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Keine neuen Tiefststände

Die Börse in der 48. und 49. Kalenderwoche

Stadtlohn - Wöchentlich im Wechsel beobachten Experten der National-Bank, der VR Bank Westmünsterland, der PSD Bank sowie der Sparkasse Westmünsterland die Börse für die Wirtschaft-aktuell-online-Leser. Diesmal nimmt Ekkehard Link, Leiter der Abteilung Handel der National-Bank, das Börsengeschehen unter die Lupe.

Aktienmarkt - Rückblick:
Während der vergangenen Woche fand eine schnelle Erholung der meisten Aktienindices statt, was vermutlich als Reaktion auf die vorangegangenen heftigen Kurseinbrüche seit Mitte November zu sehen ist. Die neuerliche, nur mit Mühe abgewendete Existenz bedrohende Entwicklung bei der US‑amerikanischen Großbank Citigroup und die schweren wirtschaftlichen Nöte der US‑Automobilunternehmen zeigen deutlich, dass die globale Finanzmarktkrise samt ihren Auswirkungen auf die Realwirtschaft noch keineswegs ausgestanden ist.

Aktienmarkt - Ausblick:
Im Zuge der jüngsten Entwicklung vermochten wir einige Entspannungszeichen an den Aktienmärkten zu erkennen. Vermutlich deuten diese jedoch nur eine Pause innerhalb des weiterhin intakten mittelfristigen Abwärtstrends an. Zum einen verzeichnen die Volatilitätsindices, die die Schwankungsfreudigkeit der Aktienmärkte messen und als Risikoindikatoren gelten, einen deutlichen Rückgang von ihren Topständen zum Ende der zweiten Novemberdekade. Diese Risikoindikatoren liegen jedoch noch immer oberhalb ihres Niveaus von Anfang November. Der ebenfalls als Risikoindikator geltende iTRAXX-Index, der die Risikoaufschläge auf die Renditen europäischer Unternehmensanleihen mit zweitklassiger Bonität misst, bildete sich ebenfalls seit Mitte November geringfügig zurück. Nur kurz zuvor hatte er noch einen mehrjährigen Höchststand erreicht.  Im Gegensatz zu diesen moderaten Stabilisierungssignalen werden die volkswirtschaftlichen Wachstumsschätzungen für das kommende Jahr in atemberaubendem Tempo zurückgenommen. Parallel dazu kommt es zu deutlichen Revisionen der bislang publizierten Schätzungen der Unternehmensgewinne im G3‑Wirtschaftsraum (USA, Japan, Europa). Diese Entwicklungen erhöhen die optisch niedrige analytische Bewertung zahlreicher Dividendentitel und sorgen dafür, dass diese wohl weniger „billig“ sind, als es der Blick auf die Zahlen nahe legt. Als einzig wirklich entlastenden Faktor im globalen wirtschaftlichen Geschehen betrachten wir die rückläufige Preisentwicklung und dabei vor allem den Kollaps der internationalen Rohstoffpreise seit Jahresmitte. Neben der immer expansiveren Geld- und Währungspolitik der bedeutsamen Notenbanken dürfte sich diese Entwicklung als Schlüsselfaktor erweisen, die darüber entscheidet, wie schnell und nachhaltig die globale Wirtschafts- und Wachstumsschwäche überwunden werden kann.
Wir vermuten, dass die internationalen Aktienindices bis zum Jahresende keine neuen Tiefststände ausbilden dürften. Mit der Berichterstattung der Unternehmen zum vierten Quartal 2008 (beginnend ab Mitte Januar 2009) dürfte das Bewusstsein zurückkehren, dass der Druck auf die Unternehmensgewinne anhält und nach den Branchen Finanzdienstleistern, Automobilen und Chemie weitere Sektoren der Volkswirtschaft erfasst. Zudem ist es aus heutiger Sicht wahrscheinlich, dass die erneute Belebung der Weltkonjunktur Zeit erfordern wird. Eine wichtige Voraussetzung dafür dürfte wiederum ein mindestens absehbares Ende des US‑amerikanischen Immobilienpreisverfalls sein. Die jüngsten diesbezüglichen Daten zeigen dagegen eine nochmals beschleunigte Verbilligung US‑amerikanischer Häuser und Liegenschaften an. Die laufende Erholung der Aktienindices sollte für einen weiteren Abbau von Aktienpositionen genutzt werden. Der Rückfall der Indices bis mindestens in die Nähe ihrer bisherigen Jahrestiefstände bleibt wahrscheinlich.

Ekkehard D. Link, CFA
Ltr. Portfolio Management
National-Bank AG


Der aktuelle Blick auf die Kurse

Ekkehard Link, Leiter Abteilung Handel, National-Bank.

Der Börsenfachmann

"Mr. Dax" Ekkehard Link, Jahrgang 1962, absolvierte zunächst eine Banklehre bei der Bankgesellschaft Berlin sowie ein BWL-Studium an der Technischen Universität. Danach folgte eine dreijährige Ausbildung zum Finanzanalysten (CFA-Programm). Sieben Jahre lang war er Leiter der Abteilung Kapitalmärkte Research der National-Bank aus Essen, heute ist er Leiter Portfolio Management.

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Montag, 1. Dezember 2008
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