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Emsdetten: Investitionsboom im Industriegebiet Süd

Emsdetten – Einer Großbaustelle gleicht derzeit das Bebauungsplangebiet 17 C III im Industriegebiet Süd in Emsdetten. Aktuell errichten dort fünf Unternehmen neue Betriebsstandorte. Über den Stand der Dinge informierten Vertreter der Stadt Emsdetten und der Wirtschaft in einer Pressekonferenz im Rathaus.

Stellten ihre Pläne für das Industriegebiet Süd in Emsdetten vor (von links): Elmar Leuermann (Leiter Wirtschaftsförderung Emsdetten), Svenja Riedel (Hensing GmbH), Dirk Hensing (Hensing GmbH), André Berkemeier (AiP), Markus Rengers (Roland Werbung), Carsten Schiemann (ESB), Christoh Südhoff (Lammers GmbH) und Georg Moenikes (Bürgermeister Emsdetten).
Foto: Wittenberg

„Wir erleben zurzeit einen Investitionsboom zwischen der Gustav-Wayss-Straße und der Gutenbergstraße. In parallelen Verhandlungen wurde dort die Freifläche mit dem Ziel aufgeteilt, jedem Unternehmen das passende Grundstück und eine entsprechende Optionsfläche zu bieten“, erklärte Wirtschaftsförderer Christian Hövels. Schon das vergangene Jahr sei mit insgesamt 18 verkauften Grundstücken mit einem Flächenvolumen von insgesamt 40.000 Quadratmetern in den Gewerbegebieten West-Nord, West-Süd, im Industriegebiet Süd sowie im Handwerkergewerbepark ein „Boomjahr“ gewesen. Davon waren 14 Bauvorhaben Neubauprojekte, sechs Unternehmen haben ihren Standort erweitert.

Nun folgen in diesem Jahr weitere Bauprojekte im Industriegebiet Süd auf insgesamt 44.000 Quadratmetern. Das Unternehmen IVM-SignTEX, das Textilbedruckungsmaschinen vertreibt, ist mit rund 30 Arbeitsplätzen bereits im Juni 2014 von Münster nach Emsdetten gezogen und hat nun erneut eine knapp 2.400 Quadratmeter große Erweiterungsfläche erworben. Dort soll die Lager- und Produktionshalle um circa 800 Quadratmeter erweitert werden. „Als Emsdettener freue ich mich, mit dem Unternehmen nun schon drei Jahre vor Ort zu sein. Die Standortentscheidung erweist sich als goldrichtig: Wir profitieren von der guten Infrastruktur und haben im Industriegebiet nun die Möglichkeit, weiter zu wachsen“, betonte Geschäftsführer Thomas Klasing, der den Neubau im September in Betrieb nehmen will.

Für die Lammers ESB GmbH steht der Umzug aus Rheine-Mesum nach Emsdetten erst nach Fertigstellung des neuen Betriebsstandortes an. Auf über 1.700 Quadratmetern Büro- und Produktionsfläche erstellt das Tochterunternehmen der Clemens Lammers GmbH aus Rheine dann künftig in Emsdetten Automatisierungstechnik, Prozessoptimierungssoftware und Montageanlagen. Im September soll der Neubau bezugsfertig sein. „Am alten Standort platzen wir aus allen Nähten. Daher haben wir uns nach einer Alternative umgesehen, die gut zu erreichen ist für unsere 40 Mitarbeiter und darüber hinaus über eine Erweiterungsoption verfügt. Dabei sind wir in Emsdetten auf offene Ohren gestoßen“, erläuterte Geschäftsführer Carsten Schiemann. Und Christoph Südhoff, Geschäftsführer der Muttergesellschaft Clemens Lammers, ergänzte: „In Emsdetten haben wir für uns optimale Entwicklungspotenziale gefunden.“
 
In direkter Nachbarschaft errichtet auch die Primaflor GmbH zurzeit einen neuen Standort für den Textilgroßhandel von Teppichen und Bodenbelägen. Rund 800 Quadratmeter stehen künftig für die Lagerung und Herstellung sowie 120 Quadratmeter für Büroflächen zur Verfügung. Noch im Sommer soll der Neubau fertiggestellt sein.

Ein weiteres Unternehmen, das im Industriegebiet Süd neu baut, ist die Dirk Hensing GmbH, die Automaten für Hofläden sowie Milchautomaten, aber auch Heißwasserschaumsysteme zur Oberflächenreinigung vertreibt. „Für unsere Anlagen brauchen wir dringend Platz für eine Ausstellung, um sie ansprechend präsentieren zu können. Außerdem wollen wir ein eigenes Büro für den Kundenservice einrichten. Auf über 6.000 Quadratmetern kann ich die unterschiedlichen Standbeine meines Unternehmens nun optimal weiter ausbauen“, erklärte Geschäftsführer Dirk Hensing, der den Einzug für September plant.

Das bisher im nördlichen Gewerbegebiet-West ansässige Unternehmen Roland Werbung zieht ebenfalls zeitnah in das Industriegebiet Süd. Der Dienstleister für Werbetechnik hat das Eckgrundstück an der Gustav-Wayss-Straße/Gutenbergstraße gekauft. „So ist unser 1.500 Quadratmeter großer Bau von zwei Seiten einsehbar und damit sehr präsent“, betonte Geschäftsführer Markus Rengers. „Wir sind seit unserer Gründung vor über 30 Jahren in Emsdetten ansässig und fühlen uns hier einfach wohl. Die Gespräche mit dem ServiceCenter Wirtschaft waren einfach und unkompliziert und wir freuen uns auf unseren neuen Standort im Industriegebiet Süd“, ergänzte er.

Noch nicht ganz so lange in Emsdetten ansässig ist das 2012 gegründete Unternehmen AiP, das bisher in angemieteten Räumlichkeiten an der Wilmersstraße sitzt. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung in den vergangenen Jahren will sich der Betrieb, der Türen, Fenster und weitere Aluminiumprodukte fertigt, nun vergrößern. Im Industriegebiet Süd entsteht dafür ein Betriebsstandort mit einem kombinierten zweigeschossigen Büro- und Produktionskomplex auf einer Fläche von fast 6.000 Quadratmetern mit Erweiterungsoption. Auch personell stockt der Betrieb auf: Zum 1. August beginnt ein Auszubildender seine Lehre zum Metallbauer mit der Fachrichtung Konstruktionstechnik. „Die Stadt Emsdetten ist optimal auf unsere Bedürfnisse eingegangen und hat für einen längeren Zeitraum das passende Grundstück reserviert“, bedankte sich Geschäftsführer André Berkemeier bei der Stadtverwaltung. Der erste Spatenstich soll zeitnah folgen, Ende 2016 soll der Bau dann bezugsfertig sein.
 
„Es freut mich sehr, dass all diese Unternehmen Emsdetten als Investitionsstandort gewählt haben und wir ihnen gleichzeitig Erweiterungsoptionen am neuen Standort vorhalten können“, betonte Bürgermeister Georg Moenikes. Um auch künftig genügend Platz für die Wirtschaft vorzuhalten, arbeitet die Stadt bereits daran, weitere Flächen auszuweisen. „Derzeit sind insgesamt noch rund zwölf Hektar in Emsdetten frei. Das ist auf Dauer zu wenig. Daher überplanen wir bereits jetzt die Erweiterung des Industriegebiets Süd – also das Bebauungsplangebiet 17 C V – in zwei Bauabschnitten mit 25 Hektar“, erläutert Wirtschaftsförderer Hövels. Bürgermeister Moenikes mahnte an, dass es zunehmend schwieriger werde, eine ausreichende Anzahl an Gewerbeflächen auszuweisen: „Die Entwicklung von Gewerbeflächen fristet aufgrund der Flächenpolitik des Landes ein stiefmütterliches Dasein in NRW. Dabei zählt das Münsterland zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten und trägt einen großen Teil dazu bei, dass Nordrhein-Westfalen im Vergleich mit anderen Bundesländern wirtschaftlich gut dasteht. Aber dafür müssen wir eben auch die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen können.“

Von Anja Wittenberg Mittwoch, 22. Juni 2016
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