
Rückblick:
Im Verlauf der zurückliegenden Handelswoche rückten die europäischen Aktienmärkte zunächst weiter nach vorn. Inspiriert von günstigen Daten aus dem konjunkturellen Umfeld zeigten sich die Anleger bester Laune. Innerhalb dieses Szenarios rückte das vielfach diskutierte Thema Inflation zunehmend in den Hintergrund. Erst zum Wochenschluss sorgten dann schwächere Unternehmensergebnisse sowie Sorgen hinsichtlich der weiteren politischen Entwicklung in Ägypten für Gewinnmitnahmen. Mit Blick auf die Entwicklung einzelner Branchen fiel die Outperformance des Technologiesektors auf. Demgegenüber mussten Versorger überwiegend Abschläge hinnehmen.
Auch in den USA rutschten die Aktienmärkte in Richtung Wochenende ins Minus. Einerseits weckten die Ereignisse in Nord-Afrika und dem Nahen Osten Befürchtungen auf Seiten der Anleger, andererseits sorgten die überraschend schlechten Zahlen des US-Automobilkonzerns Ford für Verdruss.
Die Herabstufung der Bonität von Japans Staatsschulden seitens Standard & Poor’s löste an den dortigen Aktienmärkten Verkäufe aus. Die überwiegend positiven Konjunkturdaten, welche in den vergangenen Tagen veröffentlicht wurden, fanden innerhalb dieses Umfeldes kaum Beachtung. Zu den Hauptverlierern zählten japanische Finanztitel.
Ausblick:
In den kommenden Tagen werden sowohl die anstehenden Konjunkturdaten – insbesondere der US-Arbeitsmarktbericht dürfte hier von Interesse sein – als auch die Quartalsberichte im Fokus stehen. Daneben erwartet die Marktteilnehmer die Kommentierung der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation durch den EZB-Präsidenten Trichet.
Der aktuelle Blick auf die Kurse
Helmut Terhörst ist Direktor der Bereiche „Vermögensmanagement“ und „Kommunen & Institutionen“ der Sparkasse Westmünsterland. Er ist Fachmann in Fragen der Vermögensanlage – von der Finanzplanung, dem Anlagemanagement in Wertpapieren und in- und ausländischen Beteiligungsmodellen bis hin zu steueroptimierten Anlagen und Generationenmanagement im Private Banking.
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