November 22, 2019

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„Ich wollte den richtigen Moment nicht verpassen“

Münster – Für Dr. Clemens Große Frie stehen die letzten Tage im Amt als Vorstandsvorsitzender der Münsteraner Agravis Raiffeisen AG an. Im Rahmen eines Pressegesprächs haben er und sein Nachfolger Andreas Rickmers gestern (22. Dezember) gemeinsam zurück und nach vorn geblickt.

Andreas Rickmers (links) übernimmt den Agravis-Vorstandsvorsitz von Dr. Clemens Große Frie
Foto: Terhörst

Nach mehr als 13 Jahren an der Spitze des Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmens scheidet Große Frie am 31. Dezember bei der Agravis aus. Eigentlich wäre sein Vertrag zwar noch weitergelaufen und der Aufsichtsrat habe ihm sogar das Angebot einer Verlängerung gemacht, aber: „Ich wollte den richtigen Moment nicht verpassen. Das Alter geht auch an mir nicht vorbei und für mich ist es richtig, jetzt zu gehen. Auch wenn es schon ein komisches Gefühl ist“, verdeutlichte Große Frie, der im kommenden Jahr 65 wird.  

Angesichts schwieriger Rahmenbedingungen sei das Jahr 2016 für die Agravis mit Blick auf die vorläufigen Zahlen zwar nicht optimal gelaufen – das Ergebnis vor Steuern (EBT) wird voraussichtlich bei 41 Millionen Euro und damit knapp neun Prozent unter dem Wert des Vorjahres liegen. Dennoch zeigte sich Große Frie überzeugt, dass er ein gut aufgestelltes Unternehmen übergibt: „2016 haben die niedrigen Preise ein besseres Ergebnis verhindert. Darauf hatten wir keinen Einfluss. Unsere Marktanteile sind jedenfalls stabil geblieben“, stellte er klar.

2004 hatte Dr. Clemens Große Frie den Vorstandsvorsitz der damals neu gegründeten Agravis übernommen. Das Unternehmen entwickelte sich in dieser Zeit von einem regionalen Anbieter zum zweitgrößten deutschen Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen, das mit mehr als 6.000 Mitarbeitern heute auch international vernetzt ist. Der Umsatz stieg von 3,6 Milliarden Euro im Gründungsjahr auf aktuell über sechs Milliarden Euro. Das Ergebnis konnte im selben Zeitraum um 162 Prozent gesteigert werden. Auch die Eigenkapitaldecke hat Agravis zuletzt stetig ausgebaut, sodass die Quote für 2016 voraussichtlich bei 30 Prozent liegen wird.

Der designierte Vorstandsvorsitzende Rickmers übernimmt also ein gut bestelltes Feld. „Ich bin zwar ein wenig aufgeregt, aber bereit, die Verantwortung zu übernehmen. Seit September bin ich bereits im Unternehmen, ich habe mit Herrn Große Frie bereits viele Kunden und Partner besucht und Einblicke in alle wichtigen Bereiche bekommen. Mein erster Eindruck ist positiv“, erklärte er. Tiefgreifende Veränderungen werde es nicht geben, betonten Vorgänger und Nachfolger einhellig. „Die Grundausrichtung des Unternehmens wird sich nicht ändern. Die Strategie, über eigene Expansion, Kooperationen und Akquisitionen weiteres Wachstum zu generieren, hat sich absolut bewährt, sodass es für einen Kurswechsel keinen Grund gibt“, verdeutlichte Rickmers, der vor diesem Hintergrund auch im kommenden Jahr mehr als 60 Millionen Euro für Investitionen einplant. Seit September ist der künftige Vorstandsvorsitzende bereits bei der Agravis.

Zur Person:
Vor seinem Wechsel zur Agravis war der 52-jährige Andreas Rickmers mehr als zwei Jahrzehnte in verschiedenen Positionen bei der US-amerikanischen Cargill-Gruppe aktiv. Cargill ist unter anderem in der Herstellung und dem Vertrieb von Futter- und Lebensmitteln aktiv und zählt zu den weltweit größten Familienunternehmen. Zuletzt war Rickmers in Genf für das Unternehmen als Leiter des europäischen Agrargeschäftes im Einsatz.

Von Michael Terhörst Freitag, 23. Dezember 2016
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