AuCom: Großauftrag in der Wüste

Warendorf
AuCom hat den Standort in Sendenhorst erweitert. Foto: AuCom

Sendenhorst – Mitten in der Wüste entsteht rund 270 Kilometer südlich von Kairo die weltweit größte Produktionsstätte für Weißzucker. Das komplette elektrische Antriebssystem der dafür benötigten Pumpen kommt aus dem Münsterland: von AuCom aus Sendenhorst. Der Spezialist für Sanftanlasser hat für solche Großaufträge bereits im vergangenen Jahr die Weichen gestellt und den Standort in Sendenhorst ausgebaut.

In der neuen Produktionshalle an der Borsigstraße 6 wird die Antriebstechnik für die Pumpen von des Unternehmens Canal Sugar gefertigt. „Nicht ganz ohne Stolz können wir sagen, dass wir uns gegen starke Wettbewerber durchgesetzt haben“, freut sich Thomas Zirk, Geschäftsführer AuCom EMEA. Die Antriebslösungen werden an Pumpen eingesetzt, mit denen Canal Sugar westlich der ägyptischen Stadt Minya 76.000 Hektar Wüstenland urbar, also für die Landwirtschaft nutzbar, machen will.

Ägypten produziert pro Jahr rund 2,5 Millionen Tonnen Weißzucker. Die Bevölkerung benötigt jedoch 3,3 Millionen Tonnen. Deshalb wird bei Minya aus Wüstenland ein Zuckerrübenanbau. Damit kann Ägypten 80 Prozent der Versorgungslücke beim Weißzucker schließen und wird unabhängiger von Importen, heißt es in der Pressemeldung von AuCom.
Für den Anbau pumpt Canal Sugar Grundwasser an die Oberfläche. Damit die Hochleistungsmotoren der Pumpen effizient arbeiten, setzt das Unternehmen auf das Know-how von AuCom. Die Antriebssysteme der Motoren für die Pumpen liefer AuCom. Sie werden sowohl für Tauchpumpen mit 300 bis 400 kW entwickelt, die mit 1.000 V betrieben werden, als auch für sogenannte Distribution Pumps (900 bis 1.100 kW), deren Industriemotoren mit 3.300 V laufen.

„Wir haben rechtzeitig damit begonnen, unsere Kapazitäten in Sendenhorst zu erhöhen. Unsere Pläne sehen vor, dass wir sie weiter ausbauen, um auch in Zukunft Großaufträge wie Canal Sugar stemmen zu können“, erklärt Zirk. So übernimmt AuCom ab dem 1. Oktober 2021 die auf dem Gelände an der Borsigstraße befindlichen Hallen der Firma Bisplinghoff und ab dem 1. Februar 2022 auch das dazugehörige Bürogebäude.

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