Wed Nov 22 15:56:44 CET 2017

Merkliste

Lesenswert
Hygiene oberstes Gebot

Egal, ob es die Schweinegrippe ist oder Influenza. Zum Winter ist die Gesundheit der Mitarbeiter eines Unternehmens ein besonders hohes ...  

Genehmigungsverfahren: zu kompliziert und langwierig?

Wer schon einmal einen Genehmigungs- oder Änderungsantrag für eine Anlage gestellt hat, die unter das Bundesimmissionsschutzgesetz ...  

Schutz vor SPAM: Das ist wichtig

SPAM - sie sind nervig und zumeist unerwünscht, sie behindern die Alltagsarbeit in den Unternehmen. Im Jahr können die Spammer damit ...  

Wenn Arbeit krank macht

Im Arbeitsalltag fallen sie zunächst fast nie negativ auf. Im Gegenteil: Sie wirken engagiert, motiviert und auch die eine oder andere ...  

Verjährungsfalle Gewährleistungsbürgschaft

Eigentlich sollte die Gewährleistungsbürgschaft eine sichere Angelegenheit sein. Nach Ansicht von Rechtsanwalt Otto Lieber von der ...  

Zeigen, was man hat – aber wie?

Jeder kennt sie. Kaum einer will sie. Aber viele brauchen sie, denn wirklich alle lassen sich – bewusst oder unbewusst – von ihr ...  

Motivation ohne Incentives – geht das?

Die Motivation ihrer Mitarbeiter liegt vielen Unternehmern am Herzen. Die Frage lautet aber immer wieder: Wie motiviere ich meine ...  

Internet-Werberecht: Das sind die Fallen

Immer mehr Unternehmen nutzen das Internet, um für sich, ihre Produkte und Dienstleistungen zu werben, oder um online Waren zu ...  

Ein schmaler Grat

Stadtlohn - Sie tun es alle, egal, ob Chef oder Angestellter, ob Handwerker oder Bürohengst, ob Millionär oder Ein-Euro-Jobber. Sie ...  

Zwischen den Stühlen

Sie sollen ihren „Laden“ im Griff haben, das Beste aus ihren Mitarbeitern herausholen und somit maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens ...  

Bilanzieren Sie Ihre Kreativität

Die kontinuierliche Verbesserung der unternehmerischen Strukturen, der eigenen Produkte und Dienstleistungen ist für den Erhalt der ...  

Existenzgründung will auch steuerlich gut durchdacht sein

Das Interesse am Thema „Existenzgründung“ ist nach wie vor groß, gute Ideen sind vorhanden. Dass der Weg in die Unternehmerschaft aber ...  

Generationenwechsel aus Nachfolgersicht

Die Sicherung der Unternehmensnachfolge gehört zu den wichtigsten unternehmerischen Herausforderungen. Über die Kernaussagen einer ...  

Verlustausgleich: zwischen Freud und Leid

Ein Unternehmer zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er Initiative ergreift und das Risiko seiner Tätigkeit trägt. Doch wer viel ...  

Vorsicht, Insolvenzfalle

Geht ein Unternehmen in die Insolvenz, erhalten immer häufiger auch Werkunternehmer, die mit dem insolventen Auftraggeber ...  

Tipps für den „Steuerdschungel“

Das deutsche Steuerrecht ändert sich rasant. Aufgrund der zahlreichen Klageverfahren bei Finanzgerichten oder beim Bundesfinanzhof ...  

Chancen in den Niederlanden erkennen und nutzen

Für deutsche Unternehmen gibt es eine Vielzahl guter Gründe, auf dem niederländischen Nachbarmarkt grenzüberschreitend tätig zu werden. ...  

Chaos auf dem Bau: Das muss der Handwerker beachten

Ein Hauptproblem am Bau ist der immer bestehende Zeitdruck. Viel zu häufig versprechen der Architekt oder das Bauplanungsbüro dem ...  

„Vorreiter im Münsterland“

Ahaus - Eine positive Bilanz für das Jahr 2012 haben die Verantwortlichen der WFG für den Kreis Borken gestern (3. Juli) bei der Vorstellung ihres Geschäftsberichtes in den Räumlichkeiten der Unternehmensgruppe Pietsch in Ahaus gezogen.

Die WFG hat ihren Geschäftsbericht für 2012 bei Pietsch in Ahaus vorgestellt (von links): Gabi Wenke (WFG), Dr. Kai Zwicker (Landrat), Rendel Pietsch, Dr. Kurt-Michael Pietsch, Felix Büter (Bürgermeister Ahaus), Hermann-Josef Raatgering, Ulrike Wegener, Martin Lutz, Dr. Heiner Kleinschneider, Gaby Wenning, Kathrin Bonhoff (alle WFG) und Christoph Almering (Wirtschaftsförderer Ahaus)
Foto: Terhörst

„Der Kreis Borken ist heute wirtschaftlich sehr gut aufgestellt. Ein wesentlicher Grund dafür ist unser breit gefächerter Mittelstand. Es sind Unternehmen wie Pietsch, die durch ihr innovatives, aber auch zukunftsorientiertes Handeln einen erheblichen Beitrag zur guten Wirtschaftslage im Kreis leisten. Und die WFG unterstützt sie dabei, wo immer sie kann“, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende der WFG, Landrat Dr. Kai Zwicker.

Einen Faden, den Ahaus’ Bürgermeister Felix Büter bei seinen Begrüßungsworten gern aufgriff. Als „Vorreiter im Münsterland“ lobte Büter die heutige WFG. Dabei seien die Rahmenbedingungen zum Start der Kreis-Wirtschaftsförderung seinerzeit alles andere als optimal gewesen: „Die WFG ist damals angetreten, um den Folgen des Strukturwandels und der allgemeinen Krise entgegenzuwirken. Dennoch hat sie sich von Anfang an nicht nur darauf konzentriert, neue Unternehmen in die Region zu holen, sondern auch die Unternehmen im Bestand mit guten Ideen und neuen Ansätzen zu unterstützen – mit Erfolg, wie man heute sieht“, so Büter.

Welche neuen Ansätze die WFG 2012 nach vorn gebracht hat, skizzierten Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider und sein Team in der Folge. Eines der zentralen Projekte war dabei die Etablierung des zdi-Zentrums. Die neue Einrichtung ist bei der WFG angesiedelt und soll dazu beitragen, die sogenannten Mint-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) an den Schulen des Kreises weiter in den Fokus zu rücken. Auch das Engagement im „Haus der kleinen Forscher“, einem anderen Mint-Projekt, das bereits in den Kindergärten ansetzt, hat die WFG im vergangenen Jahr verstärkt. Darüber hinaus waren die Wirtschaftsförderer erstmalig auch mit einigen ihrer Dienstleistungen dezentral in der Region Bocholt, Rhede, Isselburg vor Ort präsent. Münsterlandweit wurden Kooperationen für ein gemeinsames Innovationsmanagement auf den Weg gebracht, die WFG hat zwei Projekte in den Regionale-Wettbewerb einfließen lassen und auch mit Blick auf die Arbeitsmarktpolitik wollen die Wirtschaftsförderer des Kreises Borken und ihre Partner in der Region enger zusammenarbeiten. Aber auch intern hat sich einiges bewegt: „Mit Kathrin Bonhoff haben wir eine zusätzliche Mitarbeiterin für die Innovationsberatung eingestellt und wir haben uns auf die neue EU-Förderphase vorbereitet. Schließlich wollen wir, dass der Kreis Borken künftig angemessen mit Fördermitteln bedacht wird“, zählte Kleinschneider einige der Projekte aus 2012 auf.

Mit Blick auf die einzelnen Arbeitsschwerpunkte der WFG – Gründerberatung, Betriebsberatung, Innovationsberatung, Standortmarketing und Infrastruktur – zeigten sich die jeweiligen Projektleiter zufrieden. 886 Gründungsinteressierte haben sich 2012 im Startercenter der WFG beraten lassen. Grundsätzlich hat sich dabei der Trend der Vorjahre fortgesetzt: Nach der Abschaffung des alten Gründerzuschusses und vor dem Hintergrund einer niedrigen Arbeitslosenquote hat es bundesweit und auch im Kreis Borken weniger Gründungen gegeben als in den Jahren zuvor. „Aus meiner Sicht ist das aber nicht dramatisch. Die Erfahrung zeigt, dass die Qualität der Gründungsvorhaben in einem solchen Umfeld entsprechend hoch ist“, betonte Gründungsberaterin Ulrike Wegener.

Bei einem Rundgang haben die Gäste einen Eindruck von der Pietsch-Logistik bekommen.
Foto: Terhörst

Dass die Unternehmer im Kreis Borken alles andere als beratungsresistent sind, zeigt ein Blick in die Statistik der WFG-Betriebsberatung. 386 Beratungsgespräche haben die Wirtschaftsförderer im vergangenen Jahr in diesem Segment geführt. „Die Unternehmen im Kreis sind sehr unterschiedlich ausgerichtet. Entsprechend groß ist die Bandbreite der Beratungsansätze. Klassische Themen waren erneut die Potenzialberatung, Nachfolgeberatungen, aber auch Krisen- und Sanierungsberatungen. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich auch unsere Energieberatungen. „Energieeffizienz ist im Kreis Borken jedenfalls kein Modethema, sondern ein Ansatz, dem die Unternehmen eine große Bedeutung beimessen“, kommentierte Kleinschneider.

2.000 Beratungsstunden haben die Innovationsberater Hermann-Josef Raatgering und Kathrin Bonhoff 2012 geleistet. In 300 Beratungen wurden 74 Unternehmen primär dabei unterstützt, Innovationen zur Marktreife zu bringen. „Unsere Beratungsansätze reichen von der Fördemittelberatung über die Vermittlung von Kooperationspartnern aus der Wissenschaft bis hin zum Marketing für die Innovationen über die Teilnahme an entsprechenden Wettbewerben“, fasste Raatgering zusammen.  

Mit dem Ziel, die Standortqualität zu verbessern, treibt die WFG parallel zu ihren Beratungstätigkeiten traditionell auch Infrastrukturprojekte voran. 2012 lag dabei abermals ein Schwerpunkt auf dem Breitbandausbau. „Nach dem Ausbau des Leerrohrnetzes in den vergangenen Jahren haben wir zusammen mit dem Telekommunikationsanbieter Bornet mittlerweile 13 Breitbandprojekte in unterschiedlichen Kommunen erfolgreich auf den Weg gebracht. Weitere sollen folgen. Und auch der LTE-Ausbau der Telekom schreitet weiter voran. Diese Funklösung ist vor allem für die Randbereiche interessant, die oft nur schwer mit dem Glasfaserkabel erreichbar sind“, resümierte Projektleiter Martin Lutz.

Auch mit Blick auf den Fachkräftenachwuchs hat die WFG im vergangenen Jahr erneut einige Projekte umgesetzt. Neben dem zdi-Zentrum haben die Wirtschaftsförderer ein Patenmodell ins Leben gerufen, das im Rahmen der Initiative „Haus der kleinen Forscher“ Kindergärten und Unternehmen zusammenbringt. Als Paten tragen die Unternehmen die Kosten für die gezielte Weiterbildung einiger Kindergartenmitarbeiter mit Blick auf den Themenschwerpunkt „Mint“. Ziel ist es, die Kindergärten in die Lage zu versetzen, die Kinder frühzeitig und spielerisch an das Thema heranzuführen.

Einer der Paten, die die WFG-Mitarbeiterin Gabi Wenke dafür 2012 gewonnen hat, ist die Pietsch Unternehmensgruppe. Und auch darüber hinaus ist der Großhändler für Sanitär, Heizung, Klima, Umwelt- und Haustechnik aus Ahaus an vielen Stellen mit der WFG verbunden. Aktuell zum Beispiel über das Projekt „Ökoprofit“, mit dem Pietsch seine Energieeffizienz auf Vordermann bringen will oder als Preisträger in der Kampagne „Germany at its best“, bei der die WFG das Unternehmen vorgeschlagen hatte. „Die Berührungspunkte sind vielseitig und haben schon einen lange Tradition“, wie Geschäftsführer Dr. Kurt-Michael Pietsch in seiner Ansprache betonte.

Um all diese Dinge angemessen in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, hat die WFG 2012 diverse Kanäle genutzt: Neben der eigenen Homepage und der Wirtschaft aktuell im Kreis Borken, deren Herausgeberin die WFG ist, ist beispielsweise regelmäßig ein Online-Newsletter erschienen. Außerdem hat Projektleiterin Gaby Wenning im vergangenen Jahr 70 Pressemitteilungen an die Medien in der Region versendet. „Natürlich waren wir aber auch vor Ort präsent. Unter anderem auf den kommunalen Gewerbeschauen oder auf 40 eigenen Veranstaltungen“, erklärte Wenning.

Donnerstag, 4. Juli 2013
Drucken Versenden Permalink Merken