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„3D-Druck birgt Chancen und Risiken“

Dülmen – „Ist 3D-Druck nur etwas zum Spielen oder macht er wirtschaftlich Sinn?“. Dieser Frage gingen 90 Teilnehmer bei der Veranstaltung wfc-InnovationsImpuls im Technologie-Zentrum der Kreishandwerkerschaft in Coesfeld auf den Grund.

Zeigten gemeinsam die Zukunftsperspektiven auf, die der 3D-Druck eröffnet (von links): Professor Dr. Carsten Feldmann, Professor Dr. Eckhard Finke, Dr. Michael Oelck und Christian Holterhues.
Foto: wfc

„Digitalisierung ist ein epochales Ereignis, das längst in Handwerk und Industrie angekommen ist. Sie birgt Chancen und Risiken“, betonte Dr. Michael Oelck, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Coesfeld. Er wies darauf hin, dass am Standort Kreis Coesfeld das Kompetenzzentrum für Geschäftsprozessmanagement, die wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld sowie die Kreishandwerkerschaft kontinuierlich zusammenarbeiteten, um die Unternehmen der Region dabei zu unterstützen, die Herausforderung „Digitalisierung“ zu meistern.

Professor Dr. Eckhard Finke von der Fachhochschule Münster, Fachbereich Maschinenbau, betonte, dass fast alles im 3D-Druck druckbar sei. „Ein Haus zu scannen und zu drucken, ist kein Problem. Aber auch Schablonen, Gussformen, Ersatzteile für Geräte und Autos, Funktionsmodelle, Präsentationsmodelle in der Architektur, Möbel und Medizinprodukte wie etwa Implantate und Dentalmodelle können produziert werden. Sie können im 3D-Druck auch Bauteile herstellen, die vorher überhaupt nicht zu fertigen waren“, erklärte er. Unternehmen, die sich mit dem Thema beschäftigen und eine Investition erwägen, sollten im Vorfeld allerdings gründlich recherchieren, empfahl er. Denn auch wenn im 3D-Druck aus einer digitalen Datei mithilfe des Gerätes ein dreidimensionales Objekt, etwa ein Bauteil, entstehe, gebe es doch unterschiedliche Drucker und Verfahren, die jeweils ihre Vorteile und Nachteile hätten. „Deshalb macht es Sinn, Zeit auf die Auswahl zu verwenden und vorab zu klären, was geht, und was nicht“, erläuterte der Wissenschaftler und ergänzte: „Wer den falschen Drucker hat, wird damit nicht glücklich.“

Stark variieren können zudem die Anschaffungskosten für die Technik zwischen 1.000 und 40.000 Euro. Vor dem Hintergrund fallender Preise habe sich der 3D-Druck seit seiner Erfindung 1983 insbesondere den vergangenen Jahren immer weiter ausgebreitet: von den Hochschulen in die großen, dann in die mittelständischen Unternehmen. Längst werde auch in kleineren und Handwerksunternehmen dreidimensional gedruckt, und erste Geräte seien inzwischen sogar in Privathaushalten am Werk. Finke wies darauf hin, dass für den Druck vor allem CAD-Kenntnisse erforderlich seien. Zudem betonte der Referent, dass 3D-Druck nicht immer die Lösung der Wahl sei: „Das Verfahren braucht etwas Zeit, wer in kurzer Zeit viel produzieren will, sollte gegebenenfalls auf eine andere Fertigungstechnik zurückgreifen“, empfahl er.

Genau an diesem Punkt setze Professor Dr. Carsten Feldmann vom Kompetenzzentrum für Geschäftsprozessmanagement Coesfeld in seinem Vortrag an. Er unterstrich, dass die Geräte auch Grenzen hätten und beispielsweise für den Einsatz in der Massenproduktion noch nicht geeignet seien. Doch umso besser könnten sie sich in einem anderen Anwendungsumfeld bewähren: „3D-Druck macht eine sehr individuali-sierte, personalisierte Produktion möglich. Kleine Losgrößen werden wirtschaftlich.“ 

Die wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH steht den Unter-nehmen der Region, die sich für das Thema 3D-Druck interessieren, eine Investition in Erwägung ziehen und sich über Fördermöglichkeiten informieren wollen, als Ansprechpartner zur Verfügung. „Wenn Sie eine Idee haben, kommen Sie zu uns, und wir stellen fest, ob sie förderfähig ist, finden für Sie das richtige Programm und helfen Ihnen, Partner für das Projekt zu finden“, wandte sich Christian Holterhues, Innovationsberater bei der wfc, an die Teilnehmer.

Donnerstag, 3. September 2015
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