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Brill: „Die Latte liegt hoch“

Stadtlohn - Zum Jahreswechsel übernimmt Andreas Brill die Geschäftsführung des Unternehmensverbands Aktive Unternehmen im Westmünsterland (AIW) mit Sitz in Stadtlohn. Über den Status des AIW, Herausforderungen und Ziele spricht Brill im Exklusiv-Interview mit Wirtschaft aktuell.

Andreas Brill hat im Wirtschaft-aktuell-Interview Einblicke in seine Pläne gegeben.
Foto: Wittenberg

Herr Brill, nach vielen Jahren in führenden Funktionen bei verschiedenen Unternehmen im Kreis Borken wechseln Sie nun als Geschäftsführer zum AIW. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?
Ein wesentlicher Grund ist, dass ich den AIW sehr gut kenne. Ich bin seit 17 Jahren Mitglied und war zeitweise sogar Regionalvorstand im Raum Stadtlohn/Südlohn/Vreden. Nachdem das Amt des Geschäftsführers vakant wurde, weil Horst Dreyer den AIW auf eigenen Wunsch verlässt, wurde ich angesprochen und mir war schnell klar, dass ich das gern machen möchte.

Wie ist der Verein aus Ihrer Sicht heute aufgestellt?
Nachdem Herr Dreyer den Verein grundsaniert hat, ist der AIW heute sehr gut und attraktiv aufgestellt. Nicht nur in der Außendarstellung, sondern auch hinsichtlich der zahlreichen Aktivitäten, die der Verein für seine Mitglieder – also die Unternehmen im Westmünsterland – bietet. So gibt es zum Beispiel Interessensgruppen, in denen der Netzwerkgedanke sehr groß geschrieben wird. Es gibt aber auch Veranstaltungen wie den AIW-Kongress, auf dem in einem größeren Rahmen interessante Themen für die Wirtschaft in den Vordergrund gerückt werden.

Was werden die größten Herausforderungen für Sie sein?
Eine große Herausforderung wird es sein, die Dinge, die Horst Dreyer so positiv auf den Weg gebracht hat, weiterzuführen, sprich den Verein weiterhin attraktiv zu gestalten.

Wie wollen Sie das angehen?
Hier ist es ein großer Vorteil, dass ich Horst Dreyer sehr gut kenne, sodass es eine sehr intensive Übergabe gibt. Klar ist, dass ich von vielen der eingeführten Ideen und Formate profitieren kann, und im Rahmen der Übergabe haben wir auch darüber gesprochen, wie diese Dinge Aktivitäten weiterentwickelt werden können. Auf der anderen Seite habe ich eigene Ideen und ich möchte Dinge aufgreifen, die aus der Mitgliedschaft an den Verein herangetragen werden.

Können Sie uns schon mehr zu diesen neuen Ideen verraten?
Es gibt eine Reihe Ideen, von denen ich gern zwei herausgreifen möchte: Erstens möchten wir im Bereich Standortmarketing die angestoßene Initiative des AIW vertiefen. Ziel ist es, die AIW-Region – also die Kreise Borken und Coesfeld – über Gemeindegrenzen hinweg, besser zu positionieren, um Fachkräfte in die Region zu holen. Dazu gibt es verschiedene Ideen, die wir in den kommenden Monaten konkretisieren wollen. Zweitens möchten wir ein Zentrum für Gründer etablieren, in dem wir Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern unter die Arme greifen wollen – nicht über Seminare, sondern über praktische Hilfe durch Unternehmen, die die Gründer zum Beispiel bei der Buchhaltung, der Finanzierung, dem Marketing oder anderen Dingen, die nicht zum Kerngeschäft gehören und gerade in der Startphase oft als Belastung wahrgenommen werden, unterstützen. Gedacht ist an so eine Art „Gründungsinkubator“. Klar ist aber auch, dass wir damit nicht in Wettbewerb zu den Wirtschaftsförderungen, den Kammern oder den Kommunen treten wollen. Unser Ansatz ist ein anderer und wir wollen ihn gern gemeinschaftlich mit den vorhandenen Einrichtungen in der Region umsetzen.

Nun agiert der AIW traditionell auf einem Feld, auf dem sich auch andere Verbände und Institutionen tummeln. Wie wollen Sie den Verein in diesem Kontext positionieren?
Der AIW ist die einzig wirklich unabhängige Einrichtung im Westmünsterland, die sich aktiv für die Unternehmen einsetzt. Anders als andere Einrichtungen finanziert sich der AIW ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen. Dadurch haben wir die Möglichkeit, auch heiße Eisen anzufassen und klare Kante zu zeigen. Das ist wichtig.
 
Welche heißen Eisen meinen Sie zum Beispiel?
Zum Beispiel die Mehrfachabschlüsse von Auszubildenden, die bei unseren Unternehmen immer wieder Probleme verursachen. Es kommt leider immer wieder vor, dass junge Menschen, trotz eines unterschriebenen Ausbildungsvertrags, eine Stelle nicht antreten, weil sie parallel bei einem anderen Unternehmen unterschrieben haben. Das darf nicht sein und ich sehe es als Aufgabe des AIW, so etwas dann auch kritisch bei den beteiligten Institutionen anzusprechen und Lösungsvorschläge zu machen.

Können Sie schon einschätzen, wie die ersten Monate als AIW-Geschäftsführer aussehen werden?
Zunächst einmal wird es eine Einarbeitungsphase geben. Neben dem Tagesgeschäft werden dann viele Antrittsbesuche bei den Mitgliedern, AIW-Regionalvorständen, Kommunen, Institutionen oder Politikern anstehen. Mir ist es wichtig zu erfahren, welche Wünsche und Bedarfe es gibt, und das hoffe ich, durch die Gespräche herauszufinden. Parallel möchte ich, wo immer es geht, die Vorteile des AIW herausstellen, um neue Mitglieder zu werben.

Sie gehen also auch offensiv auf Nicht-Mitglieder zu?
Selbstverständlich. Das gehört zu meinen Aufgaben zumal ich glaube, dass der AIW seinen Mitgliedern nach der Grundrenovierung sehr viel zu bieten hat.

Herr Brill, neue Köpfe wecken immer auch die Neugierde der Menschen, die mit Ihnen zu tun haben werden: Wie würde der neue AIW-Geschäftsführer sich selbst mit wenigen Sätzen beschreiben?
Mit dem Wechsel von Herrn Dreyer auf mich findet wieder ein Generationenwechsel statt. Ich bin älter als Herr Dreyer, das ist kein Geheimnis. Nichtsdestotrotz bin ich ein Mensch, der schon immer ein riesiges Interesse an neuen Themen hatte. Das gilt für den IT-Bereich, in dem ich zehn Jahre tätig war, aber auch für alle anderen Felder. Das macht mich aus und so werde ich versuchen, den AIW im Austausch mit anderen kreativen Ideengebern modern zu halten und weiter nach vorn zu bringen.

Worauf freuen Sie sich mit Blick auf die neuen Aufgaben am meisten?
Auf die hoffentlich zahlreichen Kontakte.

Wovor haben Sie am meisten Respekt?
Vor der Erwartungshaltung, die sich aus der guten Arbeit des AIW in den vergangenen zweieinhalb Jahren ergibt. Die Latte liegt sehr hoch.

Von Das Interview führte Michael Terhörst Dienstag, 8. Dezember 2015
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