November 26, 2020

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Berentzen: Umsatzrückgang durch Corona

Haselünne – Berentzen aus Haselünne hat die Zahlen für das erste Quartal 2020 vorgelegt. Demnach erzielte der Getränkehersteller einen leichten Umsatzrückgang von minus 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den ersten drei Monaten des Jahres erwirtschaftete die Unternehmensgruppe einen Umsatz von 36,2 Millionen Euro (Q1 2019: 36,9 Millionen Euro). Als Grund dafür nannte das Unternehmen die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Das Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Konzern-EBIT) lag im ersten Quartal bei 1,1 Millionen Euro (Q1 2019: 1,7 Millionen Euro), das Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Konzern-EBITDA) bei 3,2 Millionen Euro (Q1 2019: 3,7 Millionen Euro).

„Damit lagen wir bei unseren drei wesentlichen Erfolgskennziffern innerhalb der Bandbreiten, die wir im Rahmen unserer Kapitalmarktmeldung Ende März für das erste Quartal 2020 prognostiziert hatten“, erklärt Oliver Schwegmann, Vorstand der Berentzen-Gruppe, und führt weiter aus: „Wie erwartet, spüren wir als Unternehmen die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Wirtschaft und Gesellschaft.“ Es seien gegenwärtig insbesondere drei Faktoren, die belastende Folgen hätten: Zum einen sei das Gastronomiegeschäft mit Spirituosen und alkoholfreien Getränken fast vollständig zum Erliegen gekommen. Zum anderen würden Vermarktungsaktivitäten im Lebensmitteleinzelhandel signifikant reduziert. Drittens verzeichne die Berentzen-Gruppe im Segment Frischsaftsysteme einen deutlichen Rückgang bei den Bestellungen von Fruchtpressen, weil Investitionsgüter derzeit vermieden würden. „Unser Segment Frischsaftsysteme ist unter Absatz- und Umsatzgesichtspunkten bislang am stärksten von den Folgen der Coronavirus-Pandemie betroffen“, so Schwegmann.

Während die Umsatzerlöse konzernweit gegenüber dem Vorjahreszeitraum relativ stabil geblieben seien, sei der Rohertrag aufgrund eines weniger vorteilhaften Segmentmixes deutlich zurückgegangen. Schwegmann: „Wir haben zwar bereits frühzeitig begonnen, unternehmerische Maßnahmen gegen die negativen Effekte der aktuellen Pandemie einzuleiten, diese werden ihre entsprechende Wirkung aber erst im Verlauf der kommenden Wochen und Monate voll entfalten können.“ Zu diesen Maßnahmen gehörten unter anderem die deutliche Reduzierung von Investitionen, diverse Budgetkürzungen sowie die Einführung von Kurzarbeit in besonders betroffenen Unternehmensbereichen.

Außerdem seien in der Unternehmensgruppe strenge Abstands- und Hygieneregeln, ein umfassendes Schicht- und Präsenzkonzept, die intensivere Nutzung von Home-Office sowie Reise- und Meetingbeschränkungen umgesetzt worden. „Diese Maßnahmen tragen auch dazu bei, die Produktions- und Lieferfähigkeit der Berentzen-Gruppe zu gewährleisten und damit die operative Leistungsfähigkeit sicherzustellen“, so Schwegmann.

Im Zuge ihrer sozialen Verantwortung habe die Berentzen-Gruppe entschieden, bei der Bereitstellung von dringend benötigtem Desinfektionsmittel einen Beitrag zu leisten. In einer händischen Produktion und Abfüllung werde Desinfektionsmittel selbst hergestellt und regional an Krankenhäuser und Altenheime gespendet. Zudem liefert Berentzen den für die Desinfektionsmittelherstellung wichtigen Rohstoff Ethanol an Apotheken und in größeren Mengen auch an einen Kooperationspartner, der daraus industriell Desinfektionsmittel für medizinische Einrichtungen herstellt.

Eine Prognose, wie sich das Geschäft 2020 weiterentwickelt, könne aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie derzeit nicht aufgestellt werden. „Wir gehen aber dennoch davon aus, dass uns die Auswirkungen des Coronavirus nicht in dem Ausmaß treffen wie viele andere Unternehmen und Branchen. Daher erwarten wir nach wie vor auch in diesem Jahr ein positives EBIT“, so Schwegmann.
 

Dienstag, 19. Mai 2020
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