Wed Nov 22 15:59:32 CET 2017

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1.300 Schüler beim IHK-Azubi-Speed-Dating

Münster – Über 1.300 Schüler aus dem Münsterland haben beim siebten Azubi-Speed-Dating der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen in Münster die Chance genutzt, sich im persönlichen Gespräch für einen Ausbildungsplatz zu empfehlen. 130 Unternehmen präsentierten sich dabei im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland als Ausbildungsbetrieb. Im Angebot hatten sie rund 1.000 Ausbildungsplätze – vor allem für 2018, fast 50 aber auch noch für 2017.

130 Unternehmen präsentierten ihr Ausbildungsplatzangebot und führten mit Bewerbern erste Gespräche.
Foto: IHK Nord Westfalen

Die Spielregeln waren einfach: Zehn Minuten hatten die jungen Leute Zeit, sich bei Firmenchefs, Personalleitern oder Ausbildern als künftige Auszubildende ins Gespräch zu bringen. Dann wurde gewechselt für das nächste Kennenlernen mit dem nächsten Unternehmen. „Die Zeit reicht, um festzustellen, ob die Chemie stimmt und mehr draus werden kann“, erklärt Carsten Taudt, Leiter des Geschäftsbereichs Bildung und Fachkräftesicherung bei der IHK Nord Westfalen. „Es sind heute vielleicht noch keine Ausbildungsverträge geschlossen worden. Doch bei zahlreichen Unternehmen dürften die Kandidaten zur Besetzung der Ausbildungsplätze nach dem heutigen Speed-Dating feststehen“, betonte er.

Der IHK-Bildungsexperte war zufrieden und resümierte nach der siebten Veranstaltung dieser Art: „Das Azubi-Speed-Dating wird von den Schulen immer besser angenommen und hat sich fest etabliert.“ Die Zahl der Anmeldungen durch die Schulen sei im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dazu seien sehr viele Jugendliche auf eigene Faust gekommen, die das Speed-Dating fest in ihrem Terminplan hatten. Auch der Ablauf sei inzwischen bekannt und die Schüler „immer besser vorbreitet“. Manche hätten es geschafft, sich bei bis zu zwölf Unternehmen vorzustellen. Was Taudt aber auch beobachtet hat: „Einigen Jugendlichen, Eltern und Lehrern scheint gar nicht klar zu sein, dass die meisten Unternehmen ihre Ausbildungsplätze schon ein Jahr vor dem Ausbildungsstart besetzen.“

Für Taudt ist das IHK-Azubi-Speed-Dating ein wichtiges Instrument auf dem regionalen Ausbildungsmarkt. Auch Bewerber mit nicht so guten Zeugnisnoten bekämen dabei ihre Chancen beim Vorstellungsgespräch und könnten häufig persönlich überzeugen. „Und Unternehmen lernen so motivierte Kandidaten für ihre Ausbildungsplätze kennen, die sie bei einer rein schriftlichen Bewerbung vielleicht nicht beachtet hätten“, erklärte Taudt. So profitierten Unternehmen und Bewerber.

Zudem bringe eine große Veranstaltung für die gesamte Region Bewegung in den Ausbildungsmarkt, um den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage zu verbessern. „Das erfolgreiche Matching, also die passenden Bewerber für die Ausbildungsplätze zu finden, damit keiner unbesetzt bleibt, wird schwieriger und deshalb das persönliche Kennenlernen von Unternehmen und Bewerbern immer wichtiger“, betonte Taudt.

Montag, 24. Juli 2017
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