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Integration Point: „guter Einstieg“

Coesfeld – 13 Flüchtlinge hat der von der Agentur für Arbeit Coesfeld, dem Kreis Coesfeld und den kreisangehörigen Kommunen Anfang 2016 ins Leben gerufene Integration Point im ersten halben Jahr erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert. „Das ist ein guter Einstieg und stimmt uns optimistisch, dass die Bereitschaft in der Wirtschaft da ist, Flüchtlinge als Arbeitskräfte zu beschäftigen“, betonte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr heute (17. Juni) bei einer Pressekonferenz im Coesfelder Kreishaus.

Zogen eine Zwischenbilanz für den Integration Point im Kreis Coesfeld (von links): Thomas Bleiker (Leiter Jobcenter, Kreis Coesfeld), Detlef Schütt (Leiter Arbeit und Soziales, Kreis Coesfeld), Heinz Öhmann (Bürgermeister Coesfeld), Dr. Christian Schulze Pellengahr (Landrat Kreis Coesfeld), Anja Weßling (Projektleiterin Integration Point), Johann Meiners (Vorsitzender der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Coesfeld), Dr. Michael Oelck (Hauptgeschäftsführer Kreishandwerkerschaft Coesfeld) und Carsten Taudt (Geschäftsbereichsleiter Bildung IHK Nord Westfalen).
Foto: Wittenberg

Seit Jahresbeginn bündeln die Projektpartner ihre fachlichen und personellen Ressourcen im Integration Point. „Aktuell betreuen wir 322 Flüchtlinge. 54 absolvieren bereits Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote oder sind dafür vorgemerkt“, erläuterte Anja Weßling, Projektleiterin des Integration Points in der Agentur für Arbeit Coesfeld. Über 500 Gespräche haben die insgesamt drei verantwortlichen Arbeitsvermittler für Flüchtlinge im Kreis Coesfeld bereits beraten. Die Beratung erfolgt dabei entweder in der Verwaltung der einzelnen Kommune oder aber direkt vor Ort in den Flüchtlingsunterkünften. „Anders als in Großstädten ist es in einem großflächigen Gebiet wie dem Kreis Coesfeld nicht möglich, nur einen zentralen Integration Point zu schaffen, zu dem alle Flüchtlinge kommen können“, erklärte Weßling. Mit ihren Kollegen übernimmt sie eine Art Lotsenfunktion: „Wir ermitteln die Sprachkenntnisse, prüfen die Bildungs- und vorhandenen Berufsabschlüsse und versuchen in Gesprächen herauszufinden, welche berufliche Perspektive jeder Flüchtling haben könnte“, listete sie auf. Noch vor dem Entscheid über den Asylantrag soll so bereits frühzeitig das berufliche Potenzial der Geflüchteten festgestellt werden. „Insbesondere die Betreuung der unter 25-Jährigen ist intensiv, da die Menschen in dem Alter meist noch keine Berufsausbildung abgeschlossen haben und unsicher sind, in welche Richtung es gehen könnte“, weiß die Projektleiterin.

Die Motivation, in Deutschland zu arbeiten, sei groß – so die Erfahrung der Projektpartner. „Und das ist auch entscheidend für eine erfolgreiche Integration. Auch die Sprachbarriere ist zu Beginn eine Herausforderung, aber angesichts der angebotenen Sprachkurse kein dauerhaftes Hindernis“, betonte Johann Meiners, Vorsitzender der Geschäftsführung Arbeitsagentur Coesfeld. Er wies darauf hin, dass die Arbeitsagentur derzeit verschiedene Qualifizierungsprogramme für Flüchtlinge betreut.

Aktuell befinden sich rund 3.000 Flüchtlinge im Kreis Coesfeld in einem Antragsverfahren auf Asyl. Die meisten stammen aus Syrien, den Balkan-Staaten oder dem Irak. 17 Flüchtlinge haben bereits erfolgreich eine Trainingsmaßnahme in einem Unternehmen im Kreis Coesfeld absolviert, unter anderem in der Gastronomie, in der Landwirtschaft, im Baugewerbe oder im Kfz-Bereich: „Die Rückmeldungen der Betriebe sind dabei durchweg positiv. Die Motivation der geflüchteten Menschen ist enorm und ein wichtiger Baustein zur Lösung des Fachkräftemangels“, machte Meiners klar.

Von Anja Wittenberg Freitag, 17. Juni 2016
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