
Rückblick:
An den europäischen Aktienbörsen setzte sich die Aufwärtsbewegung der Vorwoche weiter fort. Die positive Entwicklung war insbesondere von der guten Performance konjunktursensitiver Titel getragen – letztere profitierten von einigen guten Wirtschaftsdaten, welche den vorherrschenden Konjunkturpessimismus einstweilen dämpften. An der Spitze rangierten Aktien aus dem Segment Grundstoffe, im Branchendurchschnitt legten diese knapp sieben Prozent zu. Hingegen schnitten defensive Werte aus den Sektoren Pharma und Basiskonsum unterdurchschnittlich ab.
Positiv reagierten die Märkte auf die stimulierenden Maßnahmen der EZB sowie auf die Pläne zur Rekapitalisierung der Banken. Diese Signale sorgten auch in den USA und in Japan für eine Stimmungsaufhellung. In New York rückte der S & P 500 nach einem schwachen Wochenauftakt von Dienstag bis Donnerstag sechs Prozent vor, vor allem die im Vorfeld stark gefallenen Finanzwerte konnten Boden gutmachen. Ein Gesprächsthema dort war der Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Die Aktie des Konzerns verlor – entgegen den Befürchtungen mancher Anleger – nur geringfügig an Wert. Im Gegensatz zu den europäischen und amerikanischen Handelsplätzen kam es an der japanischen Börse einmal mehr zu Verlusten. Outperformance erzielten Aktien exportabhängiger Unternehmen – diese profitierten von dem zur Schwäche tendierenden Yen.
Ausblick:
In den kommenden Tagen wird sich der Fokus des Anlegerinteresses auf die allmählich anlaufende Quartalsberichtssaison richten. Trotz des schwächeren konjunkturellen Umfeldes rechnen Analysten für die Unternehmen des S & P 500 mit Gewinnsteigerungen von rund 13 Prozent.
Helmut Terhörst ist Direktor der Bereiche „Vermögensmanagement“ und „Kommunen & Institutionen“ der Sparkasse Westmünsterland. Er ist Fachmann in Fragen der Vermögensanlage – von der Finanzplanung, dem Anlagemanagement in Wertpapieren und in- und ausländischen Beteiligungsmodellen bis hin zu steueroptimierten Anlagen und Generationenmanagement im Private Banking.
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