September 17, 2019

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„Die Dinge greifen perfekt ineinander“

Vreden - „Die sehr gute wirtschaftliche Entwicklung im Kreis Borken hat auch 2018 angehalten. Unsere Unternehmen sind gut aufgestellt. Dazu beigetragen hat auch im vergangenen Jahr die WFG für den Kreis Borken, die den Firmen in zahlreichen Beratungen und Gesprächen das nötige Rüstzeug an die Hand gegeben hat.“ Das betonte Borkens Landrat Dr. Kai Zwicker aktuell bei der Jahres-Pressekonferenz der WFG in den Räumen der Haake Technik in Vreden.

Stellen sich nach der Pressekonferenz den Fotografen (von links): Dr. Christoph Holtwich (Bürgermeister Stadt Vreden), Gaby Wenning (WFG), Dr. Heiner Kleinschneider (Geschäftsführer WFG), André und Oliver Haake (beide Geschäftsführer Haake Technik), Landrat Dr. Kai Zwicker und Ingo Trawinski (WFG)
Foto: Terhörst

Ein Schwerpunkt lag für die WFG im vergangenen Jahr unter anderem auf dem Breitbandausbau. 13 Kommunen im Kreis Borken haben Fördermittel für den Glasfaserausbau in den Außenbereichen erhalten. Ein Selbstläufer sei die Entwicklung aber dennoch nicht, wie Zwicker betonte. „Der Teufel steckt im Detail. Unsere Kommunen müssen hier echte Pionierarbeit leisten und einen enormen Aufwand betreiben, um die bürokratischen Anforderungen, die damit einhergehen, zu bewältigen. Das ist leider symptomatisch für den Breitband- und den Mobilfunkausbau in Deutschland“, kritisierte Zwicker. Auch bei der jüngsten Vergabe der 5G Mobilfunklizenzen stellte der Landrat der Bundespolitik kein gutes Zeugnis aus. „Statt einfach nur den höchsten Erlös einzuheimsen, hätte man die Vergabe besser an die Auflage knüpfen sollen, die Technologie auch wirklich bundesweit auszurollen“, bemängelte der WFG-Aufsichtsratschef, der so noch kein baldiges Ende für die Funklöcher im ländlichen Raum sieht.

Ein neues Themenfeld ist für die WFG seit dem vergangenen Jahr die Digitalisierung. Ziel ist es, insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen beim digitalen Wandel zu helfen. Ein wesentlicher Baustein ist dabei das „Netzwerk.Digitale.Produktion“, das die Wirtschaftsförderung in Kooperation mit der Westfälischen Hochschule umsetzt und für das 395.000 Euro bereitstehen.

Eine Aufgabe, die traditionell zu den Schwerpunkten der WFG zählt, ist die Gründungsberatung. 271 persönliche Beratungsgespräche und 28 Veranstaltungen zum Thema hat das Team um Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider begleitet. „In der Summe ist die Zahl der Gründungen auch bei uns rückläufig. Gründungen aus der Not gibt es kaum noch, weil die Arbeitgeber gut aufgestellt sind und viel für ihre Mitarbeiter tun. Auf der anderen Seite sind diejenigen, die den Schritt dennoch wagen, in der Regel gut vorbereitet und erfolgreich“, bilanzierte Kleinschneider, der in diesem Zusammenhang auf eine neue Förderung verwies: das Gründerstipendium. Acht Unternehmen im Kreis haben das Stipendium seit der Einführung im Herbst bereits genutzt und sich so für ein Jahr eine monatliche Stipendiensumme von 1.000 Euro pro Monat gesichert.

Mit dem Ziel, die Innovationskultur im Kreis Borken weiter zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu steigern, hat die WFG im vergangenen Jahr 93 Unternehmen beraten. Im Fokus standen dabei eigene Projekte der Unternehmen, Kooperationen mit anderen Unternehmen und Hochschulen (Technologietransfer), aber auch die Unterstützung bei Wettbewerben.

Auch 2018 hat die WFG dem Fachkräftemangel den Kampf angesagt. „Wie schon in den Jahren zuvor haben wir uns dem Thema von zwei Seiten angenähert. Einerseits über das bei uns angesiedelte zdi-Zentrum, das insbesondere die Fachkräfte von morgen ins Visier nimmt, und über diverse andere Projekte und Angebote, die den Unternehmen bei der Fachkräftesicherung helfen“, betonte der WFG-Geschäftsführer.  Auch viele Anfragen im Rahmen der Betriebsberatung der WFG drehten sich um das Thema, wie WFG-Prokurist und Projektleiter Ingo Trawinski betonte. „Einerseits müssen die Unternehmen ihre Prozesse optimieren, um vorhandene Fachkräftelücken zu schließen. Andererseits müssen sie sich attraktiv aufstellen, um bei Fachkräften punkten zu können – für beide Anforderungen bieten wir tatkräftige Unterstützung“, so Trawinski, der aber auch auf diverse andere gefragte Beratungsfelder wie Energie oder die Unternehmensnachfolge hinwies. 

Um die WFG und ihre Angebote effektiv bei ihren Zielgruppen in den Fokus zu rücken, wurden auch 2018 wieder diverse Kanäle bespielt. „Neben der Herausgabe der Wirtschaft aktuell haben wir 90 Pressemitteilungen und Einladungen versendet, unsere Homepage neu aufgesetzt und in Zusammenarbeit mit dem Radiosender WMW die Serie ,Made in Westmünsterland‘ in die nächste Runde geschickt“, erläuterte Marketingleiterin Gaby Wenning. 

Großes Lob für die Arbeit der WFG fand Vredens Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch: „Die enge Zusammenarbeit mit der WFG rundet unser kommunales Angebot in der Wirtschaftsförderung perfekt ab. Hier greifen die Dinge wirklich perfekt ineinander“, so der Sprecher der Bürgermeister im Kreis Borken.

Info:
Traditionell veranstaltet die WFG ihre Jahres-Pressegespräche bei einem Unternehmen im Kreis. In diesem Jahr war die Haake Technik GmbH Gastgeberin. Das Familienunternehmen entwickelt seit 1987 Sicherheitslösungen für den Arbeitsschutz. „Als Nischenanbieter in der Nische“, so die Einordnung von Geschäftsführer Oliver Haake, sei das Unternehmen mit seinen Produkten weltweit vertreten. Flughäfen, Raffinerien und zahlreiche produzierenden Unternehmen unter anderem im Automotive-Bereich nutzen die Schaltleisten, Schaltmatten-, Bumper- und Schlüsselsysteme aus Vreden.

Von Michael Terhörst Freitag, 5. Juli 2019
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