„Mit dem ‚Albaad Forest Project‘ wollen wir nicht nur junge Menschen für Umweltverantwortung begeistern, sondern zugleich einen Beitrag zur Widerstandsfähigkeit unserer Wälder leisten“, so André Busert, Projektverantwortlicher bei Albaad, während der Pflanzaktion. „Durch das Setzen verschiedener Baumarten fördern wir die ökologische Vielfalt und schaffen ein standortgerechteres, klimaresilientes Waldgefüge, das auch in Zeiten des Klimawandels Stabilität und Lebensraum bietet.“
Fachliche Begleitung und Umweltbildung
Die Auszubildenden pflanzten nicht nur Bäume, sondern profitierten auch vom direkten Wissenstransfer vor Ort, heißt es in der Unternehmensmitteilung. Förster Alexander Huesmann gab praxisnahe Einblicke in die Themen Waldentwicklung, Aufforstung und nachhaltige Forstwirtschaft. Um die jungen Bäume vor Verbiss und anderen Schäden zu schützen, erhielten sie Fegeschutzspiralen. Aufgrund der aktuellen Niederschlagsmengen ist eine zusätzliche Bewässerung derzeit nicht erforderlich.
„Ein zukunftsfähiger Wald muss heute ganz anders gedacht werden als noch vor wenigen Jahrzehnten“, erklärte Huesmann. „Mischwälder mit unterschiedlichen Baumarten sind deutlich widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit, Hitze und Schädlingen. Genau solche Strukturen schaffen wir mit Pflanzaktionen wie dieser Schritt für Schritt.“
Modellprojekt soll regionale Wirkung zeigen
Seit seinem Start im August 2024 habe sich das „Albaad Forest Project“ als Modell zur Förderung von Biodiversität und nachhaltigem Umweltengagement etabliert, heißt es weiter. In seinem ersten Projektjahr standen die Pflege des Ökosystems sowie die Stärkung ökologischer Kompetenzen der Auszubildenden im Mittelpunkt: Unter fachlicher Begleitung siedelten sie Bienenvölker an, unterstützten bei der Bienenpflege und der Honigernte und übernahmen eigenverantwortlich den Verkauf auf dem Ochtruper Adventsmarkt.
Für dieses Engagement erhielt Albaad zuletzt einen Sonderpreis in der Kategorie Industrie beim Ausbildungs-Ass 2025. Die Auszeichnung würdigt besonderes Engagement in der Ausbildung junger Menschen.
„Der Erlös unseres Honigverkaufs fließt nun direkt in die Aufforstungsmaßnahmen – von der Beschaffung der Setzlinge bis hin zum Schutz der jungen Bäume“, erklärt Busert. „So entsteht ein nachhaltiger Kreislauf mit unmittelbarer regionaler Wirkung.“