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Organschaft: Beispiele

Ausgewählte Beispiele zur Organschaft.

Beispiel ertragssteurliche Organschaft

Die Organträgerin, die X-GmbH, erzielt einen Gewinn von eine Million Euro. Die X-GmbH hat zwei Tochtergesellschaften, die Z-GmbH und die Y-GmbH, die die Voraussetzungen einer Organgesellschaft erfüllen. Die neu gegründete Z-GmbH hat einen Verlust von 0,5 Millionen Euro, während die Y-GmbH einen Gewinn von 0,1 Millionen Euro erzielt hat. Die Körperschaft- und Gewerbesteuer betragen insgesamt 30 Prozent.

Variante 1:
Es wurden Gewinnabführungsverträge geschlossen. Es besteht eine Organschaft; die Gewinne und Verluste sind direkt verrechenbar. Es ergibt sich ein zu versteuerndes Einkommen des Organkreises von 600.000 Euro. Die Steuer beträgt 180.000 Euro. Die Konzernsteuerquote beträgt 30 Prozent.

Variante 2:
Es wurden keine Gewinnabführungsverträge geschlossen. Es besteht keine Organschaft. Jede GmbH wird für sich besteuert. Die X-GmbH zahlt 300.000 Euro Steuern; die Y-GmbH zahlt 30.000 Euro. Die Z-GmbH zahlt keine Steuern und kann den Verlust in die Folgejahre vortragen und bei in der Zukunft anfallenden Gewinnen die Verluste mit diesen verrechnen. Die Gesamtsteuerbelastung für den Konzern beträgt 330.000 Euro. Die Konzernsteuerquote beträgt 55 Prozent.


Beispiel umsatzsteuerliche Organschaft

Die Organträgerin, die X-GmbH, verwaltet und vermietet gewerblich genutzte Immobilien und Wohnhäuser. Soweit möglich hat die X-GmbH zur Umsatzsteuer optiert. Die abzugsfähige Vorsteuerquote beträgt 50 Prozent. Die X-GmbH hat zwei Tochtergesellschaften, die Z-GmbH, Hausmeister- und Reinigungsdienstleisterin mit eigenem Personal, und die Y-GmbH, eine Maklergesellschaft, ebenfalls mit angestellten Maklern. Die neu gegründete Z-GmbH erbringt Leistungen von Netto 1 Million Euro an die X-GmbH; Die Y-GmbH erbringt Leistungen in Höhe von 0,5 Million Euro an die X-GmbH.


Variante 1:
Beide Tochtergesellschaften erfüllen die Voraussetzungen einer Organgesellschaft.
Die Leistungen von 1,5 Millionen Euro sind nicht umsatzsteuerbar. Es entsteht daher keine Umsatzsteuer, die der X-GmbH in Rechnung gestellt wird. Die Kosten für die X-GmbH belaufen sich auf den Nettobetrag von 1,5 Millionen Euro.

Variante 2:
Die Tochtergesellschaften erfüllen die Voraussetzungen der Organschaft nicht, da beispielsweise in den Gesellschaften unterschiedliche Geschäftsführer vorhanden sind. Die Leistungen von 1,5 Millionen Euro sind umsatzsteuerbar und – pflichtig. Die X-GmbH bekommt Rechnungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro zuzüglich 285.000 Euro Umsatzsteuer. Ohne direkte Zuordnung der Eingangsumsätze kann die Umsatzsteuer in Höhe von 50 Prozent, also 142.500 Euro als Vorsteuer abgezogen werden. Die anderen 50 Prozent sind Kosten. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die X-GmbH daher auf 1.642.500 Euro.
Beispiel Ergebnisabführungsvertrag

Organschaftsträger gründet Organschaft am 15.06.2010. Beide Gesellschaften haben ein dem Kalenderjahr entsprechendes Wirtschaftsjahr. Am 30.09.2010 wird ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV) abgeschlossen, der am 25.10.2010 in das Handelsregister eingetragen wird.

Der EAV sieht eine Laufzeit bis zum 31.12.2014 vor. Der EAV ist nicht
anzuerkennen, da er nicht die Mindestlaufzeit von fünf Zeitjahren erfüllt.

Der EAV sieht eine Laufzeit bis zum 15.06.2015 vor.
Der EAV ist anzuerkennen; fünf Zeitjahre sind erfüllt. Im Jahr 2015 müsste ein Zwischenabschluss aufgestellt werden für das Ergebnis bis zum 15.06.2015.

Der EAV sieht eine Laufzeit bis zum 31.12.2015 vor.
Der EAV ist anzuerkennen. Für die Praxis ist diese Regelung zu empfehlen, da so kein unterjähriges Abgrenzungsproblem entsteht.

 

Von Mareike Schmedding und Dorit Högemann Freitag, 17. Juni 2011
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