie. Darum geht es in der Arbeitsgruppe Energiewende der Bezirksregierung Münster. Die abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe forciert das Thema „Erneuerbare Energien“ in der Region und nutzt dabei Synergieeffekte aus den verschiedenen Fachbereichen. So möchte die Bezirksregierung Münster das übergeordnete Ziel der Landesregierung Nordrhein-Westfalens, nämlich die erste klimaneutrale Industrieregion Europas zu werden, optimal unterstützen, wie es in einer Mitteilung heißt

Die Energiewende AG der Bezirksregierung Münster möchte Impulsgeberin für die Energiewende in der Region sein. Bildquelle: Bezirksregierung Münster

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Die Energiewende habe viele Facetten und betrifft daher auch unterschiedliche Fachbereiche, heißt es bei der Bezirksregierung So gehe es um den Ausbau erneuerbarer Energien wie Windkraft, Solarenergie, Biomasse oder Geothermie. Auch die Herstellung und der Einsatz von grünem Wasserstoff als Energieträger und Einsatzstoff für Produktionsprozesse zähle dazu. Damit einher geht auch der Ausbau der Leitungen und der nötigen Infrastruktur insgesamt. Auch die Verkehrs- oder Mobilitätswende ist ein zentraler Punkt für das Schaffen der Energiewende. Hinzu kommt die Umstellung industrieller Produktionsprozesse auf zum Beispiel Strom aus erneuerbaren Energien und noch vieles mehr.

Die Arbeitsgruppe Energiewende bei der Bezirksregierung Münster bringe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörde zusammen, die aus unterschiedlichen Fachrichtungen kommen. Die Idee: Das gesamte Know-how so gebündelt einzusetzen, um die Energiewende in der Region möglichst effektiv voranzubringen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe stammen zum Beispiel aus den Bereichen Leitungsausbau, Planung, Verkehr, Natur- oder Immissionsschutz oder auch aus dem Bereich der Regionalinitiative Wind.

Vor ungefähr drei Jahren wurde die Arbeitsgruppe Energiewende von Regierungspräsident Andreas Bothe ins Leben gerufen. Geleitet wird die AG seither von der Abteilungsleiterin der Abteilung Umwelt und Arbeitsschutz, Dr. Christel Wies, sowie von dem Abteilungsleiter der Abteilung für Regionale Entwicklung, Kommunalaufsicht und Wirtschaft, Ralf Weidmann. Die Energiewende AG ist auch Ansprechpartnerin für die Akteure in der Region. Sie soll moderieren, Anstöße geben und zu Veranstaltungen einladen. 

Fördermaßnahme

So wird zum Beispiel auch durch die Arbeit der Energiewende AG die Fördermaßnahme „Produktives.NRW – Kritische Technologien für Nordrhein-Westfalen“ im Zuge der europäischen Regionalförderung (EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027) umgesetzt. Der Aufruf unterstützt kleine, mittlere und große Unternehmen im nördlichen Ruhrgebiet und Rheinischen Revier bei Ansiedlung, Erweiterung und Investition in Schlüsseltechnologien mit dem Ziel die Regionen auf die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen des Übergangs zu einer klimaneutralen Wirtschaft vorzubereiten.

In Marl soll aus dieser Fördermaßnahme heraus bei der Greenlyte Carbon Technologies GmbH erstmals eine vollständig integrierte und CO2-neutrale Produktion von eMethanol entstehen. Dafür sollen mithilfe einer innovativen Technologie jährlich 1.400 Tonnen CO2 direkt aus der Umgebungsluft abgeschieden und zusammen mit 200 Tonnen grünem Wasserstoff in einem integrierten Prozess zu jährlich bis zu 1.000 Tonnen eMethanol verarbeitet werden.

Förderung "H2 Solution Lab"

Auch die Förderung "H2 Solution Lab" bei der Westfälischen Hochschule über das 5-StandorteProgramm hat enge inhaltliche Bezüge zur Arbeitsgruppe Energiewende. Das Projekt soll als zentrales Kompetenzzentrum zur Entwicklung, Erprobung und Validierung von grünen Wasserstofftechnologien fungieren. Es dient als Brücke zwischen Forschung und Praxis, um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bei der Integration von Wasserstoff in Produktionsprozesse zu helfen.

Die Bezirksregierung Münster ist in viele der Prozessschritten für die Wertschöpfung der Energiewende involviert und bei Planungen und der Erteilung von Genehmigungen zuständig. Deshalb wird Information und Aufklärung als eine der zentralen Aufgaben gesehen. Dies werde man unermüdlich weiter tun und vorantreiben, heißt es aus der Arbeitsgruppe, denn der Prozess bis hin zur vollzogenen Energiewende sei bei Weitem noch nicht abgeschlossen.

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