Osnabrück: Arbeitsagentur ehrt Cordes & Graefe

Osnabrück – Die Arbeitsagentur Osnabrück hat die Firma Cordes & Graefe mit dem „Ausbildungszertifikat 2016/2017“ ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die Behörde ab sofort jährlich Unternehmen, die sich besonders um das Thema Ausbildung verdient machen und junge Menschen nachhaltig unterstützen, einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben zu schaffen.

Agenturchefin Christiane Fern (Vierte von rechts) überreichte dem Gesellschafter der Cordes & Graefe, Thomas Buschmann (Vierte von links), das „Ausbildungszertifikat 2016/2017“ der Agentur für Arbeit Osnabrück für besondere Verdienste um das Thema Ausbildung.
Foto: Agentur für Arbeit

Der Preisträger zeige, so die Begründung für die Auszeichnung, insbesondere, wie sehr es sich lohnen kann, auch „schwächeren“ Bewerbern eine Chance zu geben. „Wir ermuntern Betriebe immer wieder, auch Bewerbern eine Chance zu geben, deren Potenzial nicht unbedingt auf den ersten Blick ersichtlich ist“, erklärt Christiane Fern, Chefin der Osnabrücker Arbeitsagentur. Sie ergänzt: „Gerade das hat Cordes & Graefe in der Vergangenheit besonders beherzigt. Um daraus eine Erfolgsgeschichte zu machen, bedarf es natürlich einiges an Herzblut und Engagement. Die guten Ergebnisse und die motivierten Azubis sprechen für sich. Daher ist die Auszeichnung mehr als verdient.“

Cordes & Graefe, ein Fachgroßhandel für Haustechnik, habe es sich zum Ziel gesetzt, allen Bewerbern eine Chance zu geben. Zeugnisse allein seien da nicht aussagekräftig genug: „Man muss den Menschen sehen“, so Ausbildungsleiterin Judith Meyer. Klärung, ob ein Bewerber geeignet sei, bringe dann ein Praktikum. Meyer: „Die jungen Leute sehen dabei selbst, ob diese Arbeit etwas für sie ist oder nicht. Diejenigen, die das für sich bejahen, sind nach dem Praktikum meist besonders motiviert.“ Und darum gehe es bei dem Unternehmen auch. „Das A und O für unsere Azubis sind Motivation, Kreativität, Lust und Leidenschaft“, fasst Thomas Buschmann, Gesellschafter des Unternehmens, zusammen und ergänzt: „Erweisen sich die Auszubildenden während der Ausbildung als geeignet und wollen bei uns bleiben, garantiere ich eine Übernahme zu 100 Prozent.“

Die Offenheit, mit der das Unternehmen Bewerbern gegenübertritt, zeigte es beispielsweise, als es einen Bewerber einstellte, der kein adäquates Zeugnis für eine kaufmännische Ausbildung vorweisen konnte und sich dutzende Male und jahrelang erfolglos um andere Stellen beworben hatte.

Des Weiteren übernahm der Betrieb Azubis eines zuvor insolvent gegangenen Unternehmens und ermöglichte einem jungen Syrer, der an einer Sprachlernklasse teilgenommen hatte, ein Praktikum in Form einer Einstiegsqualifizierung. In diesem Jahr starten bei der Osnabrücker Firma 19 16- bis 23-jährige in ihre Ausbildung, insgesamt sind damit 45 Azubis im Betrieb. „Wir setzen voll auf die eigene Ausbildung. Wir scheuen uns nicht, auch künftig so viele Auszubildende einzustellen wie dieses Jahr. Denn wer weiß, wie sich der Ausbildungsmarkt entwickelt“, unterstreicht Buschmann.

Mittwoch, 23. August 2017