June 19, 2013

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Gesamtmarkt bleibt in Seitwärtsbewegung

Die Börse in der 31. und 32. Kalenderwoche

Stadtlohn - Wöchentlich im Wechsel beobachten Experten der National-Bank, der VR Bank Westmünsterland, der PSD Bank sowie der Sparkasse Westmünsterland die Börse für die Wirtschaft-aktuell-online-Leser. Diesmal nimmt Steffen Manske, Experte für Aktienanalyse bei der National-Bank, das Börsengeschehen unter die Lupe.

Aktienmarkt - Rückblick:
Während der vergangenen vier Wochen war das Augenmerk an den internationalen Aktienmärkten weniger auf die sogenannte „europäische Staatsschuldenkrise“, sondern verstärkt auf die Berichtsaison der Unternehmen zum Halbjahr 2010 gerichtet. Dank überwiegend guter Ergebnisse und einem teilweise optimistischeren Ausblick für das Gesamtjahr 2010 konnten die G3 Aktienindices (USA, Europa, Japan) insgesamt Kurssteigerungen erzielen. Aufgrund der Widererstarkung des Euro gegenüber dem US Dollar und dem japanischem Yen verblieb für den in Euro rechnenden Anleger bei Anlagen außerhalb des Euro-Raums jedoch kaum ein Gewinn. Während die Schwankungsfreudigkeit (Volatilität) der Aktienkursentwicklung weiter auf niedrigem Niveau verharrt, erachten wir die Aktienmärkte insgesamt dennoch in einer von Unsicherheit geprägten Seitwärtsentwicklung.

Aktienmarkt - Ausblick:
Mit den überwiegend positiven Unternehmensberichten zum ersten Halbjahr 2010 trat die „europäische Schuldenkrise“ ein wenig in den Hintergrund. Dennoch sind insgesamt nur geringfügig veränderte Konjunkturaussichten für die G3 zu konstatieren. So wird den Volkswirtschaften der Euro Zone und Japan im laufenden Jahr wieder eine leichte Wachstumsbeschleunigung zugetraut. Demgegenüber hat sich der Konsens der Wachstumserwartungen für die USA im vergangenen Monat leicht reduziert. Nachdem zur Bekämpfung der Finanzmarktkrise und ihrer Auswirkungen staatliche Rettungsmaßnahmen und Konjunkturprogramme eingeleitet werden mussten, war eine teils drastische Erhöhung der Staatsverschuldung die Folge. Mittlerweile haben viele Staaten ihre Bemühungen auf die Einschränkung der Schuldenzunahme fokussiert, was mittel- und langfristig wirksame Folgen haben dürfte. Höchstwahrscheinlich werden diese Bemühungen der Staaten während der kommenden Jahre die Auflage neuer umfangreicher Programme zur Konjunkturstützung bremsen. Der private Konsum dürfte mittelfristig ebenfalls kaum als wesentlicher konjunktureller Impulsgeber fungieren. Und angesichts des nach wie vor schwierigen Finanzierungsumfeldes ist nicht von einer raschen Zunahme der Investitionsneigung der Unternehmen auszugehen. So bleiben wir bei der Meinung, dass das sogenannte „global de-leveraging“ (verstärkte Schuldenrückführung und Ersparnisaufbau) der jüngsten Vergangenheit vor dem beschriebenen Hintergrund fortgesetzt wird. Mindestens für die G3 Wirtschaftsräume halten wir daher nur einen vergleichsweise „blutarmen Aufschwung“ für wahrscheinlich.

Die Geld und Kreditpolitik der internationalen Notenbanken dürfte in naher Zukunft weiter expansiv bleiben. So habt der Offenmarktausschuss der US-amerikanischen Zentralbank den Leitzins (Federal Funds Target Rate) in einer Spanne von 0 bis 0,25 Prozent jährlich belassen. Zudem sollen die bei Fälligkeit angekaufter Wertpapiere frei werdenden Mittel wieder reinvestiert werden, wobei reine Staatsanleihen im Fokus stehen. Damit nimmt die FED von dem ursprünglichen Plan, die bisherige Unterstützung zurückzufahren, Abstand. Mit unverändert niedrigen Leitzinsen verfolgen auch die japanischen Währungshüter und die Europäische Zentralbank (EZB) ihre faktische Nullzinspolitik.

Fazit: Bei mittelfristig unveränderten Kurszielen (S&P500 Index: ca. 920/ 1.250 Punkte, EURO STOXX 50 Index: ca. 2.400/ 3.300 Punkte, DAX Index: ca. 4.750/ 6.500 Punkte) sehen wir den Gesamtmarkt unverändert in einer Seitwärtsbewegung.

Der aktuelle Blick auf die Kurse

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Dienstag, 13. Juli 2010
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