
Rückblick Aktienmarkt:
Am vergangenen Freitag hatten die Käufer das Kursgeschehen am deutschen Aktienmarkt weiter im Griff und das von Beginn an. So eröffnete der Dax bereits im Bereich der 7.100er Widerstandsmarke, die dann noch in der ersten Stunde nachhaltig nach oben durchbrochen werden konnte. Anschließend schob sich der Kurs weiter auf neue Hochs und ging letztlich mit einem Plus von 1,97 Prozent auf 7.179,81 Punkte aus dem Handel.
Die US-Indizes und hier vor allem der Dow Jones haben es bereits vorgemacht, neue Hochs sind möglich. Mit der Kursentwicklung im Dax in der letzten Woche setzte sich nicht nur der Aufwärtstrend im Stundenchart, der nun schon seit Mitte März läuft, weiter fort, sondern auch übergeordnet setzten die Käufer weitere Akzente. So lassen sich aktuell auch auf Tagesbasis kaum mehr nach unten gerichtete Trends ausmachen.
So wären in den kommenden Wochen weiter Kursgewinne in Richtung der Rallyhochs bei 7.441 Punkten möglich. Kurzfristig eingestreute Korrekturen sind hierbei jedoch nicht außen vor zu lassen. Wichtigster übergeordneter Ankerpunkt der Bullen ist derzeit der Kursbereich um 6.842 Punkte. Dieser sollte selbst im Rahmen einer deutlicheren Korrektur in der neuen Woche nicht unterschritten werden. Ein solcher Rückfall ließe bereits wieder Kursverluste bis hin zum Märztief bei 6.483 Punkten zu. Einzuplanende Kursrückgänge oberhalb der 6.842iger Marke wären folglich Chancen, sich neu in den laufenden Aufwärtstrend
einzuklinken.
Ausblick Aktienmarkt:
Der DAX setzt seinen starken Trend auch in der neuen Handelswoche fort und notiert am Montag mit Pluszeichen. Im Blickpunkt der Börsianer steht vor allem die für Donnerstag erwartete Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB). Der EZB-Chef, Claude Trichet, hatte diesen Schritt Anfang März angekündigt. Als Grund für die erste Zinserhöhung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise nennen Experten die Inflation von über zwei Prozent. Allerdings könne nach Meinung von Marktbeobachtern die Leitzinsanhebung aufgrund der Katastrophe in Japan und der wieder aufflammenden Schuldenkrise in Europa auch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Im Blickpunkt der Anleger stehen vor allem die Aktien der Automobilhersteller. Hintergrund sind neue Zahlen zum Auto-Absatz in den USA.
Siemens verhandelt nach eigenen Angaben mit der russischen Staatsbahn RZD über den Verkauf von acht Hochgeschwindigkeitszügen. Der Auftrag könnte nach Schätzungen einen Umfang von knapp 300 Millionen Euro haben. Von der aktuellen Energie-Debatte in Deutschland, können vor allem Aktien der alternativen Energie und deren Zulieferer profitieren. Diese Werte werden diese Woche also auch erneut im Fokus stehen.
Carsten van de Loo ist Mitarbeiter der Abteilung Privatkunden - Vermögens- beratung der PSD Bank Westfalen-Lippe eG. Er ist Fachmann in allen Fragen zur Vermögensverwaltung und berät zu Anlageoptionen, Altersvorsorge und Generationenmanagement unter Berücksichtigung steuerlicher Gesichtspunkte.