December 2, 2020

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Volksbank Münsterland Nord: Es geht los

Münster - Der Zusammenschluss der Volksbank Greven, der Vereinigten Volksbank Münster und der VR-Bank Kreis Steinfurt zur Volksbank Münsterland Nord nimmt weiter Form an: Die technische Fusion mit der Umstellung der Kontodaten wurde vor wenigen Tagen gestartet. In den kommenden Wochen folgt mit dem Umzug der Mitarbeiter an ihre neuen Arbeitsplätze auch die räumliche Verschmelzung. Über die Fortschritte der Fusion und die Ausrichtung der neuen Bank informierten Vorstand Thomas Jakoby und Dietmar Dertwinkel, Regionaldirektor Süd, in einem Pressegespräch am Hauptsitz in Münster.

Informierten über den Start der Volksbank Münsterland Nord: Thomas Jakoby (Vorstand) und Dietmar Dertwinkel (Regionaldirektor Süd)
Foto: Wittenberg

Rund 800 Umzüge stehen in den verschiedenen Niederlassungen der Volksbank Münsterland Nord in den kommenden Wochen an. Zum Beispiel in der Personalabteilung: Mitarbeiter in Rheine und Telgte ziehen in die zentrale Personalabteilung am Standort in Greven um. „Wir wollen einige Teams verdichten, dadurch effizienter arbeiten und Kosten sparen“, erklärte Jakoby. Dass sich dadurch bei dem einen oder anderen Mitarbeiter der Anfahrtsweg verlängert, sei kein Problem, wie der Vorstand betonte: „Durch die Corona-Pandemie haben wir in den vergangenen Monaten alternative Arbeitsplatzmodelle wie mobiles Arbeiten oder Homeoffice getestet – und das hat hervorragend funktioniert, sodass wir unseren Mitarbeitern diese Möglichkeiten auch weiterhin anbieten. Dadurch können sie ihre Präsenztage in der Bank vor Ort individuell steuern und sich Anfahrtswege ersparen“, erläuterte Jakoby. Langfristig sollen 15 Prozent der Arbeitsplätze der fusionierten Bank – das sind circa 170 Arbeitsstellen – sozialverträglich abgebaut werden. „Wir nutzen dafür die demografische Entwicklung, indem wir Stellen von Mitarbeitern, die in Rente gehen, nicht unbedingt neu besetzen. Trotzdem investieren wir weiterhin in unser Team, um die insgesamt hohe Altersstruktur, die die Bank aufweist, zu verjüngen. Daher haben wir in diesem Jahr 30 neue Auszubildende eingestellt“, ergänzt Jakoby. In der Summe beschäftigt die Bank nach dem Zusammenschluss rund 1.100 Mitarbeiter.

„Die Fusion ist erst der Anfang eines Versprechens, das wir im Sinne der genossenschaftlichen Idee gegeben haben: Gemeinsam schaffen wir das, was einer allein nicht schafft. Betriebswirtschaftlich und strukturell können wir uns durch den Zusammenschluss stärken und somit nicht nur Arbeitsplätze sichern, sondern auch unsere Wettbewerbsfähigkeit angesichts sich verschärfender Bankenregularien stärken“, betonte Jakoby. Mit rund 140.000 Mitgliedern, 280.000 Kunden und einer Bilanzsumme von rund 6,7 Milliarden Euro ist die Volksbank Münsterland Nord künftig nach der Dortmunder Volksbank die zweitgrößte Genossenschaftsbank in Nordrhein-Westfalen. „Trotz der Größe wollen wir eine Bank der Region bleiben“, stellte Jakoby klar. In der Praxis hat sieht das so aus: Das Einzugsgebiet der Volksbank Münsterland Nord ist in drei gleich große Regionen aufgeteilt: Nord, Mitte, Süd. Die Federführung in den Gebieten liegt jeweils bei einem Regionaldirektor. „Innerhalb dieser Regionen gibt es zusätzlich zu den Filialen jeweils drei Regionalzentren, in denen wir sämtliche Bankdienstleistungen anbieten. Damit wollen wir sicherstellen, dass wir weiterhin nah am Kunden agieren. Schließlich wollen wir durch die Fusion und mit der dezentralen Struktur Vorteile für unsere Kunden schaffen und nicht uns selbst verwalten“, betonte Dertwinkel.

Darüber hinaus hat die Bank während der Fusion bereits drei Projekte auf den Weg gebracht: die Werte-Stiftung-Münsterland, die Werte-Bank-Münsterland und den Werte-Fonds Münsterland Nachhaltig. Über die Stiftung will die Volksbank Münsterland Nord künftig Projekte in der Region fördern. „Über die Verteilung der Fördergelder wollen wir allerdings nicht allein bestimmen. Daher haben wir den Stiftungsbeirat mit regionalen Vertretern besetzt“, erläuterte Dertwinkel. Mit der Werte-Bank Münsterland mit Sitz am Aasee in Münster ist Anfang 2020 außerdem eine neue Vermögensverwaltung entstanden, in der das dazugehörige Team unter anderem zur Finanz- und Nachfolgeplanung sowie zum Immobilienmanagement berät. Der Werte-Fonds Münsterland Nachhaltig soll in den kommenden Wochen starten. „Darunter verstehen wir keinen gewinnmaximierenden Fonds, sondern eine langfristige Anlagemöglichkeit. Für den Fonds kommen ausschließlich Unternehmen infrage, die bestimmte, nachhaltige Kriterien erfüllen“, betonte Dertwinkel.

Von Anja Wittenberg Donnerstag, 17. September 2020
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