
Rückblick Aktienmarkt:
Die vergangene Handelswoche begann mit einer Rally, nachdem China angekündigt hatte, einen flexibleren Wechselkurs zuzulassen.
Die Euphorie verpuffte jedoch schnell, die Schulden-krise der Mittelmeerländer und ernüchternde Zahlen vom US-Immobilienmarkt ließen die Stimmung kippen. Die Risikoprämien griechischer Staatsanleihen schnellten in die Höhe. Trotz wiederaufkeimender Angst vor einer Eskalation der Krise verlor der Euro nur sehr moderat an Wert. Alle wichtigen Börsen schlossen auf Wochensicht im Minus: An der Wall Street rutschten S&P500 und Nasdaq um je 3,70 Prozent ab. Der europäische Stoxx 50 verlor 2,80 Prozent, Japans Nikkei gab 2,60 Prozent nach. Der Dax ging 2,40 Prozent tiefer bei 6.070,60 Punkten aus dem Handel.
Ausblick Aktienmarkt:
In der kommenden Woche stehen einige wichtige US-Konjunkturdaten an, etwa der ISM-Einkaufsmanagerindex am Donnerstag.
Die zuletzt veröffentlichten Zahlen haben eher ent-täuscht und auch von den Arbeitsmarktdaten am Frei-tag sollte man keine positive Überraschung erwarten.
Viele Marktteilnehmer werden sich zunächst noch zu-rückhalten, bis die Berichtssaison für das abgelau-fene 2. Quartal die zu erwartenden Impulse liefern wird. Am Geld- und Rentenmarkt wird sicherlich der Mittwoch zum entscheidenden Tag in dieser Woche: Dann wird ein Jahrestender der EZB über 442 Milliarden Euro fällig. Diese Summe hatte die EZB im vergangenen Juni zum Festzins von 1 Prozent ausgereicht. Dieser Fälligkeitstermin sorgt schon seit Tagen für Unruhe am Geldmarkt. Alles in Allem sehen wir also einer relativ ruhigen, weil impulsarmen Woche für die Aktien- und Kapitalmärkte entgegen.
Carsten van de Loo ist Mitarbeiter der Abteilung Privatkunden - Vermögens- beratung der PSD Bank Westfalen-Lippe eG. Er ist Fachmann in allen Fragen zur Vermögensverwaltung und berät zu Anlageoptionen, Altersvorsorge und Generationenmanagement unter Berücksichtigung steuerlicher Gesichtspunkte.