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Ertragsniveau „konstant gehalten“

Rheine – „Wir sind sehr zufrieden mit unseren Zahlen für 2012. In einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld mit niedrigen Zinsen haben wir unser Ertragsniveau konstant gehalten.“ So fasste jetzt Gerhard Baumann (Volksbank Nordmünsterland), Sprecher der Volksbanken im Kreis Steinfurt, die Ergebnisse der insgesamt sieben Genossenschaftsbanken auf der Jahrespressekonferenz in Rheine zusammen.

Bankensprecher Gerhard Baumann stellte die Ergebnisse der sieben Volksbanken im Kreis Steinfurt für 2012 vor.
Foto: Wittenberg
Ein Gradmesser für die Entwicklung ist wie in jedem Jahr die Bilanzsumme. Sie stieg zum Jahresende auf 3,57 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Impulse für das Wachstum registrierten die Volksbanken auf beiden Seiten der Bilanz – sowohl bei den Kundeneinlagen als auch bei den vergebenen Krediten. Bei den Einlagen stand zum Jahresende allerdings ein leichtes Minus von 0,9 Prozent in der Bilanz: Insgesamt legten die Kunden 2,45 Milliarden Euro bei den Volksbanken an. „Wir haben allerdings einen hohen Zuwachs bei den Sichteinlagen mit 7,9 Prozent verzeichnet. Firmen- und Privatkunden parkten ihre Gelder mangels attraktiver Anlagealternativen auf Kontokorrent- oder Girokonten, um kurzfristig auf Veränderungen in der Zinslandschaft reagieren zu können“, erklärte Baumann, der davon ausgeht, dass sich an den niedrigen Zinsen auch in den kommenden Monaten nichts ändern werde.

Zugenommen haben hingegen die Kredite, die die Volksbanken im vergangenen Jahr vergeben haben. Mit 2,51 Milliarden Euro verbuchten sie einen Zuwachs von 4,9 Prozent. „Die Nachfrage der Unternehmen nach Krediten war 2012 sehr gut. Im Fokus standen Kredite für Investitionen, aber auch öffentliche Fördermittel. Auch zahlreiche Privatkunden haben Geld für Renovierungen oder energetische Sanierungen aufgenommen. Das kam letztendlich wiederum den Handwerksbetrieben zugute“, erläuterte Baumann. Ähnlich investitionsfreudig waren 2012 auch die Landwirte: Die meisten Gelder flossen dabei in Stallerweiterungen oder Photovoltaikanlagen.

Die gute Geschäftsentwicklung der Volksbanken sei ein Spiegelbild der regionalen Konjunktur: „Wir haben im Kreis Steinfurt einen gesunden Branchenmix mit vielen gut aufgestellten mittelständischen Familienbetrieben, die optimistisch in die Zukunft schauen und das mit ihrem Investitionsverhalten auch dokumentieren“, fasste der Bankensprecher zusammen. Das zeige außerdem die anhaltend niedrige Insolvenzquote, die im Kreis Steinfurt seit einigen Jahren im Jahresdurchschnitt bei 200 Betrieben liege.

Über einen „robusten Mittelstand im Kreis Steinfurt“ freute sich Franz-Josef Konermann angesichts der aktuellen Konjunkturumfrage der Banken bei den Unternehmen.
Foto: Wittenberg

Konjunkturumfrage: Mittelstand zeigt sich robust

Dass es der Wirtschaft in der Region gut geht, hat auch die aktuelle Konjunkturumfrage der sieben Volksbanken unter ihren Mitgliedsunternehmen ergeben. Der Stimmungsindex, der sich aus der Bewertung der aktuellen Lage sowie aus den Erwartungen für die Zukunft zusammensetzt, hat sich zum Jahresende 2012 gegenüber dem Vorjahr verbessert und mit 110,3 Prozent einen neuen Rekordwert erreicht. „Damit zeigt sich der Mittelstand im Kreis Steinfurt bemerkenswert robust gegenüber der auch in Deutschland nachlassenden Wachstumsdynamik“, betonte Franz-Josef Konermann (Volksbank Tecklenburger Land), stellvertretender Bankensprecher. Zwar sei die Stimmung der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe und der Bauwirtschaft leicht eingetrübt gewesen, allerdings habe sie sich im Handel und bei den Dienstleistungsunternehmen deutlich aufgehellt, sodass der Stimmungsindex insgesamt im Plus liege.

Insgesamt beurteilten die 200 Unternehmen, die an der Umfrage teilgenommen hatten, die Geschäftlage allerdings etwas weniger günstig. „Unverändert sieht sich aber die Hälfte der Befragten in einer guten Lage. Hinzu kommen zwölf Prozent, die sogar die Note ‚sehr gut’ vergeben haben – 2011 waren das allerdings noch 19 Prozent“, erläuterte Konermann. Für 2013 rechnet fast jedes dritte Unternehmen mit einer weiteren geschäftlichen Verbesserung, nur acht Prozent befürchten eine Eintrübung.

Auch die Investitionsbereitschaft der mittelständischen Betriebe im Kreis Steinfurt blieb konstant. 29 Prozent der Befragten haben mehr als zuvor investiert (Vorjahr 31 Prozent), 15 Prozent gaben weniger Geld aus. Auch in der Personalplanung setzen die Unternehmen auf Konstanz: So wollen 79 Prozent die Zahl der Beschäftigten halten und 18 Prozent will zusätzliches Personal einstellen, während drei Prozent mit einem Stellenabbau rechnet.

Als wichtigste Herausforderung sehen die Befragten vor allem den Fachkräftemangel (42 Prozent) und die Energiekosten (35 Prozent) – diese Risikofaktoren haben im Vergleich zu 2011 in der Wahrnehmung der Unternehmen zugenommen.

„Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse sind wir insgesamt optimistisch für die wirtschaftliche Entwicklung 2013 – wenn nicht noch ein Gau in Europa passiert. Denn ein Ende der Staatsschuldenkrise ist noch lange nicht in Sicht. Wir stehen vor dem Beginn einer Rezession. Im Süden macht sie sich bereits bemerkbar mit einer beängstigenden Jugendarbeitslosigkeit in Spanien. Wir dürfen aber keinen Staat pleitegehen lassen, das würde große Löcher in Europa reißen. Daran müssen wir arbeiten“, warnte Bankensprecher Baumann.

Fleißig gearbeitet wird indes schon an der „Bankenhochzeit“ zwischen der Volksbank Tecklenburg und der Volksbank Nordmünsterland. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Fusion. In Projektgruppen und Informationsveranstaltungen wurden bereits der neue Name (VR-Bank Kreis Steinfurt), Hauptsitz (Rheine) und Personalien geklärt. Nun müssten noch der entsprechende Verschmelzungsvertrag, die Satzung und die Geschäftsordnung festgelegt werden. Weitere Details wollten Baumann und Konermann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten, aber: „Alles läuft wie geplant. Im Juni muss dann noch die Vertreterversammlung beider Häuser zustimmen“, erklärte Baumann.

Info: An die rund 100.000 Mitglieder werden die Volksbanken im Kreis Steinfurt nach eigenen Angaben voraussichtlich eine Dividende von insgesamt 2,8 Millionen Euro ausschütten. 2012 beschäftigten die Genossenschaftsbanken zusammen rund 950 Mitarbeiter in 67 Bankstellen, davon waren fast 100 Auszubildende.

Von Anja Wittenberg Montag, 14. Januar 2013
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