Sie verpflichten sich damit für drei Jahre, eine ehrenamtsfreundliche Unternehmenskultur umzusetzen. „Das Ehrenamt ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Lebens. Ohne die unzähligen Menschen, die sich in Vereinen, in Hilfsorganisationen, in Kultur, Kirche, Sport oder im sozialen Bereich einbringen, wäre unser Gemeinwesen nicht vorstellbar“, erklärte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. „Es braucht Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die erkennen, dass ehrenamtliches Engagement nicht nur ein Gewinn für die Gesellschaft ist, sondern auch für die Unternehmen selbst. Denn wer sich in seiner Freizeit engagiert, entwickelt Fähigkeiten, die wiederum in den beruflichen Alltag eingebracht werden.“
Win-win-Situation
Unternehmen, die das ehrenamtliche Engagement fördern, signalisieren, dass sie soziale Verantwortung übernehmen. Das könne sich positiv auf die Unternehmenskultur auswirken, den Teamzusammenhalt und die Identifikation mit dem Unternehmen fördern und die intrinsische Motivation der Mitarbeitenden steigern – ein Pluspunkt im Wettbewerb um Fachkräfte, so die Organisatoren. Über das Engagement ihrer Mitarbeitenden hätten Unternehmen zudem die Möglichkeit, Kontakte zu Vereinen, NGOs und regionalen Einrichtungen zu knüpfen – und so Kooperationen aufzubauen und neue Geschäftskontakte zu gewinnen.
Ehrenamtlich aktive Mitarbeitende zudem könnten wertvolle Fähigkeiten wie Teamfähigkeit, Führungsstärke, Organisationsgeschick und Kommunikationsvermögen erwerben, die unmittelbar in den Berufsalltag einfließen, wie die Organisatoren betonen.
Schon kleine Gesten wirken
Teuer oder aufwändig müsse die Ehrenamtsförderung nicht sein. Das zeige ein von der Staatskanzlei NRW gefördertes Projekt zum Thema, das der Kreissportbund Coesfeld im vergangenen Jahr umgesetzt hat. Schon kleine Gesten wie Wertschätzung und Sichtbarmachung könnten große Wirkung entfalten. Dazu gehören etwa zusätzliche Urlaubstage oder Arbeitszeitguthaben für ehrenamtliche Tätigkeiten, Corporate-Volunteering-Projekte wie etwa Renovierung einer Jugendeinrichtung durch Auszubildende, die Bereitstellung des unternehmenseigenen Maschinenparks für Vereinszwecke oder Sponsoring und Spenden für gemeinnützige Initiativen in der Region.
Mit der Unterzeichnung der Charta, gehen die Unternehmen die Selbstverpflichtung ein, genau solche Dinge zu ermöglichen. Ziel der Initiatoren der Charta ist es, ein wachsendes Netzwerk ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber aufzubauen. Bei Netzwerktreffen erhalten sie Gelegenheit, sich auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Ideen einzubringen.
Die Charta unterzeichnet haben:
- Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V.
- Altenheim St. Lambertus Ascheberg
- Metrica Gmbh & Co.KG
- Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH
- Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH
- Stadt Dülmen
- Sparkasse Westmünsterland
- W. Geiping GmbH & Co.KG
- Carecampus Pflegeakademie
- Druckhaus Dülmen Betz Vertriebs GmbH
- Volksbank Nottuln
- Volksbank Westmünsterland eG
- J.W. Ostendorf GmbH & Co.KG
Weitere Infos und Kontakt
Martina Nieländer
Mail: martina.nielaender@kreis-coesfeld.de
Telefon: 02541/184152