August 5, 2020

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„Nutzen Sie die Möglichkeiten des Handwerks!“

Nordhorn. „Das Grafschafter Handwerk steht den Menschen in der Region auch in Zeiten von Corona mit zahlreichen Leistungen zur Seite“. Das betont der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Grafschaft Bentheim (KH), Sascha Wittrock.

Foto/Quelle: Kreishandwerkerschaft

Sein Appell an die Menschen in der Grafschaft: „Nutzen Sie diese Möglichkeiten! Verlieren Sie die verschiedenen Angebote des Handwerks in diesen schwierigen Zeiten nicht aus den Augen!“

„Angesichts der aktuellen Nachrichtenlage kann leicht der Eindruck entstehen, dass nichts mehr läuft. Dabei arbeiten viele unserer Handwerksbetriebe trotz der zum Teil erheblichen Einschränkungen, die die Corona-Krise mit sich bringt, weiter. Umso fataler wäre es, wenn die Menschen, dieses Angebot nicht nutzen würden. In diesen Zeiten ist es wichtiger denn je, die Unternehmen in der Region zu unterstützen“, verdeutlicht Kreishandwerksmeister Gerd Hindriks, der aktuell insgesamt eine gemischte Lage bei den Betrieben beobachtet.

So laufen zum Beispiel im Kfz-Gewerbe weite Teile der täglichen Arbeit weiter. Zwar gibt es keinen Vor-Ort-Verkauf mehr. Service-, Reparaturleistungen, der Online-Verkauf und Telefonberatungen finden aber nach wie vor statt. Ähnlich sieht das bei den Uhrmachern aus. Auch sie mussten zwar ihre Ladenlokale schließen. Was viele Verbraucher aufgrund der oftmals etwas versteckten Lage nicht wissen: In den Werkstätten der Uhrmacher wird nach wie vor gearbeitet. Reparatur- und Serviceleistungen laufen in vielen Betrieben ganz normal weiter. Augenoptiker, Hörgeräteakustiker und Orthopädieschuhtechniker dürfen ihre Läden sogar nach wie vor komplett öffnen. „Da viele Menschen das aber nicht wissen, hat sich die Nachfrage zuletzt jedoch eingetrübt“, gibt Hindriks zu Bedenken.

Im Bau- und Ausbaugewerbe geht die operative Arbeit auf den Baustellen oder vor Ort bei den Kunden ebenfalls an vielen Stellen weiter, dennoch stellen die Betriebe auch hier eine gewisse Zurückhaltung fest. Ausstellungen, in denen bislang Kundenkontakt stattfand, sind aktuell geschlossen und auf den Baustellen oder im Vor-Ort-Einsatz gelten insgesamt deutlich strengere Hygieneregeln. „Wichtig ist zum Beispiel, dass die Betriebe schon im Vorfeld Kontakt zu ihren Kunden aufnehmen und abstimmen, ob und wie Termine wahrgenommen werden können. Wie in anderen Bereichen wird der persönliche Kundenkontakt auf ein Minimum reduziert. Gespräche und Abstimmungen laufen auch im Baugewerbe zurzeit primär per Telefon oder Videokonferenz“, so Wittrock. Wie in allen anderen Bereichen ist auch auf den Baustellen Händeschütteln tabu, zudem gelten die vorgegebenen Abstandsregeln, sodass die Kolleginnen und Kollegen mit größtmöglicher räumlicher Trennung (mindestens 1,5 bis zwei Meter) – und soweit möglich – voneinander arbeiten. In Innenräumen wird regelmäßig und ausreichend gelüftet und alle Beteiligten sind aufgefordert, sich häufig und intensiv die Hände zu waschen und zu desinfizieren. „Im Großen und Ganzen kann die Arbeit im Bau- und Ausbaugewerbe in der aktuellen Krise jedoch gut weitergehen, wenn die Nachfrage es hergibt“, ist Hindriks überzeugt

Auch viele Bäckereien und Fleischereien in der Grafschaft haben nach wie vor geöffnet. Obwohl die Nachfrage auch hier zurückgegangen ist, ist KH-Geschäftsführer Wittrock davon überzeugt, dass der Einkauf in den lokal-regional ausgerichteten Betrieben des Lebensmittelhandwerks zurzeit große Vorteile bietet: „Unsere Betriebe bieten mit Blick auf Corona die bestmögliche Bedingungen: Es gelten strenge Abstandsregeln und die Mitarbeiter arbeiten mit dem für die Brache ohnehin üblichen, extrem hohen Hygienestandards. Viele Inhaber haben ihr Angebot in der Krise um einen Lieferservice erweitert. Einige Fleischereien liefern sogar fertige Essen an Menschen aus, die nicht mehr selbst einkaufen können oder dürfen“, so Wittrock, der zudem auf einen weiteren Vorzug der lokalen Bäcker- und Fleischereibetriebe in Corona-Zeiten hinweist: „Die Rohstoffe und Produkte, die unsere Betriebe verarbeiten und vertreiben, werden nicht erst über weite Strecken transportiert. Sie stammen aus der Region. Das stabilisiert nicht nur die regionale Wertschöpfung sondern es hilft auch dabei, die weitere Ausbreitung des Virus unter Kontrolle zu halten“, ist Wittrock überzeugt.

Einschnitte bringt die Corona-Krise insbesondere für das Friseurgewerbe, wo die Betriebe komplett stillgelegt wurden. „Für die Inhaberinnen und Inhaber ist das natürlich eine extreme Herausforderung, umso schöner ist es zu sehen, dass viele von ihnen die Köpfe nicht in den Sand stecken. In ihrer Bemühung, den Kontakt zu ihren Kunden aufrecht zu halten, haben zahlreiche Friseurbetriebe Lieferservices für Pflegeprodukte und Gutscheine eingerichtet. Auch das macht Hoffnung, zumal es viele Feedbacks von Kunden gibt, die auch nach der Krise gern wieder in den Salon ihres Vertrauen gehen wollen“, so Hindriks.
 

Montag, 30. März 2020
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