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„Intensiv und erfolgreich“

Gescher – Für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Borken (WFG) war es ein intensives, aber erfolgreiches Jahr 2013. Dieses Fazit zogen jetzt Vertreter der WFG auf der Jahrespressekonferenz bei der d.velop AG in Gescher.

Blickten auf das vergangene Jahr zurück (untere Reihe von links): Geschers Bürgermeister Hubert Effkemann, Dr. Heiner Kleinschneider (Geschäftsführer WFG), Ulrike Wegener (WFG-Gründungsberaterin), Dr. Kai Zwicker (Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender WFG), Gaby Wenning (WFG-Projektleiterin), Burghardt Garske (Vorstand d.velop), Gabi Wenke (zdi-Zentrum Kreis Borken); (obere Reihe von links): Katharina Höing (WFG-Projektleiterin), Ingo Trawinski (WFG-Betriebsberater), Kathrin Bonhoff (WFG-Innovationsberaterin) und Veronika Droste (zdi-Zentrum Kreis Borken)
Foto: Wittenberg
„Der Kreis Borken schreibt eine Erfolgsstory auf hohem Niveau. Es ist eine Herausforderung, dieses Niveau zu halten – genau das ist Aufgabe der WFG, die dabei im vergangenen Jahr erneut eine wichtige Stütze war“, betonte Dr. Kai Zwicker, Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der WFG. Ein Bereich, in dem die WFG regelmäßig Unterstützung leistet, ist die Gründungsberatung, für die die Wirtschaftsförderung seit 2007 als zertifiziertes Startercenter NRW unterwegs ist. Insgesamt führte WFG-Gründungsberaterin Ulrike Wegener 385 Beratungsgespräche mit der Tendenz zur Nebenerwerbsgründung. „Bundesweit sank zwar die Zahl der Neugründungen um sieben Prozent, insgesamt ist aber festzustellen, dass weniger aus der Not heraus gegründet wird. Die Ideen haben Qualität“, berichtete Wegener. Zudem nehmen die Gründer auch mehr Geld in die Hand, um ihr Gründungsvorhaben umzusetzen. Insgesamt 25 Millionen Euro an Krediten sind im vergangenen Jahr an Jungunternehmer vergeben worden – 2012 lag die Zahl noch bei 15 Millionen Euro. Ein Großteil der Gründungen geht auf den Dienstleistungssektor zurück, insbesondere auf den IT-Bereich.

Auch bei den Betriebsberatungen blickte die WFG 2013 auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück. „Die Potenzialberatung war dabei ganz klar das Flaggschiff“, betonte WFG-Betriebsberater Ingo Trawinski. Insgesamt führte er 323 Beratungsgespräche, davon kamen ebenfalls die meisten – 27,5 Prozent – der Gesprächspartner aus dem Dienstleistungssektor. Auch die Energie- und Effizienzberatung war ein Schwerpunkt in diesem Segment. Dass die Unternehmen aus dem Kreis Borken sich mit Energieeinsparmöglichkeiten besonders auseinandersetzen, zeigt ein Blick in die landesweite Statistik: So wurde jedes dritte Energieberatungsgespräch in NRW im Kreis Borken geführt.

Weit vorn im regionalen Vergleich lagen die Unternehmen aus dem Kreis Borken ebenfalls im Bereich Innovation. Die WFG unterstützte 87 Unternehmen in 440 Beratungen (Vorjahr 300) bei der Einführung neuer Technologien sowie neuer Produkt- und Dienstleistungsideen. Insgesamt floss rund eine Million an Fördermittel in die Entwicklung von Produktneuheiten – „das ist ein beachtlicher Wert“, kommentierte WFG-Innovationsberaterin Kathrin Bonhoff. Und die Arbeit trug Früchte: So gingen zum Beispiel insgesamt drei der sechs vergebenen Auszeichnungen beim Innovationspreis Münsterland 2013 an Unternehmen aus dem Kreis Borken.

Um Unternehmen auf die Beratungsmöglichkeiten überhaupt erstmal einmal aufmerksam zu machen und weiterführende Informationen an die Hand zu geben, hat die WFG auch im vergangenen Jahr ihr Standortmarketing ausgebaut. Neben den viermal jährlich erscheinenden Ausgaben des Printmagazins „Wirtschaft aktuell“, bei der die WFG Herausgeberin ist, dem WFG-Online-Newsletter, der Online-Börsen sowie der WFG-Homepage, hat die Wirtschaftsförderung 2013 an der Gewerbeschau „Aufwind“ in Vreden sowie an den Stadtlohner Industrie- und Gewerbetagen teilgenommen. Außerdem wurden zentrale Veranstaltungen und Workshop-Reihen intensiv mit Pressearbeit begleitet. „Wir wollen unterschiedliche Kommunikationskanäle nutzen, um möglichst viele Unternehmen im Kreis Borken zu erreichen und zu vernetzen“, erklärte WFG-Projektleiterin Gaby Wenning das Ziel.

Neben den Gründungs-, Betriebs- und Innovationsberatungen sowie Standortmarketingprojekten, hat die WFG im vergangenen Jahr vor allem den Infrastrukturausbau vorangebracht. Dabei stand der Breitbandausbau ganz oben auf der Agenda. „Der Breitbandausbau geht voran – insgesamt 20 Ortsteile im Kreis Borken sind an das Glasfasernetz angebunden worden und in weiteren Kommunen läuft die Nachfragebündelung“, erläuterte Projektleiterin Katharina Höing.

Ein weiteres Thema, dass im vergangenen Jahr und auch aktuell die Unternehmen beschäftigt, ist der Fachkräftemangel und die frühzeitige Förderung des Nachwuchses. Vor allem im Mint-Bereich, also in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, gebe es Handlungsbedarf, um den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Mit dem Ziel, das technische Interesse von Schülern zu fördern, ist im April 2013 das zdi-RobertaZentrum in Borken zur Qualifizierung von Pädagogen zu „Robotik-Teachern“ an den Start gegangen, die die Mint-Fähigkeiten bei Schülern voranbringen sollen. „Darüber hinaus ist das Robotik-Verleihsystem, ein Robotik-Patenmodell sowie das Sponsoring von Schullizenzen eingeführt und sehr gut angenommen worden“, blickte Gabi Wenke vom zdi-Zentrum Kreis Borken zurück. Mit dem „Haus der kleinen Forscher“ hat sich im zdi-Zentrum Kreis Borken unter Trägerschaft der WFG seit einigen Jahren ein weiteres Projekt zur Mint-Förderung etabliert, das bereits die Kleinsten spielerisch an technische Themen heranführen soll. „2013 beteiligen sich rund 100 Kindertagsstätten und 20 Grundschulen an dem Projekt. Dass sich die Pädagogen aufgrund des Sponsorings diverser Unternehmen kostenlos weiterbilden können, ist deutschlandweit weiterhin einmalig“, freute sich Veronika Droste vom zdi-Zentrum.

Einen Blick in die Zukunft wagte WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider: „Das Thema Robotik wird in Zukunft eine noch größere Rolle spielen ebenso wie die Zukunftstechnologie Bionik. An beiden Themen werden wir weiter arbeiten“, gab erdie weitere Marschroute vor.

Wie wichtig die Arbeit der WFG auch für die Kommunen ist, betonte Geschers Bürgermeister Hubert Effkemann: „Eine solche qualifizierte und breitgefächerte Arbeit können wir als Stadt alleine nicht leisten. Die Expertise und Netzwerkarbeit der WFG-Mitarbeiter ist ein wichtiges Pfund.“

Von Anja Wittenberg Dienstag, 8. Juli 2014
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