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„Europa wird immer ein Kompromiss sein“

Coesfeld – „Es ist eine Lage zwischen Baum und Borke. Eigentlich müsste Europa geschlossen wie ein Staat handeln, aber es hat momentan einfach nicht die Möglichkeiten dazu.“ Das betonte Joschka Fischer, ehemaliger Vizekanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, gestern Abend (23. Februar) vor über 620 Gästen im Konzerttheater in Coesfeld. Auf Einladung der VR-Bank Westmünsterland sprach der Ex-Politiker bei „BankLive“ über die Entwicklung und Rolle Europas.

Der ehemalige Außenminister und Vizekanzler Joschka Fischer war zu Gast bei „BankLive“ in Coesfeld
Foto: Wittenberg

Europa stehe vor großen Herausforderungen, betonte Fischer, der dabei unter anderem auf die Digitalisierung, den Terrorismus und die Konflikte im Einzugsgebiet des Kontinents hinwies. „Alleine kann ein Land diese Dinge nicht lösen. Entweder die europäischen Länder finden zusammen oder jede Nation kommt separat unter die Räder“, zeigte sich Fischer überzeugt. Er räumte aber auch ein: „Natürlich ist es aufgrund der unterschiedlichen Interessen und Weltansichten von 28 Mitgliedstaaten schwierig, zu gemeinsamen Entscheidungen zu kommen. Europa wird immer ein Kompromiss sein“, betonte Fischer.

Eine der größten Herausforderungen ist dabei auch aus seiner Sicht der zunehmende Flüchtlingsstrom. „Die Flüchtlinge kommen zu uns, weil Europa eine starke Volkswirtschaft ist und geopolitisch gut liegt. Wir müssen nun die Verantwortung übernehmen, diese Situation zu lösen – daran führt kein Weg vorbei“, machte Fischer deutlich, der dabei Bundeskanzlerin Angela Merkel den Rücken stärkte: „Sie ist eine der wenigen, die das große Bild sieht und auch die Konsequenzen erkennt, die sich aus der Flüchtlingssituation ergeben, erkennen.“

Aus Sicht des ehemaligen Außenministers müsste Europa ein wirksames Außengrenzregime aufbauen, denn: „Ansonsten werden zunehmend mehr Innengrenzen geschlossen, sodass die Freiheit, die wir in innerhalb Europas genießen, in Gefahr ist“, verdeutlichte Fischer, der sich darüber hinaus für einen Verteilungsschlüssel der Flüchtlinge aussprach. Bis sich die Verantwortlichen in Europa darauf einigen, werde es allerdings dauern. Die EU dürfe aber keine konfliktreichen Diskussionen und mitunter langwierigen Entscheidungen scheuen, wie Fischer betonte: „In einem Staatenverbund entstehen automatisch unterschiedliche Ansichten. Dennoch ist Europa unsere Zukunft und ein Erfolgsmodell, an dem wir nicht herumsägen sollten. Ich hoffe vor diesem Hintergrund, dass sich Großbritannien dazu entscheidet, in der EU zu bleiben. Klar ist aber auch, dass die jüngere Generation ein anders Europa erleben wird“.

Von Anja Wittenberg Mittwoch, 24. Februar 2016
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