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Breitband: „Kreis Borken hat Vorreiterrolle“

Ahaus-Ottenstein – Mit dem kreisweiten Leerrohrnetzwerk hat sich der Kreis Borken eine „hervorragende Ausgangsposition“ für die Breitbandanbindung geschaffen. „Mit diesem Engagement hat der Kreis Borken deutschlandweit eine Vorreiterrolle eingenommen. Wir sind damit gut aufgestellt, aber noch lange nicht am Ende angekommen.“ Das sagte Landrat Dr. Kai Zwicker jetzt bei einem Pressegespräch bei dem Holzbauunternehmen Terhalle in Ahaus-Ottenstein. Gemeinsam mit Vertretern des Kreises und der Wirtschaftsförderung für den Kreis Borken (WFG) zog er dort eine Zwischenbilanz zum Breitbandausbau im Kreis Borken.

Beim Rundgang durch die Produktionshallen von Terhalle (von links): Dr. Heiner Kleinschneider (Geschäftsführer WFG), Dr. Kai Zwicker (Landrat), Thorsten Schnell (Mitarbeiter Terhalle) und Josef Terhalle (Geschäftsführer Terhalle).
Foto: Wittenberg
Seit fast zehn Jahren beschäftigen sich Kreis, Kommunen und WFG mit der Breitbandversorgung. Gemeinsam entwickelten sie 2009 ein entsprechendes Konzept zum Netzausbau und verlegten bis Ende 2011 mit rund 2,3 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II 72 Kilometer Leerrohrtrassen. Die Leerrohre sollen Telekommunikationsunternehmen und Versorgungsbetriebe anschließend mit Glasfaserleitungen füllen. „Damit sind wir damals zwar ein großes Risiko eingegangen, da wir keine Sicherheit hatten, dass dieser Plan aufging. Aber letztendlich hat es hervorragend funktioniert und war ein wichtiger Schritt, um die Infrastruktur im Kreis zu verbessern. Anderenfalls wäre diese ländliche Region ins Hintertreffen geraten“, blickte der Landrat zurück.

Seither sind zahlreiche Breitbandprojekte mit verschiedenen Anbietern umgesetzt worden. Angefangen mit dem Pilot-Glasfasernetz in Bocholt-Barlo 2011, durch das mittlerweile 300 Haushalte an die „Datenautobahn“ angebunden sind, hat im vergangenen Jahr die Umsetzung in der Fläche begonnen. „Mit dem Glasfasernetz haben wir quasi den ‚roten Teppich’ für Telekommunikationsunternehmen ausgerollt. Zug um Zug sind in den Kommunen mit verschiedenen Telekommunikationsanbietern Glasfaserprojekte gestartet worden. Eine vergleichbare Dichte ist in anderen Regionen nicht zu finden“, freut sich Dr. Heiner Kleinschneider, Geschäftsführer der WFG.

22 Kilometer Leerrohr vermietet

Aktuell sind rund 22 der 72 Kilometer Leerrohre (30 Prozent) vermietet. Bis Ende des Jahres sollen es noch mehr werden: Aktuell laufen an verschiedenen Orten Nachfragebündelungen zum Breitbandausbau in Kooperation mit dem Telekommunikationsdienstleister Bornet aus Borken. Mindestens 40 Prozent der Haushalte und Unternehmen müssen dafür einen Vorvertrag für eine Breitbandanbindung bei Bornet beantragen. Erst dann bestehe genügend Planungssicherheit, sodass die komplette Kommune ans Bornet-Glasfasernetz angeschlossen werden kann. Bis Ende 2013 könnten auf diese Weise weitere 23 Meter Leerrohre vermietet werden. „In den Bocholt-Barlo, Gescher-Hochmoor, Borken-Marbeck und in den Ahauser Stadtteilen Graes und Ottenstein gibt es bereits eine Glasfaseranbindung. Die Netze in Heek, Nienborg, Ahaus-West und Ahaus-Wessum sind noch im Bau. Heek wäre damit die erste Gemeinde, die flächendeckend über Glasfaser erschlossen ist“, informierte Kleinschneider. Weitere Nachfragebündelungen laufen zurzeit in Ahaus-Zentrum, Legden und Gescher.

Um auch die ländlichen Räume außerhalb der Siedlungskerne anzuschließen, setzen sich WFG und Kreis darüber hinaus intensiv mit der Mobilfunktechnik LTE auseinander. Bis Ende des Jahres sollen 60 Prozent der Kreisfläche über LTE verfügen (aktuell 40 Prozent).

Generell wollen und müssen die Akteure in den kommenden Monaten weiter Überzeugungsarbeit leisten, denn: „Der Bedarf, auf Glasfaser umzusteigen, ist noch nicht bei allen Bürgern und Unternehmen groß genug. An dieser Stelle müssen wir ein Umdenken bewirken, wenn wir für die Zukunft gerüstet sein wollen. Glasfaser ist aktuell das schnellste Medium zur Datenübertragung und hat im Gegensatz zum Kupfernetz großes Potenzial, um auch für die nächsten Jahrzehnte genügend Übertragungsleistung für heutige und künftige Anwendungen zur Verfügung zu stellen“, betonte Zwicker und er ergänzte: „Das ist insbesondere für Unternehmen ein wichtiger Punkt. Die Datenmenge wird sich in den kommenden Jahren verdoppeln, was sich auf die Arbeitsprozesse in den Betrieben auswirken wird. Nicht zuletzt stärkt eine gute Breitbandanbindung auch die Wohnqualität, die für Fachkräfte ein entscheidendes Kriterium für einen Ortswechsel ist.“

Das sah WFG-Geschäftsführer Kleinschneider ähnlich: „Es gilt, den Bürgern und Entscheidern in den Unternehmen die Chancen und Vorzüge dieser Technologie näherzubringen. Denn nur, wenn es eine ausreichende Nachfrage nach Glasfaserleitungen gibt und der Anbieter eine wirtschaftlich Perspektive in einem Netzausbau sieht, wird er investieren.“

Geschäftsführer Josef Terhalle betonte, dass sein Unternehmen auf eine schnelle Datenübertragung via Glasfaser angewiesen ist.
Foto: Wittenberg

Terhalle: großer Bedarf

Die Chance erkannt hat Josef Terhalle, Geschäftsführer des gleichnamigen Holzbauunternehmens in Ahaus-Ottenstein. Er hatte sich seinerzeit für ein Glasfasernetz in Ottenstein stark gemacht und die Werbtrommel gerührt. Der Bedarf einer schnellen Datenübertragung ist bei dem Unternehmen besonders groß: „Zum einen werden unsere Maschinen von den Herstellern aus der Ferne gewartet, das heißt, sie greifen online auf die Anlagen zu. Zum anderen müssen unsere Mitarbeiter im Außendienst auf der Baustelle oder am Heimarbeitsplatz jederzeit auf die Planungen und ihren Arbeitsbereich über das Firmennetz zugreifen können. Außerdem übermitteln externe Ingenieur- und Planungsbüros die Daten für die Baukonstruktionen online. Das funktioniert mit einer geringen Übertragungsgeschwindigkeit nicht“, begründet Terhalle, der jetzt über eine Anbindung mit 100 statt wie bisher 34 Mbit pro Sekunde verfügt.

Von Anja Wittenberg Dienstag, 18. Juni 2013
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