
Rückblick Aktienmarkt:
Selbstverständlich war auch die vergangene Handelswoche von dem Thema Griechenland und dem dadurch unter Druck geratenen Euro geprägt. Auch der DAX hat eine unruhige Woche hinter sich, welche auch am vergangenen Freitag nur eine Richtung kannte: nach unten. Der Dax schloss dann aber immerhin noch mit einem akzeptablen Minus von nur 0,15 Prozent und schloss die Woche bei 6.135 Punkten. Auch der Dow Jones schaffte es nach hartem Kampf knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 11.000 Punkten zu schließen. An den asiatischen Börsen war am Freitag wegen eines Feiertages kein Handel, so dass aus dieser Richtung keinerlei Impulse kamen. Natürlich ist ein relativ schwacher Euro auch immer von zwei Seiten zu betrachten, denn sicherlich ist es für eine Exportnation wie Deutschland von Vorteil, wenn die Güter für die Importnationen günstiger werden.
Ausblick Aktienmarkt:
Der deutsche Aktienmarkt wird nach einer schwachen Entwicklung im späten Geschäft an der Wall Street zunächst mit Abschlägen erwartet. Neue Impulse werden am Nachmittag eine Reihe von wichtigen US-Konjunkturdaten bringen. Unter dem Strich dürfte in der bevorstehenden Handelswoche an den Aktienmärkten aber der Optimismus überwiegen. Dennoch stehen Börsianern weiterhin turbulente Tage bevor. Während Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung und gute Quartalszahlen stützen sollten, belasten die Betrugsvorwürfen gegen Goldman Sachs und den Schuldenproblemen in der Euro-Zone auf der anderen Seite. Die Bundesregierung will heute die deutschen Hilfen für das Land auf den Weg bringen. Höhepunkt wird aber der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag sein. Dort wird damit gerechnet, dass im April mit 200.000 neuen Jobs den zweiten Monat in Folge Stellen geschaffen wurden.
Im DAX läuft die Berichtssaison weiterhin auf Hochtouren. So präsentieren allein am Dienstag Adidas, Linde, Fresenius und Fresenius Medical Care ihre Bilanz. In den Blickpunkt rücken heute zudem die Papiere der Deutschen Telekom. Der Bonner Konzern lädt zur Hauptversammlung. Zudem bereitet Telekom-Chef René Obermann sein Unternehmen auf wirtschaftlich schwere Zeiten vor: „Ich befürchte, dass die hohe Staatsverschuldung in einer Reihe von Ländern nicht ohne Folgen bleiben wird“, sagte der Konzernlenker der „Welt am Sonntag“. Es sei daher auch noch einmal mit Rückschlägen für die Konjunktur zu rechnen. Bei RWE gibt es offenbar Pläne, die Laufzeit seines ältesten Atommeilers Biblis A in Hessen aufzustocken. Nach Angaben des „Spiegel“ liefen derzeit Verhandlungen mit E.ON über eine Übertragung noch offener Restlaufzeiten aus dem 2003 vorzeitig stillgelegten Atomkraftwerks in Stade.
Carsten van de Loo ist Mitarbeiter der Abteilung Privatkunden - Vermögens- beratung der PSD Bank Westfalen-Lippe eG. Er ist Fachmann in allen Fragen zur Vermögensverwaltung und berät zu Anlageoptionen, Altersvorsorge und Generationenmanagement unter Berücksichtigung steuerlicher Gesichtspunkte.