Tue Nov 21 21:58:44 CET 2017

Merkliste

Lesenswert
Hygiene oberstes Gebot

Egal, ob es die Schweinegrippe ist oder Influenza. Zum Winter ist die Gesundheit der Mitarbeiter eines Unternehmens ein besonders hohes ...  

Genehmigungsverfahren: zu kompliziert und langwierig?

Wer schon einmal einen Genehmigungs- oder Änderungsantrag für eine Anlage gestellt hat, die unter das Bundesimmissionsschutzgesetz ...  

Schutz vor SPAM: Das ist wichtig

SPAM - sie sind nervig und zumeist unerwünscht, sie behindern die Alltagsarbeit in den Unternehmen. Im Jahr können die Spammer damit ...  

Wenn Arbeit krank macht

Im Arbeitsalltag fallen sie zunächst fast nie negativ auf. Im Gegenteil: Sie wirken engagiert, motiviert und auch die eine oder andere ...  

Verjährungsfalle Gewährleistungsbürgschaft

Eigentlich sollte die Gewährleistungsbürgschaft eine sichere Angelegenheit sein. Nach Ansicht von Rechtsanwalt Otto Lieber von der ...  

Zeigen, was man hat – aber wie?

Jeder kennt sie. Kaum einer will sie. Aber viele brauchen sie, denn wirklich alle lassen sich – bewusst oder unbewusst – von ihr ...  

Motivation ohne Incentives – geht das?

Die Motivation ihrer Mitarbeiter liegt vielen Unternehmern am Herzen. Die Frage lautet aber immer wieder: Wie motiviere ich meine ...  

Internet-Werberecht: Das sind die Fallen

Immer mehr Unternehmen nutzen das Internet, um für sich, ihre Produkte und Dienstleistungen zu werben, oder um online Waren zu ...  

Ein schmaler Grat

Stadtlohn - Sie tun es alle, egal, ob Chef oder Angestellter, ob Handwerker oder Bürohengst, ob Millionär oder Ein-Euro-Jobber. Sie ...  

Zwischen den Stühlen

Sie sollen ihren „Laden“ im Griff haben, das Beste aus ihren Mitarbeitern herausholen und somit maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens ...  

Bilanzieren Sie Ihre Kreativität

Die kontinuierliche Verbesserung der unternehmerischen Strukturen, der eigenen Produkte und Dienstleistungen ist für den Erhalt der ...  

Existenzgründung will auch steuerlich gut durchdacht sein

Das Interesse am Thema „Existenzgründung“ ist nach wie vor groß, gute Ideen sind vorhanden. Dass der Weg in die Unternehmerschaft aber ...  

Generationenwechsel aus Nachfolgersicht

Die Sicherung der Unternehmensnachfolge gehört zu den wichtigsten unternehmerischen Herausforderungen. Über die Kernaussagen einer ...  

Verlustausgleich: zwischen Freud und Leid

Ein Unternehmer zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er Initiative ergreift und das Risiko seiner Tätigkeit trägt. Doch wer viel ...  

Vorsicht, Insolvenzfalle

Geht ein Unternehmen in die Insolvenz, erhalten immer häufiger auch Werkunternehmer, die mit dem insolventen Auftraggeber ...  

Tipps für den „Steuerdschungel“

Das deutsche Steuerrecht ändert sich rasant. Aufgrund der zahlreichen Klageverfahren bei Finanzgerichten oder beim Bundesfinanzhof ...  

Chancen in den Niederlanden erkennen und nutzen

Für deutsche Unternehmen gibt es eine Vielzahl guter Gründe, auf dem niederländischen Nachbarmarkt grenzüberschreitend tätig zu werden. ...  

Chaos auf dem Bau: Das muss der Handwerker beachten

Ein Hauptproblem am Bau ist der immer bestehende Zeitdruck. Viel zu häufig versprechen der Architekt oder das Bauplanungsbüro dem ...  

Ems-Achse: Weitere Spanier schließen Ausbildung erfolgreich ab

Emsland/Grafschaft Bentheim – Geschafft: Zehn weitere junge Spanier haben kürzlich ihre Ausbildung im Emsland und in der Grafschaft Bentheim erfolgreich abgeschlossen. Sie gehören zu den jungen Menschen, die im Rahmen der Internationalen Ausbildungsinitiative der Wachstumsregion Ems-Achse zwischen 2012 und 2014 in die Region gekommen sind. Viele von ihnen haben die Ausbildung gut gemeistert, ein junger Mann wurde sogar Innungsbester.

Zwei der zahlreichen erfolgreichen spanischen Auszubildenden gemeinsam mit Vertretern des Ausbildungsunternehmens und der Ems-Achse (von links): Dorothee Renzelmann (Geschäftsführerin LVD Krone, Bawinkel), María Esther Jiménez Lara, Juan Fernández Domingo und Anneliese Hanelt (Fachkräftemanagerin Ems-Achse).
Foto: Ems-Achse

Fast alle Spanier, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, wurden danach von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen. Viele Betriebe bedauern nach Angaben der Ems-Achse, dass es seit 2015 keine Fortsetzung der Internationalen Ausbildungsinitiative gegeben hat. Grund waren zunächst die veränderten Bedingungen beim Förderprogramm MobiPro-EU der Bundesagentur für Arbeit. Inzwischen wurde entschieden, das Förderprogramm Mitte 2018 zu beenden.

„Ausschlaggebend für den Erfolg in der Ausbildung war das schnelle Erlernen der deutschen Sprache“, fasst Anneliese Hanelt, Fachkräftemanagerin der Ems-Achse, ein wesentliches Ergebnis der Erfahrungen aus der Ausbildungsinitiative zusammen. „Wenn die Spanier nach einem Jahr noch keine guten Sprachkenntnisse erworben hatten, zeigte sich dies an den Noten in der Berufsschule, was wiederum oftmals zu einem Verlust der anfänglich hohen Motivation und somit zu einem Abbruch der Ausbildung führte“, erläuterte Hanelt. Durch die Kooperation mit den Volkshochschulen in Papenburg, Meppen, Lingen und Nordhorn sei dabei aber häufig früh genug gegengesteuert worden.

Die jungen Spanier kamen 2012, 2013 und 2014 jeweils im Frühjahr in die Region und absolvierten ein dreimonatiges Praktikum in ihrem Wunschberuf, jeweils begleitet von einem Deutsch-Intensivkurs. Danach entschieden sich insgesamt 61 Spanier dafür, eine Ausbildung bei Unternehmen im Emsland und der Grafschaft Bentheim zu beginnen. Davon haben bisher 29 Spanier ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, ein junger Mann wird die Prüfung im Januar 2018 wiederholen und die beiden letzten Auszubildenden der Internationalen Ausbildungsinitiative werden ihre Abschlussprüfung ebenfalls im Januar 2018 ablegen. 28 Spanier haben ihre Ausbildung abgebrochen. Nach Spanien zurückgekehrt sind 28 Personen, darunter auch zwei Spanier mit erfolgreichem Ausbildungsabschluss. 24 Spanier sind in der Region geblieben – drei davon ohne Ausbildungsabschluss – und acht sind in eine der Metropolregionen Deutschlands gezogen. Ausbildungsberufe waren: Hotelfachmann/-frau, Koch/Köchin, Mechatroniker, Kfz-Mechatroniker, Fachinformatiker, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Anlagenmechaniker, Kauffrau im Groß- und Außenhandel, Fachmann für Lagerlogistik. Die meisten Spanier haben eine Ausbildung als Hotelfachleute oder Köche absolviert.

Neben den Sprachkenntnissen war auch der Klimawechsel manchmal belastend für die jungen Menschen, die kaum Regen und Kälte gewohnt waren. Und natürlich vermissten sie ihre Familie, die in Spanien einen sehr hohen Stellenwert hat. Und so fühlten sich insbesondere die Spanier, für die Gastfamilien oder Paten gefunden werden konnten, schnell heimisch. Besonderes Glück hatten die jungen Spanier, die im Frühjahr 2014 in die Region kamen. Generalvikar Theo Paul vom Bistum Osnabrück und Christian Thien vom Marstall Clemenswerth ermöglichten den jungen Spaniern eine Willkommenswoche in Sögel. 

Die Ems-Achse war während der gesamten Ausbildungszeit Schnittstelle zwischen den Spaniern, den Ausbildungsbetrieben, Berufsschulen und Volkshochschulen, sowie Vermietern. Koordinatorin der Internationalen Ausbildungsinitiative war von Anfang 2012 bis Ende 2013 Christina Ransmann. Anfang 2014 übernahm Anneliese Hanelt diese Aufgabe, die sowohl die Wohnungssuche, die Organisation der Deutschkurse, Besuche bei den Berufsschulen, Ausbildungsbetrieben unf Sprachkursen umfasst hat. Der ständige Kontakt zu den Ausbildungsbetrieben, den Berufsschulen und den Lehrern der Deutschkurse (VHS Papenburg, Meppen, Lingen und Nordhorn) ermöglichte es, bei  Problemen frühzeitig Unterstützung bieten zu können.    
 
Anlass für die Internationale Ausbildungsinitiative war der große Bedarf an Auszubildenden, der mit Jugendlichen vor Ort und aus anderen Regionen Deutschlands nicht zu decken war. Und so baute die Ems-Achse bereits Anfang 2012 auf Initiative verschiedener Betriebe aus dem Raum Sögel sowie des Samtgemeindebürgermeisters Günter Wigbers Kontakte zu Partnern in Spanien auf. Das Land hatte zu dem Zeitpunkt mit 56 Prozent die höchste Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Es war eine der ersten Initiativen dieser Art in Deutschland. Im Jahre 2013 legte die Bundesagentur für Arbeit das Förderprogramm MobiPro-EU auf, das  durch eine finanzielle Unterstützung die Absicherung der jungen Menschen während der Ausbildung in Deutschland garantierte.

Montag, 16. Oktober 2017
Drucken Versenden Permalink Merken