Kreis Steinfurt

Dauerhafte Passantenfrequenzmessung in der Innenstadt von Rheine

Rheine - Die Stadt Rheine setzt in der Innenstadt auf digitale Präzision. Seit dem Spätsommer 2025 liefern Laserscanner kontinuierliche Frequenzdaten aus der Emsstraße. Diese objektiven Zahlen sollen künftig als strategische Grundlage für das Stadtmarketing und Investorengespräche dienen.

Rheine geht einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung datenbasiertes Stadtmarketing. Foto: EWG

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Die EWG – Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH hat ihr Instrumentarium zur Frequenzmessung erweitert. Seit dem Spätsommer 2025 erfassen zwei fest installierte Laserscanner in der Emsstraße kontinuierlich und anonymisiert die Passantenströme. Das System des Unternehmens hystreet.com liefert dabei Daten in Echtzeit. Bisher setzte die EWG vor allem auf manuelle Zählungen, die jeweils an einem Mittwoch und einem Samstag im März und September stattfanden. Während diese punktuellen Stichproben weiterhin als Indikator dienen, ermöglicht die neue Technik nun eine lückenlose Analyse von Tagesverläufen, Veranstaltungsfaktoren und stundenbezogenen Spitzen, wie es in einer Mitteilung heißt. Die Installation erfolgte dabei in Abstimmung mit den anliegenden Hausbesitzern der Emsstraße.

Samstage und Events als Frequenzbringer

Die ersten Datenauswertungen der vergangenen sieben Monate liegen nun vor. Der Samstag identifizierte sich dabei als der Tag mit dem höchsten Aufkommen. Am Standort Emsstraße auf Höhe der Emsgalerie wurden samstags im Durchschnitt etwa 19.000 Menschen gezählt, wobei die Zeit zwischen 13:00 Uhr und 14:00 Uhr die höchste Frequenz aufwies. Im Dezember 2025 passierten über 450.000 Personen diesen Bereich. Auch verkaufsoffene Sonntage wirkten sich deutlich auf die Zahlen aus: Hier wurden am Hauptstandort zwischen 19.000 und 22.500 Personen pro Tag registriert, während die östliche Innenstadt Werte zwischen 10.000 und 17.000 Personen erreichte.

Auf Basis dieser ersten sieben Monate wird für den Standort in der Emsstraße mit einem Jahresaufkommen von 4 bis 5 Millionen Passanten gerechnet. Die Sensoren erfassen neben der reinen Anzahl auch Laufrichtungen und unterscheiden zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern wie Erwachsenen, Kindern, Fahrrädern und Autos. Diese Datenbasis soll der Stadtmarketinggesellschaft und dem Einzelhandel als objektive Entscheidungshilfe für Marketingkampagnen und die Ansprache von Investoren dienen.

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