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„Motorsport ist heute ein reines Marketinginstrument“

Bocholt – Warum es bei der Formel 1 um weit mehr als um einen Sieg im Rennen geht, warum die wilden After-Race-Partys meist ohne die Rennprofis stattfinden und warum Michael Schumacher unbedingt weiterfahren sollte, das erfuhren gestern (18. September) über 200 Gäste bei „Wirtschaft trifft Danner“. Bei der vierten Auflage der Veranstaltung holte Wirtschaft aktuell zusammen mit der Sparkasse Westmünsterland den ehemaliger Formel-1-Fahrer und heutigen RTL-Kommentator Christian Danner nach Bocholt ins Autohaus Bleker.

Der Gast des Abends: Christian Danner, ehemaliger Formel-1-Fahrer und heutiger RTL-Kommentator
Foto: Wittenberg

Im Interview mit Moderator Christoph Almering gab Danner einen Einblick in das Geschäft mit den PS-Giganten. „Der Motorsport ist heute ein reines Marketinginstrument. Früher fuhr ein Rennfahrer ein Auto mit den Farben seines Heimatlandes. Heute steht vielmehr die Marke im Vordergrund“, stellte Danner klar. Und die Bühne der Kult-Rennserie nutzen die Hersteller aus seiner Sicht gerne, um sich zu vermarkten. „Schließlich steht der Motorsport heute weltweit in der Öffentlichkeit“, betonte der ehemalige Formel-1-Fahrer.

Im Rampenlicht stehen damit auch gleichzeitig die Fahrer. Dass die nicht nur „just for fun“ Autorennen fahren, sondern ihren Job „mit viel Disziplin“ angehen müssen, machte Danner im Interview klar: „Formel 1 zu fahren, ist nicht wie PlayStation spielen. Es ist schon eine enorme Herausforderung, die Rennwagen überhaupt zu fahren. Außerdem geht es um ein Milliardengeschäft, in dem ein eisiger Wind weht. Das zu meistern, ist extrem schwer. Schließlich hat jeder Rennfahrer seinen Job zu erledigen“, erklärte er und räumte gleichzeitig mit dem Vorurteil auf, dass die Fahrer nach jedem Rennen bei diversen exzessiven Formel-1-Partys noch einmal richtig Gas geben. „Natürlich gehören Partys – zum Beispiel von den Sponsoren – dazu und natürlich gilt der Begriff „sex sells“ auch für die Formel 1. Das hat aber mit dem Formel-1-Alltag wenig zu tun. Die Rennfahrer müssen sich auf ihre Arbeit konzentrieren und feiern daher, wenn überhaupt, eher en privè oder zum Saisonabschluss“, stellte Danner klar.

Mehr als 200 Gäste kamen zur vierten „Wirtschaft trifft“-Veranstaltung. Darunter waren auch Wendelin Knuf (Leiter der Wirtschaftsförderung bei der Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing Bocholt, links) und Dr. Jürgen Grüner (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld)
Foto: Wittenberg

Darauf, dass die Formel 1 immer noch von Männern als Rennfahrern dominiert wird, konnte sich der Münchener keinen Reim machen. „Es gibt keinen Grund, warum Frauen nicht auch in der Formel 1 fahren können. Mir ist es absolut schleierhaft“, betonte Danner. Wer in der „Männerrunde“ am Ende dieser Saison ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen wird, bleibt aus Sicht des TV-Experten noch spannend: „Generell sind alle Fahrer mit Rennwagen ausgestattet, die technisch ungefähr auf einem Niveau liegen. Daher ist die Spitze sehr eng zusammengerückt. Fernando Alonso fährt derzeit weltklasse. Es wird sicher schwer, ihn zu schlagen. Allerdings habe ich Sebastian Vettel noch nicht abgeschrieben. Er ist ein Kämpfer und deshalb denke ich, dass er bis zum letzten Rennen dranbleiben wird“.

Auch Michael Schumacher traut der RTL-Experte durchaus noch Einiges zu: „Ich denke, dass er in der nächsten Saison weiterfahren wird. Er hat in seiner Karriere vor seiner Pause viel erreicht und auch in dieser Saison eine klasse Leistung gezeigt. Daher wäre es schade, wenn er die Bühne jetzt ohne Erfolg verlassen würde. Ich würde mich sehr freuen, wenn er wieder ein Rennen gewinnt“, betonte Danner, der 1998 seine zweite Karriere als Co-Kommentator für die Formel-1-Übertragungen auf RTL startete. Für seine messerscharfen Analysen bekam er 1999 den Deutschen Fernsehpreis.

Gruppenfoto der Veranstalter (von links): Dr. Matthias Bergmann (stellvertretender Vorstand Sparkasse Westmünsterland), Christoph Almering (Moderator), Michael Terhörst (Redaktionsleiter Wirtschaft aktuell), Heinrich-Georg Krumme (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Westmünsterland), Gast Christian Danner, Jürgen Büngeler (Vorstand Sparkasse Westmünsterland), Dr. Raoul G. Wild (Vorstand Sparkasse Westmünsterland) und Ralph Woschny (Verlagsleiter Wirtschaft aktuell)
Foto: Wittenberg

Dass er seitdem aus der „anderen Perspektive“ das Renngeschehen miterlebt, daran musste sich der ehemalige Formel-1- und DTM-Fahrer erst gewöhnen. „Wenn ein Unfall passiert, bin ich als TV-Experte dafür zuständig, sofort zu entscheiden, warum ein Fahrer dem anderen in die Kiste gefahren ist und ob er gegen die Regeln verstoßen hat. Als Fahrer musste ich mir darüber keine Gedanken machen. Jetzt sagt mir mein Programmdirektor immer wieder: ‚Christian, Du musst jetzt eine Meinung haben.’ Klar gehört dazu auch, dass ich Fahrer oder Entscheidungen kritisiere – nur fair muss es dabei immer bleiben“, machte er klar.

Davon, dass der Formel-1-Experte tatsächlich eine fundierte Meinung zu allen wichtigen Themen des Rennsports hat, konnten sich die Gäste in dem kurzweiligen Interview ein ums andere Mal überzeugen. „Es war schon beeindruckend, wie tief Christian Danner in der Thematik mit all ihren Details steckt. Er ist keine Antwort schuldig geblieben, hat auch die kritischen Themen nicht umschifft und selbst die oft komplizierten Technik- oder Regelfragen hat er so dargestellt, dass es auch für Laien nicht langweilig wurde. Ein wirklich toller Gast für ,Wirtschaft trifft’“, freute sich Wirtschaft-aktuell-Redaktionsleiter Michael Terhörst im Anschluss an das Interview. Dem stimmte auch Heinrich-Georg Krumme, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westmünsterland, zu: „’Wirtschaft trifft Danner’ hat das sehr hohe Niveau der Veranstaltungsreihe bestätigt. Die Location, das Gespräch, das Publikum und Christian Danner sorgten für einen unterhaltsamen Abend. Er hat auf seine sehr sympathische Art einen Blick hinter die Kulissen des Rennsports gegeben, gewürzt mit vielen Anekdoten und seiner in vielen Punkten deutlichen Meinung“, Im Anschluss an das Interview hatten die Gäste bei einem Imbiss noch Zeit, die Gespräche zu vertiefen.

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Von Anja Wittenberg Mittwoch, 19. September 2012
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