Schmitz Cargobull eröffnet neues Werk in der Türkei

Horstmar – Schmitz Cargobull hat einen neuen Produktionsstandort in Adapazari/Türkei eröffnet. In der sogenannten Multi-Production-Plant (MPP) fertigt das Unternehmen mit Hauptsitz in Horstmar sowohl Sattelcurtainsider als auch Sattelkoffer montiert. Eine weitere Montagelinie für Kipperfahrzeuge ist geplant.

Schmitz Cargobull hat ein neues Produktionswerk in der Türkei eröffnet.
Foto: Schmitz Cargobull

Die Produktionskapazität in Adapazari sei flexibel skalierbar. Im ersten Schritt ist sie auf bis zu 3.400 Einheiten ausgelegt. Der neue Produktionsstandort unterstreiche die Bedeutung des türkischen Marktes für Schmitz Cargobull. Trotz erheblicher Volatilität liege der Gesamtmarkt neuer Trailer bei über 20.000 Einheiten pro Jahr, davon ungefähr die Hälfte in von Schmitz Cargobull bedienten Varianten, erklärte das Unternehmen in einer Pressemeldung. Schmitz Cargobull strebt in diesem Bereich in der Türkei einen Marktanteil an, der vergleichbar mit dem europäischen Durchschnitt bei circa 30 Prozent liegt.

Der Fahrzeugbau erfolgt, in dem vorgefertigte Bauteile aus den Werken in Deutschland überführt und am Standort Adapazari montiert werden. Sukzessive werde der Anteil an lokalen Komponenten dann erhöht, sobald die Qualitätsvorschriften erfüllt seien. Die Mitarbeiter aus Adapazari wurden in den vergangenen Monaten in den deutschen Produktionswerken geschult und mit den unterschiedlichen Prozessabläufen vertraut gemacht.

Die neue Schmitz Cargobull Fertigungsstätte ist die jüngste von insgesamt zehn Produktionsstandorten in Europa und China. Das Werk in Adapazari sei ein weiterer Schritt in der Neuausrichtung der Aktivitäten in der Türkei. Bereits im vergangenen Jahr hat Schmitz Cargobull die Importaktivitäten vom langjährigen Partner Enka übernommen und mit „Schmitz Cargobull Treyler Turkey“ eine eigene Tochtergesellschaft mit Direktvertrieb nach europäischem Vorbild etabliert.

Freitag, 10. November 2017