December 2, 2020

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Forschungsprojekt: Meyer & Meyer testet Batteriewechsel beim E-Lkw

Osnabrück/Berlin - Schnell die Batterie wechseln, anstatt sie lange aufzuladen – ob das bei einem Elektro-Lkw funktioniert, testet das Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit der Osnabrücker Mode-Spedition Meyer & Meyer. Die Projektpartner stellten ihr Vorhaben jetzt bei einer Roadshow im Berliner Westhafen vor.

Die Projektpartner von „RouteCharge“
Annette Hornischer / IKT für Elektromobilität

Für das Projekt „RouteCharge“ im Rahmen des Technologieprogramms „IKT für Elektromobilität“ kommt ein Elektro-Lkw von Meyer & Meyer zum Einsatz, der ab Oktober die Strecke Peine-Burg-Berlin und retour befährt. Die Entwickler rechnen bei etwa 500 Streckenkilometern mit einer jährlichen Einsparung von etwa 82 Tonnen CO2. Die Batteriewechselzeit beträgt weniger als 15 Minuten.

Die größten Herausforderungen bei der Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge im Wirtschaftsverkehr bestehen – im Vergleich zum Verbrennungsmotor – in der eingeschränkten Reichweite, in den langen Ladezeiten und in deutlich höheren Kosten bei Fahrzeugen und in der Ladeinfrastruktur.

Mit dem Projekt „RouteCharge“ haben sich die Partner darauf eingestellt: Zunächst musste ein Elektro-Lkw konzipiert und gebaut werden, der sowohl ein AC-, ein DC- als auch ein Laden mit Wechselbatterien ermöglicht. Die Thüringer Lkw-Werkstatt Framo hat diesen Lkw mit allen Spezifikationen als Prototyp gebaut – und den 19-Tonner samt Anhänger bei der Dekra zugelassen. Die zweiteilige Batterie wiegt insgesamt 4.000 Kilogramm, die Reichweite beträgt mehr als 200 Kilometer.

Ebenfalls startbereit sind die drei Batteriewechselstationen an der Route von Peine über Burg nach Berlin, in denen die Batterien schonend aufgeladen werden und – mittels Dispositionssoftware – jeweils rechtzeitig zum Wechsel vollgeladen sind. Die beiden je 2.000 Kilo schweren Batterien werden mit einem Gabelstapler in weniger als 15 Minuten vom Laderegal zum Lkw befördert und angebracht. Die Batteriewechselstationen sind zudem in ein virtuelles Kraftwerk integriert und dienen damit als Energiespeichersystem – können also Strom bereitstellen, um das Stromnetz zu stabilisieren. Betreiber dieses virtuellen Kraftwerks ist der Energieversorger Wemag AG in Schwerin.

Erreicht der Elektro-LKW im Verteilzentrum des Berliner Westhafens sein Ziel, so werden von dort die Kunden beliefert. Der Mittelstrecken-Elektro-Lkw erhält dort frische Batterien und geht sogleich wieder auf die Rückfahrt. Insgesamt sind auf der Strecke Peine – Berlin – Peine drei Batteriewechsel nötig. Zugleich ist so ein 24/7-Betrieb gewährleistet, der für das Speditionsgeschäft dringend erforderlich sei.

Zu den Projektpartnern von RouteCharge gehören neben dem Fashionlogistiker Meyer & Meyer und dem Energieversorger Wemag außerdem das Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik, die TU Berlin mit dem Fachbereich Logistik und das DAI-Labor Berlin. Konsortialführer ist das Meyer & Meyer-Unternehmen MC Management GmbH.

„Mit unserem innovativen Tauschsystem überwinden wir eine der großen Schwächen herkömmlicher E-LKW: Mit dem Akkuwechsel sind Touren von bis zu 500 Kilometern möglich. Die Spedition Meyer & Meyer kann so erstmals mit einem elektrisch betriebenen Fahrzeug mittlere Distanzen in der Filialbelieferung realisieren – und zwar im 24/7-Betrieb rund um die Uhr“, freut sich Bijan Abdolrahimi von MC Management.

Montag, 28. September 2020
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