Auf dem Weg Richtung Smart City

Digitalisierung

Der Glasfaserausbau geht in Borken in den Endspurt. (Foto: Stadt Borken/ Martin Wissen)
Der Glasfaserausbau geht in Borken in den Endspurt. (Foto: Stadt Borken/ Martin Wissen)

Mit verschiedenen Digitalisierungsprojekten macht sich Borken fit für die Zukunft und geht weitere Schritte in Richtung Smart City. Dazu gehört neben dem Breitbandausbau und Projekten in der Innenstadt auch ein digitales Mehrwegsys-tem für Gastronomiebetriebe.

Aktuell geht der Glasfaserausbau im Stadtgebiet in den Endspurt. Die Nachfragebündelung in der Innenstadt läuft. Werden dort die notwendigen 40 Prozent erreicht, ist ganz Borken inklusive der Außenbereiche und der Gewerbegebiete an das Breitbandnetz angeschlossen. Die Digitalisierung an sich wird in der Innenstadt außerdem über ein Förderprogramm vorangetrieben: Im Zuge der Corona-Krise wurde eine Digitalisierungsförderung speziell für Einzelhändler vom Land NRW aufgelegt. Viele Einzelhändler in Borken haben die Chance genutzt und die Fördergelder beantragt, die Stadt Borken unterstützte sie dabei. Die ersten Beteiligten haben bereits eine Förderzusage erhalten. Mit den Mitteln sollen digitale Schaufenster in der Innenstadt installiert werden. Das sind Screens in den Schaufenstern, die auch abseits der regulären Ladenöffnungszeiten Angebote präsentieren, Videos abspielen oder Fotos zeigen. Außerdem lassen sich die Bildschirme koppeln, sodass auf jedem Screen der gleiche Inhalt zu sehen ist. Beteiligen sich mindestens zehn Einzelhändler an der Projektidee, wird die Stadt Borken auch digitale Steelen in der Innenstadt aufstellen, die ebenfalls Aktionen der Einzelhändler bewerben können.

Zeitnah geht in Borken außerdem ein Projekt an den Start, das nicht nur digital, sondern auch nachhaltig ist: Vytal, ein digitales Mehrwertsystem für Gastronomiebetriebe, kommt in die Kreisstadt. Vytal stellt Gastronomen wiederverwendbare und verschließbare Schalen zur Verfügung, mit denen sich ihre To-Go-Menüs oder Gerichte für den Lieferservice nachhaltig transportieren lassen. Auf den Behältern und in der dazugehörigen App für den Gast befinden sich QR-Codes, die der Gastronom scannt. Danach kann der Gast die Box mit nach Hause nehmen und sie innerhalb von 14 Tagen bei allen Vytal-Partnerbetrieben wieder zurückgeben – unabhängig davon, von welchem Gastronom er die Box bekommen hat. Ähnlich wie in einer Bücherei lässt sich die Rückgabefrist auch verlängern. Pro Befüllung zahlen die Gastronomen zwischen 15 und 20 Cents an Vytal, es gibt also keine monatliche Abrechnung oder ein Abonnement. Die auslaufsicheren und wärmeisolierenden Boxen lassen sich bis zu 200 Mal wiederverwenden und sind laut Recherchen des Borkener Klimaschutzmanagers Dominik Tebbe klimafreundlicher als jede andere Verpackung – auch nachhaltiger als zum Beispiel Verpackungen aus Graspapier. Bisher haben bereits 14 Gastronomen aus Borken ihre Teilnahme an dem System zugesagt. „Bei einer Infoveranstaltung hat ein Gastronom aus einer anderen Stadt berichtet, dass er sogar zusätzliche Kunden durch die Einführung des Mehrwegsystems gewonnen hat“, freut sich Wirtschaftsförderin Lisa Stegger. „Wir gehen davon aus, dass sich noch mehr Gastronomen anschließen und künftig auf nachhaltige Verpackungen setzen.“

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