Sat Nov 18 09:32:40 CET 2017

Merkliste

Lesenswert
Hygiene oberstes Gebot

Egal, ob es die Schweinegrippe ist oder Influenza. Zum Winter ist die Gesundheit der Mitarbeiter eines Unternehmens ein besonders hohes ...  

Genehmigungsverfahren: zu kompliziert und langwierig?

Wer schon einmal einen Genehmigungs- oder Änderungsantrag für eine Anlage gestellt hat, die unter das Bundesimmissionsschutzgesetz ...  

Schutz vor SPAM: Das ist wichtig

SPAM - sie sind nervig und zumeist unerwünscht, sie behindern die Alltagsarbeit in den Unternehmen. Im Jahr können die Spammer damit ...  

Wenn Arbeit krank macht

Im Arbeitsalltag fallen sie zunächst fast nie negativ auf. Im Gegenteil: Sie wirken engagiert, motiviert und auch die eine oder andere ...  

Verjährungsfalle Gewährleistungsbürgschaft

Eigentlich sollte die Gewährleistungsbürgschaft eine sichere Angelegenheit sein. Nach Ansicht von Rechtsanwalt Otto Lieber von der ...  

Zeigen, was man hat – aber wie?

Jeder kennt sie. Kaum einer will sie. Aber viele brauchen sie, denn wirklich alle lassen sich – bewusst oder unbewusst – von ihr ...  

Motivation ohne Incentives – geht das?

Die Motivation ihrer Mitarbeiter liegt vielen Unternehmern am Herzen. Die Frage lautet aber immer wieder: Wie motiviere ich meine ...  

Internet-Werberecht: Das sind die Fallen

Immer mehr Unternehmen nutzen das Internet, um für sich, ihre Produkte und Dienstleistungen zu werben, oder um online Waren zu ...  

Ein schmaler Grat

Stadtlohn - Sie tun es alle, egal, ob Chef oder Angestellter, ob Handwerker oder Bürohengst, ob Millionär oder Ein-Euro-Jobber. Sie ...  

Zwischen den Stühlen

Sie sollen ihren „Laden“ im Griff haben, das Beste aus ihren Mitarbeitern herausholen und somit maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens ...  

Bilanzieren Sie Ihre Kreativität

Die kontinuierliche Verbesserung der unternehmerischen Strukturen, der eigenen Produkte und Dienstleistungen ist für den Erhalt der ...  

Existenzgründung will auch steuerlich gut durchdacht sein

Das Interesse am Thema „Existenzgründung“ ist nach wie vor groß, gute Ideen sind vorhanden. Dass der Weg in die Unternehmerschaft aber ...  

Generationenwechsel aus Nachfolgersicht

Die Sicherung der Unternehmensnachfolge gehört zu den wichtigsten unternehmerischen Herausforderungen. Über die Kernaussagen einer ...  

Verlustausgleich: zwischen Freud und Leid

Ein Unternehmer zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er Initiative ergreift und das Risiko seiner Tätigkeit trägt. Doch wer viel ...  

Vorsicht, Insolvenzfalle

Geht ein Unternehmen in die Insolvenz, erhalten immer häufiger auch Werkunternehmer, die mit dem insolventen Auftraggeber ...  

Tipps für den „Steuerdschungel“

Das deutsche Steuerrecht ändert sich rasant. Aufgrund der zahlreichen Klageverfahren bei Finanzgerichten oder beim Bundesfinanzhof ...  

Chancen in den Niederlanden erkennen und nutzen

Für deutsche Unternehmen gibt es eine Vielzahl guter Gründe, auf dem niederländischen Nachbarmarkt grenzüberschreitend tätig zu werden. ...  

Chaos auf dem Bau: Das muss der Handwerker beachten

Ein Hauptproblem am Bau ist der immer bestehende Zeitdruck. Viel zu häufig versprechen der Architekt oder das Bauplanungsbüro dem ...  

Reform für Europa

Coesfeld - „Wir brauchen eine Reformagenda für Europa.“ Das forderte Professor Günter Verheugen, ehemaliger Vizepräsident der Europäischen Kommission und langjähriger EU-Kommissar, auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Veranstaltung „BankLive“ der VR-Bank Westmünsterland in Coesfeld.

Der ehemalige EU-Kommissar Günter Verheugen warf einen Blick auf die Entwicklung Europas.
Foto: Wittenberg
Schon im Vorfeld der siebten Auflage der VR-Bank-Events fand der Politiker deutliche Worte für die derzeitige Entwicklung des Großprojekts „Europa“. „Wir dürfen nicht alle Macht nach Brüssel verlagern oder Europa weiter vergrößern, sondern müssen den derzeitigen Zustand zunächst verbessern. Die Entscheidungsprozesse in der EU müssen genauso demokratisch und transparent organisiert werden wie in den einzelnen Mitgliedsstaaten selbst. Daher sollten wir dringend eine europäische Reformdebatte anstoßen“, machte Verheugen klar. Im Zuge dessen pflichtete er dem britischen Premierminister David Cameron bei, der sich unlängst kritisch über die EU-Politik geäußert hatte und eine Umgestaltung der EU forderte.

Ziel müsse es angesichts der Staatsschuldenkrise sein, die wirtschaftliche Basis der Länder zu stärken. „Wenn wir die wirtschaftliche Integration aufgeben, die das Fundament für den Wohlstand bildet, dann geht auch die politische Integration in der EU verloren“, betonte Verheugen.

Bei der siebten BankLive-Veranstaltung der VR-Bank Westmünsterland (von links): Berthold te Vrügt (Vorstand VR-Bank Westmünsterland), Dr. Wolfgang Baecker (Vorstandsvorsitzender VR-Bank Westmünsterland, Juliane Hielscher (Moderatorin), Professor Günter Verheugen (ehemaliger EU-Kommissar) und Georg Kremerskothen (Vorstand VR-Bank Westmünsterland)
Foto: Wittenberg
Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise sei Deutschland generell gut aufgestellt. „Deutschland ist gut durch die Krise gekommen, weil wir nicht den Fehler gemacht haben, die Industrialisierung voranzutreiben. Wir sind vielmehr mit einer starken, breit gefächerten Wirtschaft mit bodenständigen Unternehmen krisenfest geblieben. Diese Betriebe haben eine gewisse Standortverbundenheit zu ihrem Heimatland und einen starken Charakter, der sich über Generationen entwickelt hat“, macht der Politiker klar, der im Anschluss vor rund 600 Gästen im Konzerttheater über Deutschlands Perspektiven und Herausforderungen in Europa sprach.

Genau diese starke Position sei es jedoch, die in Europa nicht immer positiv bewertet werde. „Es ist kein Neid, den anderen Länder angesichts unserer konjunkturellen Stärke haben, sondern vielmehr die Sorge, dass Deutschland einen übergroßen Einfluss haben könnte“, so Verheugen. Auch die geschichtliche Vergangenheit bleibe nicht ausgeblendet. „Die Taten und Worte eines deutschen Politikers werden immer noch anders bewertet als die eines anderen Europäers“, ergänzte er. Darüber hinaus profitiere kein anderes Land in der EU von der gemeinsamen Währung so stark wie Deutschland. „Wir müssen aber auch bedenken, dass unsere Exportüberschüsse die Defizite der anderen Länder sind“, warnte er.

Der ehemalige EU-Kommissar forderte daher auch in diesem Kontext, Europa durch Reformen transparenter zu gestalten – insbesondere für die Bevölkerung – und die Chancen der europäischen Einheit in den Vordergrund zu rücken. Dem stimmte Dr. Wolfgang Baecker, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Westmünsterland, zu. „Europa ist sehr wichtig für uns, da die Wirtschaft in der Region sehr exportlastig ist. Daher ist es zwingend notwendig, dass wir uns damit befassen, was um uns herum geschieht. Wir müssen uns ein transparentes Bild von Europa machen“, betonte er.

Von Anja Wittenberg Freitag, 15. März 2013
Drucken Versenden Kommentar an Autor Permalink Merken