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„Wir brauchen einen zweiten Leuchtturm“

Senden – Über 400 Gäste, die Dortmunder Südtribüne auf Leinwänden und ein „alter Bekannter“. Bei der fünften Auflage von „Wirtschaft trifft“ hat Wirtschaft aktuell zusammen mit der Sparkasse Westmünsterland Hans-Joachim Watzke zum „Rückspiel“ erneut als prominenten Gast eingeladen. In der Steverhalle in Senden sprach der vorsitzende Geschäftsführer des Fußballbundesligisten Borussia Dortmund im Interview mit Moderator Christoph Almering über seine Philosophie, den BVB wirtschaftlich und sportlich zum Erfolg zu führen, und über Emotionen im Fußball.

BVB-Chef Hans-Joachim Watzke war beim „Rückspiel“ von „Wirtschaft trifft“ erneut Gast.
Foto: Wittenberg
Neben der Rückkehr in die „bel étage“ des europäischen Fußballs hat der BVB unlängst auch wirtschaftlich einen Erfolg verbucht. Mit einem Rekordumsatz von 305 Millionen Euro und einem Netto-Gewinn von rund 53 Millionen Euro hat der Fußballverein das vergangene Geschäftsjahr 2012/2013 abgeschlossen. „Das ist der höchste Gewinn, den ein Bundesligaverein jemals erzielt hat“, betonte Watzke. Er machte mit Blick auf die überwundenen Krisenjahre des BVB klar: „Wir wollen keine neuen Schulden machen, um sportlichen Erfolg zu erreichen. Das haben wir nicht nötig.“

Gleichwohl sind die Erwartungen an die sportlichen und wirtschaftlichen Ergebnisse von Borussia Dortmund gestiegen. „Natürlich erhöht sich durch unsere Erfolge in den vergangenen Jahren der Druck. Das Entscheidende ist, wie man damit umgeht. Entweder man ‚hypt’ den Verein und die Fans weiter hoch oder man dämpft die Situation ab. Ich wähle die letztere Variante. Wir machen uns realistische Vorgaben“, bekräftigte Watzke. Generell rechnet der BVB-Chef in dieser Bundesligasaison mit einem spannenden Zweikampf mit dem Erzrivalen aus München. „Es gibt aktuell eine Mannschaft, die uns ein Stück voraus ist – und das ist nun mal der FC Bayern. Er ist momentan das Nonplusultra im Fußball. Daher wäre es arrogant zu sagen, dass wir dieses Jahr deutscher Meister werden. Ziele erreicht man schließlich nicht, indem man sie lautstark postuliert, sondern hart dafür arbeitet“, betonte Watzke im Gespräch mit Moderator Almering, der nicht lockerließ und dem BVB-Chef dann doch noch eine ganz konkrete Zielvorgabe entlockte: „Es wird Zeit, dass es im deutschen Fußball einen zweiten Leuchtturm neben Bayern gibt“, machte Watzke klar.

Im Interview: Moderator Christoph Almering (links) und BVB-Chef Hans-Joachim Watzke
Foto: Wittenberg
Dass es im Profifußball nicht nur um Ergebnisse und Titel, sondern vor allem auch um Emotionen geht, zeigte BVB-Trainer Jürgen Klopp vor Kurzem mit einem Wutausbruch beim Champions-League-Spiel in Neapel. „Fußball erzeugt Emotionen, auch und gerade bei Jürgen Klopp. Seine Position ist daher nicht mit der eines ‚normalen’ leitenden Angestellten in einem mittelständischen Betrieb zu vergleichen. Seine Reaktion beim Spiel gegen Neapel war nicht in Ordnung, das hat Jürgen selbst eingesehen und sich direkt nach Spielende dafür entschuldigt. Man muss die Strafe für dieses Verhalten akzeptieren“, machte Watzke klar, der sich unlängst sogar selbst in bester Klopp-Manier am Spielfeldrand ertappte. Vor ein paar Wochen beim Landesligaspiel seines Heimatvereins SV Rot-Weiß Erlinghausen, in dem auch sein 19-jähriger Sohn spielt und Watzke bis heute erster Vorsitzender ist. Beim Spiel seines Filius gegen Menden saß Watzke auf der Tribüne. Eigentlich hatte er sich fest vorgenommen, in der Schalke-Hochburg Menden komplett ruhig zu bleiben. Aber: „Mein Sohn machte ein taktisches Foul und es gab völlig zu Recht Freistoß. Als der gegnerische Trainer dann aber vehement eine gelbe Karte einforderte, war’s vorbei. Ich bin von der Tribüne gesprungen und habe Trainer und Schiedsrichter aufs übelste beschimpft. Am nächsten Tag habe ich mich natürlich – schweren Herzens – entschuldigt“, erklärte Watzke verschmitzt und ergänzte: „Es gibt Situationen, da kannst Du Dich eben nicht rausnehmen. Das gilt vor allem in emotionalen Momenten. Deshalb kann ich Jürgen Klopp oftmals absolut verstehen.“

Doch nicht nur zu seinem Bundesligatrainer hat der BVB-Chef einen guten Draht. Auch zum Coach seines Heimatvereins Erlinghausen, der ehemalige litauische Nationalspieler Vaidas Petrauskas – wie die „Wirtschaft trifft“-Gäste live miterleben konnten. Die Veranstalter hatten eine Live-Schalte zu Petrauskas organisiert und damit den BVB-Chef sowie die Zuschauer einmal mehr überrascht. „Auf Aki Watzkes Wort ist immer Verlass. Er nimmt sich auch für kleinere Dinge Zeit und wir treffen uns sogar oft sonntags zum Kaffee“, betonte Petrauskas am Telefon.

(von links): Ralph Woschny, Michael Terhörst, Christoph Almering, Hans-Joachim Watzke, Heinrich-Georg Krumme, Alfred Holz und Dr. Kai Zwicker
Foto: Wittenberg
Abseits der Entwicklungen im Heimatverein und beim BVB gab der Fußball-Fachmann auch einen Ausblick auf die kommenden Weltmeisterschaften. „Es wird nächstes Jahr eine spannende WM in Brasilien werden. Die Top-Nationen liegen eng beieinander, daher ist eine Prognose schwierig. Brasilien hat sicherlich große Chancen, da die Spieler mit den klimatischen Bedingungen bestens vertraut sind. Auch Spanien ist ein Favorit ebenso wie Deutschland“, sagte er. Indes zweifelte Watzke an der WM 2022 in Katar. „Ich kann diese Wahl nicht nachvollziehen. Jeder weiß, was dort für Bedingungen herrschen, zudem gibt es in Katar keine ausgeprägte Fußballkultur. Es war eine Entscheidung des Geldes – unstrukturiert, wenig durchdacht und zu 100 Prozent falsch. Die Spieler müssen es letztendlich ausbaden. Entweder spielen sie im ‚Brutkasten’ oder das Turnier wird zeitlich in den Winter verschoben, was unsere Spielpläne komplett durcheinander wirft“, fand er deutliche Worte mit Interview mit Almering, der gewohnt locker durchs Programm führte.

Die Veranstalter blickten am Ende des Abends zufrieden auf das „Rückspiel“: „Es war wieder einmal eine rundum gelungene Veranstaltung. Wir hatten so viele Gäste wie noch nie und auch das erste Feedback war überaus positiv“, fasste Wirtschaft-aktuell-Verlagsleiter Ralph Woschny zusammen. Und Heinrich-Georg Krumme, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westmünsterland, ergänzte: „Klare Aussagen zu Sport, Geschäft und Gesellschaft: Dafür stand Hans-Joachim Watzke auch beim „Wirtschaft trifft…“-Rückspiel. Das hatte Anziehungskraft: Die Steverhalle war ‚ausverkauft’.“

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Von Anja Wittenberg Dienstag, 15. Oktober 2013
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