Im Kreis Coesfeld bereiten Jobcenter und Kommunales Integrationszentrum den Start des Projekts „ZiP“ vor, das Menschen mit Einwanderungsgeschichte den Einstieg in Pflegeberufe erleichtern soll. Ziel ist die Qualifizierung für die Ausbildung zur Pflegefachassistenz und damit die Gewinnung zusätzlicher Fachkräfte.
Nach Angaben der Organisatoren beteiligen sich 17 Pflegeeinrichtungen mit insgesamt 25 Praktikums- und Ausbildungsplätzen. Das Programm richtet sich auch an Personen ohne in Deutschland anerkannten Schulabschluss und fokussiert auf den Ausbau der Deutschkenntnisse auf B2-Niveau. Begleitende Hospitationen und ein Praktikum sollen berufliche Kompetenzen und Soft Skills praxisnah stärken. Die individuelle Begleitung übernimmt unter anderem das Kommunale Integrationszentrum.
Organisiert und koordiniert wird ZiP maßgeblich von Lilia Luchian, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt und Integrationsbeauftragte des Jobcenters. In den kommenden Wochen stehen nach Behördenangaben die letzten Planungsschritte an. Der Projektstart ist für Januar 2026 vorgesehen.
Stefan Schenk betonte die gemeinsame Aufgabe, Teilnehmende auf dem Weg in eine stabile berufliche Perspektive zu unterstützen: „Wir stehen gemeinsam vor der Aufgabe, Menschen mit Einwanderungsgeschichte auf dem Weg in eine stabile und nachhaltige berufliche Perspektive im Pflegebereich zu begleiten – auch ohne anerkannten Schulabschluss in Deutschland“. Zudem sagte er: „Nur durch Ihre Mitwirkung konnte dieses Projekt ins Rollen kommen und im Januar 2026 kann es starten“ und „Mit dem Projekt setzen wir nicht nur ein Zeichen gegen den Fachkräftemangel, sondern geben gleichzeitig Menschen eine faire Chance, sich beruflich zu verwirklichen und langfristig in ihrer neuen Heimat Fuß zu fassen“.
Die Initiatoren sehen in ZiP eine strukturierte Vorbereitung auf qualifizierte Ausbildungsgänge, verbunden mit besseren Chancen auf finanzielle Sicherheit und Integration in den Arbeitsmarkt.