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Everswinkel startet Integrationsprojekt für Flüchtlinge

Everswinkel – „Es ist die größte sozialpolitische Herausforderung seit der deutschen Wiedervereinigung: die immer größer werdende Zahl an Flüchtlingen aufzufangen und zu integrieren.“ Das betonte Dr. Olaf Gericke, Landrat im Kreis Warendorf, heute (28. Oktober) auf einer Pressekonferenz im Rathaus der Gemeine Everswinkel. Mit einem Pilotprojekt will die Kommune gemeinsam mit der Arbeitsagentur Ahlen-Münster und dem Jobcenter Kreis Warendorf die berufliche Vermittlung von Asylsuchenden und damit die Integration in den Arbeitsmarkt auf den Weg bringen.

Vertreter aus Verwaltung, Politk und Wirtschaft haben in Everswinkel gemeinsam ein Modellprojekt für die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gestartet.
Foto: Wittenberg

Ab sofort können sich Asylsuchende in dem neu eingerichteten Integrationsbüro im Rathaus in Everswinkel zu ihrer beruflichen Perspektive von den Experten des Jobcenters und der Arbeitsagentur beraten lassen. Die Mitarbeiter informieren in erster Linie Flüchtlinge mit einer hohen Bleibeperspektive, die in ihrem Heimatland eine Ausbildung oder ein Studium absolviert haben und mit ihrer beruflichen Vorerfahrung gute Chancen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt haben. „Wir wollen den Menschen damit langwierige Behördengänge ersparen und sie auf dem kurzen Dienstweg beraten“, erklärt Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. Für das Projekt hat die Agentur zusätzlich zwei Arbeitsvermittler eingestellt. Bis Ende November soll das Beraterteam auf sechs Mitarbeiter aufgestockt werden. Darunter ist auch Salma Bensaida, die die Flüchtlinge im Integrationsbüro in Everswinkel in Deutsch und Arabisch berät. „Unser Team deckt insgesamt acht Sprachen ab“, erläuterte sie.

Zusätzlich zum Integrationsbüro richtet die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster zusammen mit dem Kreis Warendorf und weiteren Partnern einen sogenannten „Integration Point“ in den Räumen der Agentur für Arbeit in Ahlen ein. Dort bekommen Flüchtlingen im Kreis Warendorf nach der Erstberatung einen tieferen Einblick in den örtlichen Arbeitsmarkt und die Agenturmitarbeiter prüfen ihre Zeugnisse, vermitteln Sprachkurse oder Praktika und leiten mögliche Qualifikationsmaßnahmen ein.

„Es ist eine große Herausforderung, alle uns zugewiesenen Flüchtlinge unterzubringen und entsprechend zu versorgen. Eine mindestens ebenso große Herausforderung ist es aber, diese Menschen auf den Arbeitsmarkt zu vermitteln. Mit dem Modellprojekt wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das gelingt und die Menschen entsprechend ihrer Talente den Sprung in die Beschäftigung schaffen“, betonte Bürgermeister Sebastian Seidel. Landrat Gericke ergänzte: „Wir wissen zwar nicht, wie sich die Situation in den kommenden Monaten weiterentwickelt – Fakt ist aber, dass wir handeln müssen und nicht warten können, bis die große Politik in Berlin eine Entscheidung trifft. Mit diesem Projekt geht’s jetzt los.“

3.500 Flüchtlinge hat der Kreis Warendorf bislang aufgenommen. Von den rund 180 Asylbewerbern in Everswinkel kommen rund 60 Menschen für eine Beratung innerhalb des Modellprojekts infrage. „Das sind vor allem junge syrische Männer, die zwischen Mitte 20 und Mitte 30 Jahre alt sind“, informiert Integrationsbüro-Mitarbeiterin Bensaida.

Um zu bewerten, welche Fähigkeiten der Flüchtlinge für den ersten Arbeitsmarkt wichtig sind, haben die Projektpartner mit dem Garten- und Landschaftsbauer Schulze Tertilt und BSW Anlagenbau aus Everswinkel zwei Unternehmen ins Boot geholt. Gemeinsam soll mit den Betrieben ausgelotet werden, wie Praktikumsplätze als Einstieg und letztendlich auch langfristige Beschäftigungsverhältnisse auf den Weg gebracht werden können. „Wir erhoffen uns durch die Teilnahme am Projekt natürlich auch, selbst geeignete Fachkräfte zu finden“, erklärte Geschäftsführer Thorsten Schulze Tertilt.

Schon vor dem Start des Projekts in den kommenden Tagen lobte Landrat Gericke: „Ein solches Programm angesichts klammer Haushaltskassen zu stemmen, ist nicht selbstverständlich. Everswinkel nimmt eine Vorreiterrolle ein und ich hoffe, dass weitere Kommunen auf diesen Zug aufspringen.“

Von Anja Wittenberg Freitag, 30. Oktober 2015
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