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„Talent trifft Ausbildung“ mit 400 Schülern

Hasbergen – In der Schule Am Roten Berg in Hasbergen herrscht geschäftiges Treiben: Über 400 Achtklässler aus der Hüggelgemeinde, aus Hagen und Georgsmarienhütte drängen sich an den Ständen von 30 regionalen Unternehmen. Es geht um Ausbildungsberufe und Praktika, es wird praxisnah gearbeitet, aber der Arbeitsalltag wird auch anschaulich von Auszubildenden erklärt. Die Veranstaltung „Talent trifft Ausbildung“ ist in vollem Gange.

Die Organisatoren und Partner des Berufsorientierungsmarktes „Talent trifft Ausbildung“ (von links): Magdalena Antonczyk (MaßArbeit), Mark Reinhardt (Sophie-Scholl-Schule), Simon Borgers (Oberschule Hagen), Jenny Menk-haus (Gemeinde Hagen), Anke Husmann-Niemann (Schule Am Roten Berg), Ansgar Pohlmann (Stadt Georgsmarienhütte), Nadine Nuxoll (Maß-Arbeit), Mareike Mons (Gemeinde Hasbergen), Kerstin Hüls (MaßArbeit), Peter Gausmann (Gemeinde Hagen), Jörg Schoppe (Comeniusschule), Holger Elixmann (Gemeinde Hasbergen), Thorsten Peters und Thomas Weißenburg (beide Schule Am Roten Berg) sowie Thomas Nachtwey (BO Fachberater Landesschulbehörde).
Foto: MaßArbeit / Marina Mindrup

„Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, betont Magdalena Antonczyk von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit: „Die meisten Jugendlichen setzen sich wirklich intensiv mit verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten auseinander und viele Firmen haben bereits Bewerber für Praktika gefunden.“

Veranstaltet wird „Talent trifft Ausbildung“ von der MaßArbeit in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hasbergen und der Schule Am Roten Berg. Das Unternehmen Otten – Gärtner von Eden ist zum ersten Mal dabei und Vanessa Otten ist zufrieden. Sie hat für den Berufsorientierungsparcours, auf dem die Jugendlichen sechs Arbeitsproben ablegen müssen, eine kreative Aufgabe mitgebracht: Die Schüler legen zunächst auf einem Sandquadrat eine Mähkante und bauen eine kleine Trockenmauer. Dann können sie mit verschiedenen Pflanzen und Materialien den entstandenen Minigarten selbst gestalten. Die Begeisterung ist groß und die Firmenchefin freut sich: „Ich habe schon die ersten Kontaktdaten eines Schülers in der Tasche, der gern bei uns ein Praktikum machen möchte“, erzählt sie. Und die nächsten Aspiranten stehen schon bereit.

Auch Tessina Pinke ist zufrieden: Eine Reihe von jungen Mädchen drängen sich am Stand der Pflegeeinrichtung Haus am Berg. Sie interessieren sich für die präsentierten Ausbildungen zur Altenpflegerin oder Sozialassistentin, aber auch für die Kauffrau im Gesundheitswesen. Gespannt warten sie an der Aufstehhilfe für beeinträchtigte Menschen darauf, selbst tätig zu werden: „Dass etwa der Beruf der Altenpflegerin auch eine technische Seite hat oder dass heute sehr viele Arbeitshilfen EDV-gestützt arbeiten, überrascht viele Jugendliche“, erklärt Pinke, die die Ausbildungen im Haus am Berg organisiert.

Stefanie Tröbs dagegen beobachtet an ihrem Stand auch einige Jugendliche, die ein bisschen im Schulausflugsmodus daher kommen: „Die nehmen das oft noch nicht so ernst, das Thema Berufsorientierung hat nicht immer Priorität“, so der Eindruck der Chefin des Unternehmens Elektro Tröbs aus Hasbergen. Diese Erfahrung hat auch ihr Auszubildender Maik Sierp gemacht. „Doch es gibt auch die motivierten Jugendlichen, die sich gut vorbereitet haben. Die fragen sehr zielgerichtet und nehmen sicher viel von der Veranstaltung mit.“ Das gilt zum Beispiel für Jocelyne Prinz, Schülerin der Schule Am Roten Berg. „Ich habe mir meine Arbeitsproben im Vorfeld natürlich nach Interesse zusammen gestellt, aber ich schaue mir auch Bereiche an, von denen ich bisher kaum etwas weiß“, skizziert die 14-Jährige. Und lässt sich, angeleitet von Maik Sierp, auf die Welt der Schalt- und Stromkreise ein.

Der Azubi im dritten Lehrjahr hat auch noch eine gute Idee für die Chefin parat, um beim nächsten Berufsorientierungsmarkt „Talent trifft Ausbildung“ auch die nicht so motivierten Jugendlichen anzusprechen: „Wir lassen sie einen kleinen Schaltkreis etwa bei einer Taschenlampe bauen, die sie mit nach Hause nehmen können. Dann erinnern sie sich auch später noch an unser Unternehmen.“

Um 14 Uhr starten dann Neunt- und Zehntklässler in das Speeddating mit den Unternehmen: „Es wurden 45 Gespräche geführt, bei denen es um konkrete Ausbildungsplätze ging,“ berichtet Magdalena Antonczyk. Verschiedene Unternehmen vereinbaren mit den Jugendlichen Probearbeitstage und vertiefende Praktika. „Für einige Schüler geht es nach den Gesprächen direkt in eine weitere Runde in der Vorauswahl der Auszubildenden: Eine große Chance auf einen Ausbildungsplatz“, so die Organisatorin von der MaßArbeit. Ab 18 Uhr heißt es dann Bühne frei für die Eltern. Auch hier können einige Unternehmen gute Kontakte knüpfen. Doch viele Firmen hätten sich eine stärkere Beteiligung gewünscht: „Wir bieten tolle Ausbildungsmöglichkeiten an und würden auch gerne die Eltern des potenziellen Nachwuchses darüber informieren“, fasst Jennifer Kleinosten-darp, AGW Elektro Große-Wördemann in Georgsmarienhütte, den Eindruck der Unternehmen zusammen.

Donnerstag, 12. Oktober 2017
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