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Wirtschaft geht zuversichtlich ins neue Jahr

Münsterland – „Zuversichtlich, aber ohne große Wachstumserwartungen“ geht die regionale Wirtschaft ins neue Jahr. „Es gibt keine Anzeichen für einen kräftigen Konjunkturimpuls, aber auch keinen Grund, die wirtschaftliche Entwicklung schlecht zu reden“, resümiert Dr. Benedikt Hüffer. Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen betont deshalb: „Wir befinden uns weiterhin auf einem hohen Niveau.“

„Die Mehrheit der im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region Unternehmen bewertet die eigene Geschäftslage weiterhin als gut“, erläutert Hüffer angesichts der derzeit laufenden IHK-Konjunkturumfrage. „Derzeit hängt stark von der Politik ab, wie es wirtschaftlich weitergeht“, ergänzt IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing. Bei vielen Unternehmen herrsche eine spürbare Verunsicherung, die Investitionen verhindere. Auf internationaler Ebene sieht Schulte-Uebbing vor allem zwei Herausforderung: zum einen den Konflikt mit Russland, der sich weit über die direkten Handelsbeziehungen hinaus auf ganz Osteuropa auswirke, zum anderen hänge viel davon ab, ob die Eurokrise weiter in Schach gehalten werde könne. Momentan wirke sich vor allem der niedrige Ölpreis positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung aus, „fast wie ein Konjunkturprogramm“. Eine der wenigen Regionen in der Weltwirtschaft, wo es derzeit gut läuft, seien die Vereinigten Staaten.

Angesichts der vielen Unwägbarkeiten im internationalen Geschäft, so Schulte-Uebbing, sei es umso wichtiger, dass die Bundesregierung „zu Hause mit einem klaren Kurs für Vertrauen in der Wirtschaft sorgt, um einen stabilen Wachstumspfad zu erreichen“. Dazu gehöre auch eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende, „die die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie nicht gefährdet“, also eine sichere Stromversorgung zu bezahlbaren Preisen sicherstelle. „Der Anteil des produzierenden Gewerbes liegt in Nord-Westfalen mit rund 21 Milliarden Euro bei über 30 Prozent der gesamten Wertschöpfung und damit über dem Landesdurchschnitt und deutlich über den Werten europäischer Nachbarländer“, erläuterte der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Schwerpunktthemen: Bildung, Breitband, Infrastruktur

Auf dem IHK-Jahresplan für 2015 steht neben Bildung und Infrastruktur zudem das Thema Digitalisierung von Geschäfts- und Produktionsprozessen. „Das ist von entscheidender Bedeutung für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Region“, unterstreicht IHK-Präsident Hüffer. Momentan mangele es vielerorts aber sogar noch an leistungsstarken Breitbandanschlüssen und damit häufig an der Grundlage für die Digitalisierung von Prozessen in den Unternehmen. „Wir machen da weiter Druck“, versichert der Hüffer. Der ländliche Raum dürfe nicht länger im Wettbewerbsnachteil bleiben: „Dafür sitzen hier zu viele wichtige Firmen, die für die Wirtschaftsleistung des gesamten Landes von Bedeutung sind“.

Daueraufgabe der IHK bleibe es, die betriebliche Aus- und Weiterbildung als gleichwertige und attraktive Alternative zum Studium zu vermitteln. Nach Jahren der politisch gewollten Über-Akademisierung müsse ein gesellschaftliches Umdenken einsetzen, fordert Schulte-Uebbing. „Ansonsten gehen gerade den kleinen und mittelständischen Betrieben die Fachkräfte aus“, warnt er und ergänzt: „Die Zeit immer neuer Ausbildungsrekorde ist aber seit gut drei Jahren schon vorbei.“ Hinzu komme, dass eine wachsende Zahl von Bewerbern mit den Anforderungen einer Ausbildung überfordert sei. Dadurch bleibe im Münsterland eine zunehmende Zahl von Ausbildungsplätzen unbesetzt, während anderenorts Bewerber unversorgt seien. Diese Gesamtentwicklung schlägt sich jetzt auch in der Ausbildungsstatistik der IHK nieder. So lag die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse Ende November 2014 mit 9.767 Verträgen um fast sieben Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. „Das liegt nicht an der Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen“, sagt Schulte-Uebbing. Schließlich sei die Ausbildungsquote in allen kreisfreien Städten und Kreisen des IHK-Bezirks sowohl über dem Landes- wie auch über dem Bundesdurchschnitt.

Verkehrsinfrastruktur: ein Stück vorangekommen

Bei ihrem Engagement für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist die IHK 2014 „ein gutes Stück vorangekommen“, so Schulte-Uebbing. Sowohl die Eröffnung des sechsstreifigen Teilstücks der A1 zwischen dem Autobahnkreuz Münster-Süd und der Dortmund-Ems-Kanal-Brücke als auch der Beginn des sechsstreifigen Ausbaus der A 43 zwischen der Anschlussstelle Recklinghausen/Herten und dem Autobahnkreuz Bochum/Witten seien wichtige Zeichen und Beiträge zur Verbesserung der Qualität als Wirtschaftsstandort, ebenso die Eröffnung der Zwillingsschleuse am Kanal in Münster, wo auch die Ausbauarbeiten der Stadtstrecke begonnen haben.

Mit Spannung erwartet die IHK die im nächsten Jahr anstehende Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans. Dabei sind für die IHK neben der Einstufung der A 52 zwei weitere Projekte von besonderem Interesse. Die Bewertung der drei Ortsumgehungen im Zuge des geplanten Neu- und Ausbaus der Bundesstraße 64 und die Frage, wie die Chancen stehen, dass das zweite Gleis für die Schienenstrecke zwischen Münster und Lünen in die höchste Dringlichkeitsstufe des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wird.

Zudem hofft Schulte-Uebbing, dass im Westmünsterland zum Ende des nächsten Jahres das Baurecht für die letzte Lücke der Bundesstraße 67 n zwischen Reken und Dülmen/A43 geschaffen wird: „Das wäre ein riesiger Erfolg der Unternehmerinitiative, die das Projekt vor vielen Jahren wiederbelebt und auf politischer Ebene vorangebracht hat“, so der Hauptgeschäftsführer.

Rückblickend war aus Sicht der IHK-Spitze „2014 ein Jahr, das kraftvoll begann, dann aber in Stagnation überging“, resümieren Hüffer und Schulte-Uebbing unisono. Für die Industrie erwarten sie wie im Vorjahr einen Gesamtumsatz von rund 38 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz könnte nach vorläufiger Berechnung von 15,7 im Vorjahr auf 16 Milliarden Euro steigen.

Dienstag, 30. Dezember 2014
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