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Flüchtlingsintegration: „Wir haben das Potenzial, die Möglichkeit und die Pflicht“

Bocholt – Wie es gelingen kann, Flüchtlinge durch Ausbildung oder Arbeit besser in die Gesellschaft zu integrieren, darüber informierten sich auf einer Veranstaltung bei der Spaleck GmbH & Co. KG in Bocholt Unternehmensvertreter aus dem gesamten Kreis Borken. Über 100 Teilnehmer waren der Einladung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen und des bundesweiten „Netzwerks Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ gefolgt.

Beim Austausch über Flüchtlingsintegration (von links): Anke Leufgen (IHK-Willkommenslotsin), Max Klasen (Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge), Susanne Lökes (Jobcenter des Kreises Borken), Norbert Steinig (IHK), Anja Schemmick (Pfreundt) sowie Muhamed Ramadan, Andreas Ahler und Carsten Sühling (alle Spaleck).
Foto: IHK Nord Westfalen

Einen Überblick über die Integration in Ausbildung und Arbeit im Kreis Borken gab Susanne Lökes vom Jobcenter des Kreises. In den Städten und Gemeinden leben etwa 5.050 Geflüchtete. „Von den Flüchtlingen im Zuständigkeitsbereich der kommunalen Jobcenter konnten in diesem Jahr bislang 503 Personen in Arbeit integriert werden“, bilanzierte Lökes.

Spaleck-Geschäftsführer Carsten Sühling, der die Veranstaltung initiiert hatte, berichtete über die sehr positiven Erfahrungen bei Spaleck mit der Beschäftigung von Geflüchteten. Er lobte das große Engagement seiner neuen Mitarbeiter und schilderte beispielhaft auch kulturelle Aspekte im betrieblichen Miteinander. Als Fazit ermunterte er die öffentlichen Institutionen und regionalen Unternehmen, noch schnellere Wege für die betriebliche Integration von geflüchteten Menschen zu finden und zu nutzen: „Wir haben das Potenzial, die Möglichkeiten, aber auch die Pflicht, dass die Integration mit unserer aller Hilfe gelingen kann.“ Der Syrer Muhamed Ramadan berichtete zudem selbst über seinen Job-Einstieg bei Spaleck.

Die Personalleiterin der Pfreundt GmbH in Südlohn, Anja Schemmick, schilderte ihre Erfahrungen mit einem jungen Aserbaidschaner, der dort seit August eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik macht. Sie empfahl den anwesenden Unternehmensvertretern, „losgelöst von Unsicherheiten Geflüchtete zu beschäftigen. Der neue Azubi ist eine Bereicherung für unser Team.“

Max Klasen vom „Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge“, einer bundesweiten Plattform für betriebliche Integration, zeigte auf, welche rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Einstellung von Geflüchteten zu berücksichtigen sind. Einen Überblick über Unterstützungsangebote und Fördermöglichkeiten gab Rolf Heiber, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Coesfeld. Für Flüchtlinge mit mangelnden Sprachkenntnissen, die eine betriebliche Ausbildung anstreben, gebe es beispielweise eine sechs- bis zwölfmonatige Einstiegsqualifizierung oder ausbildungsbegleitende Hilfen.

Norbert Steinig, Leiter des IHK-Standorts Westmünsterland, freute sich über das große Interesse an der Veranstaltung und lobte das Engagement der Unternehmen im Kreis Borken. Mit Blick auf die Firmen Spaleck und Pfreundt erklärte er: „Sie haben Nägel mit Köpfen gemacht und Geflüchtete in Praktikum, Ausbildung oder Beschäftigung genommen. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Integration.“ Er empfahl den Unternehmen, die Flüchtlinge beschäftigen wollen, sich an die Willkommenslotsin der IHK zu wenden.

Die Willkommenslotsin wird ebenso wie das „Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert, und unterstützt Betriebe bei allen Fragen der Integration in Ausbildung und Arbeit.

Montag, 16. Oktober 2017
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