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„Standorte ohne Glasfaserinfrastruktur werden verlieren“

Coesfeld – „Standorte ohne Glasfaserinfrastruktur werden im internationalen Wettbewerb mittelfristig ihre Konkurrenzfähigkeit verlieren.“ Davon ist Egbert Weber, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen, überzeugt. Daher hatte der Leiter des IHK-Regionalausschusses für den Kreis Borken zur jüngsten Sitzung des Gremiums den Chef des Netzbetreibers Bornet Stephan Klaus eingeladen.

Der Unternehmer informierte die mehr als 50 Vertreter aus dem Kreis Borken in den Räumen des Bio-Lebensmittelgroßhandels Weiling in Coesfeld über die Bedeutung moderner Kommunikationsinfrastruktur für die wirtschaftliche Entwicklung.

„Schon heute ist für die Werthaltigkeit einer Immobilie die vorhandene Lichtwellenleiterinfrastruktur ein entscheidender Faktor. Das gilt nicht nur für Gewerbe-, sondern auch für Wohnobjekte. Dieser Trend wird sich in Zukunft mit zunehmender Nachfrage nach Bandbreiten weiter verstärken“, prognostizierte er. Im Kreis Borken, so Klaus, sei durch die Leerrohrinstallation bereits gute Vorarbeit geleistet worden. Damit könnten die Nachteile, die eine ländliche Region gegenüber Ballungsgebieten habe, „ein wenig ausgeglichen werden“.

„Digitale Autobahnen werden immer wichtiger“, betonte auch Ausschussvorsitzender Weber. Er machte aber gleichzeitig klar: „Konventionelle Straßenverbindungen verlieren dadurch jedoch keineswegs an Bedeutung. Im Gegenteil. Der wachsende Internethandel führt zu zunehmendem Lieferverkehr. Deshalb müssen vollständige Lückenschlüsse wie bei der B 67n im Abschnitt Reken-Dülmen weiterhin mit Nachdruck verfolgt werden. Landesverkehrsminister Michael Groschek hat uns bei einem Lokaltermin Anfang des Jahres seine volle Unterstützung zugesagt“, so Weber. Das Planfeststellungsverfahren laufe, der Erörterungstermin solle noch in diesem Jahr stattfinden. „Eine leistungsfähige Infrastruktur in allen notwendigen Facetten ist das A und O der Standortqualität“, unterstrich der IHK-Vizepräsident.

Montag, 1. Juli 2013
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