Kreissparkasse Steinfurt zieht erste Bilanz

Ibbenbüren – Pünktlich zum Jahresende zieht die Kreissparkasse Steinfurt mit Hauptsitz in Ibbenbüren ein Fazit für 2017. Demnach ist die wirtschaftliche Entwicklung in den vergangenen zwölf Monaten im Kreis Steinfurt wie in ganz Deutschland deutlich stärker gewesen, als alle Prognosen das vermuten ließen. „Es gab bundes- aber auch weltweit viele politische Verunsicherungen. Doch die Wirtschaft und die Finanzmärkte sind im Vergleich zu den Vorjahren erheblich robuster geworden. 2017 war ein stabiles Wachstumsjahr. Das haben wir deutlich gespürt“, blickt Rainer Langkamp, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, zurück.

Rainer Langkamp zieht ein positives Fazit für 2017.
Foto (Quelle): Kreissparkasse Steinfurt

Die vorläufigen Bilanzzahlen der Kreissparkasse Steinfurt spiegeln dieses Bild wider: So wird das nach eigenen Angaben größte Kreditinstitut im Kreis Steinfurt bis Jahresende Darlehen für Privat- und Firmenkunden in Höhe von insgesamt 700 Millionen Euro zur Verfügung stellen – ein Plus von 17 Prozent. „Unsere Kunden investieren in ihre Zukunft und damit auch in die Region. So werden Arbeitsplätze gesichert und geschaffen. Das ist gut für den gesamten Wirtschaftskreislauf“, so Langkamp.

Auch das Sparen steht bei den Kunden der Sparkasse nach wie vor hoch im Kurs – trotz der anhaltenden Nullzinspolitik. Die gesamten Ersparnisse beliefen sich bis Ende November auf mehr als 2,7 Milliarden Euro. „Starke Renditeanstiege wird es aber nicht geben. Bis wieder spürbare Zinsen auf dem Sparkonto ankommen, wird es noch Jahre dauern. Wenn Anleger eine positive Rendite erzielen wollen, sollten sie auch in Zukunft Wertpapiere nutzen“, rät Langkamp, der darauf hinweist, dass viele Kunden der Kreissparkasse diesen Tipp bereits umsetzen: Von Januar bis November kauften sie Wertpapiere und Wertpapierfonds in Höhe von 214 Millionen Euro – ein Anstieg um 67 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Bilanzsumme der Kreissparkasse Steinfurt knackte im vergangenen Geschäftsjahr erstmals die Vier-Milliarden-Marke und liegt bei 4,2 Milliarden Euro.

Angesichts steigender Herausforderungen im Markt hat die Kreissparkasse Steinfurt im vergangenen Geschäftsjahr die Weichen für die Zukunft gestellt und ihren „Zukunftsplan 2020“ vorgestellt. Ein neues Standortkonzept, Investitionen in digitale Lösungen und die technische Infrastruktur sowie die Weiterqualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen dabei im Fokus. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie der anhaltenden Nullzinspolitik und der steigenden regulatorischen Anforderungen habe die Kreissparkasse wirtschaftlich eine gute Basis für die Zukunft geschaffen. „Diese Grundlage benötigen wir auch, da die kommenden Jahre für uns und für alle Kreditinstitute sehr herausfordernd werden. Daher sind wir froh, dass dieses Jahr dank des großen Engagements unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so positiv verlaufen ist“, betont Langkamp und er ergänzt: „Die Zahlen zeigen, dass wir trotz aller notwendigen Kosteneinsparungen wachsen. Wir werden bis 2020 in unsere räumliche und digitale Infrastruktur aber auch in die Weiterbildung unserer Mitarbeiter und Mitarbeiter investieren. Damit sind wir in diesen schwierigen Zeiten gut für die Zukunft aufgestellt.“

Freitag, 29. Dezember 2017