Wed Nov 22 21:20:07 CET 2017

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Osnabrück – Können rumänische Fachkräfte Abhilfe gegen den Fachkräftemangel in der deutschen Pflege schaffen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Infoveranstaltung, zu der das Fachkräftebüro des Landkreises Osnabrück und das GewiNet Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft Vertreter von Pflegeeinrichtungen und Kliniken aus dem Osnabrücker Land in den Räumlichkeiten der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. e.V. eigelanden hatte.

Wie kann es gelingen, Fachkräfte aus Rumänien für deutsche Pflegeeinrichtungen zu rekrutieren? Darüber informierte jetzt Mediko Hire-Geschäftsführer Peter Hirata (Zweiter von rechts), hier mit (von links) Magdalena Knappik und Rosmarie Stingl vom GewiNet Kompetenzzentrums Gesundheitswirtschaft, Radu Ogrezeanu-Ghica von Mediko Hire und Sandra Schürmann, Fachkräftebüro des Landkreises Osnabrück.
Foto: WIGOS /Elvira Parton

Als Experten für das Thema hatten die Veranstalter Peter Hirata, Geschaftsführer der Firma Mediko Hire aus Winsen  an der Aller eingeladen. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, ausgebildete rumänische Pflegekräfte zu rekrutieren und auf die Anforderungen deutscher Krankenhäuser, Senioreneinrichtungen und Pflegedienste vorzubereiten. „Das machen wir mit unserem Aquin-Programm“, erklärte Hirata vor den knapp 20 Teilnehmern der Veranstaltung. „Aquin“ stehe dabei für Auswahl, Qualifikation und Integration. In acht bis zehn Monaten coache Mediko Hire die rumänischen Pflegekräfte kulturell, sprachlich und so weit wie möglich auch fachlich.
 
Kommt ein Vermittlungsvertrag zustande, beginnen für die jeweilige deutsche Pflegeeinrichtung Mitwirkungspflichten, erläuterte Hirata. Dazu gehöre die Einarbeitung des neuen Kollegen etwa in der Grundpflege. Ebenso ist im ersten Vierteljahr für eine Unterkunft der rumänischen Fachkraft zu sorgen. Und auch das ist eine Vertragsbedingung, mit der Mediko Hire die Ernsthaftigkeit der interessierten Pflegeeinrichtung prüft: Die neuen Kräfte müssen unbefristete Vollzeitstellen nicht unter 2.300 Euro brutto erhalten.

Anlässlich diverser Nachfragen ging Hirata noch tiefer ins Detail: Auf die Frage, ob die rumänischen Fachkräfte das Dokumentationswesen beherrschen, antwortete er: „Das ist Ihre Aufgabe, sie darin einzuarbeiten.“ Moralische Bedenken äußerten Teilnehmer wegen des „Brain-Drains“, also des Ausverkaufs von Fachkompetenz, den die Abwerbung in Rumänien verstärken kann. „Zum einen lässt die EU die Möglichkeit zu, in Europa zu arbeiten. Zum anderen helfen wir Menschen, die den berechtigten Wunsch haben, ihre Lebenssituation zu verbessern“, hielt Hirata dem entgegen. Im Bewerbungsverfahren werde die Motivation jedes Einzelnen genau geprüft. „Wir achten darauf, dass aus wirtschaftlichen Gründen nicht Familienstrukturen zerstört werden,“ versicherte der Geschäftsführer.

Kritische Äußerungen gab es von einigen Teilnehmern auch mit Blick auf die Höhe der Vermittlungsgebühr, die Mediko Hire erhebt. Andere hielten dem jedoch entgegen, dass das Unternehmen sehr langfristige Integrationsquoten von etwa 90 Prozent erziele. Zudem verwiesen Sie auf die Arbeit, die Mediko Hire bei der statusrechtliche Anerkennung der rumänischen Fachkräfte in Deutschland leiste.

Einrichtungen, die Interesse an einer Vermittlung haben, können sich an das Fachkräftebüro des Landkreises Osnabrück wenden. „Auch alle Teilnehmer erhalten die Vertragsbedingungen sowie weiteres Infomaterial und können sich bei Bedarf mit der gewünschten Anzahl der zu rekrutierenden Fachkräfte zurückmelden“, erklärte Sandra Schürmann, aus dem Fachkräftebüro. Ziel sei es, eine Mindestteilnehmerzahl von zwei Fachkräften pro Einrichtung und mindestens zehn Personen für das Projekt zu erreichen. Der Landkreis Osnabrück und GewiNet werden dabei weiterhin die koordinierende Rolle übernehmen. Zusätzliche Informationen sind erhältlich bei Sandra Schürmann,  Telefon (0541) 501 4806 oder per E-Mail unter sandra.schuermann@Lkos.de

Mittwoch, 22. Februar 2017
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