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„Jeder sollte eine Chance bekommen“

Everswinkel – Die Abschlussprüfung hat er mit 2,7 bestanden und den Vertrag über eine unbefristete Festanstellung in seinem bisherigen Ausbildungsbetrieb in der Tasche. Christoph Sand, ausgebildeter Gartenbauwerker aus Everswinkel, ist stolz auf sich. Denn vor der Ausbildung besuchte der 21-Jährige eine Förderschule, weil seine Noten für eine Regelschule nicht ausreichten. Dass er anschließend auf dem Arbeitsmarkt Fuß gefasst hat, dafür haben die Arbeitsagentur Ahlen-Münster und der Garten- und Landschaftsbetrieb Martin Wierbrügge in Everswinkel gesorgt.

Christoph Sand (links) absolvierte im Rahmen der sogenannten kooperativen Ausbildung eine Lehre beim Garten- und Landschaftsbauer Martin Wierbrügge
Foto: Arbeitsagentur Ahlen-Münster
Damit hätte Sand selbst noch vor ein paar Jahren nicht gerechnet. Er hatte Lernschwierigkeiten und besuchte deshalb eine Förderschule. Auf dem normalen Ausbildungsmarkt hätte er damit nur geringe Chance gehabt. Deshalb bekam er Hilfe von einem Reha-Berater der Arbeitsagentur Ahlen-Münster. „Die Reha-Berater gehen regelmäßig in die Förderschulen, um frühzeitig den weiteren beruflichen Weg zu ebnen. So können sie gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern überlegen, ob im Anschluss an die Schule schon eine Ausbildung realisierbar ist oder zur weiteren Förderung eine berufsvorbereitende Maßnahme infrage kommt“, erklärt Sandra Pawlas, Geschäftsführerin in der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. Im Falle von Christoph Sand war es eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme, in der er auf die Ausbildung zum Gartenbauwerker, einem speziellen Ausbildungsberuf für Menschen mit Handicap, vorbereitet wurde.

Im Rahmen dieser Maßnahme absolvierte er auch drei Praktika in verschiedenen Unternehmen, unter anderem im Garten- und Landschaftsbetrieb von Martin Wierbrügge. Dort gefiel es dem jungen Mann auf Anhieb, und auch der Inhaber war von ihm begeistert: „Christoph hatte von Anfang an eine sehr gute Hand im Umgang mit den Maschinen. Außerdem kann er gut selbstständig arbeiten und fügt sich hervorragend ins Team ein.“ Das Unternehmen bot ihm daraufhin einen Ausbildungsvertrag an. „Jeder, der arbeiten möchte, sollte auch eine Chance bekommen“, betont Wierbrügge. Sand ist schon der dritte Auszubildende mit Handicap, zwei weitere fangen im Oktober dieses Jahres an.

Da auch die Berufsausbildung nicht ohne theoretische Inhalte auskommt, erhielt er eine besondere Förderung. Im Rahmen der sogenannten kooperativen Ausbildung absolvierte der 21-Jährige die berufspraktischen Ausbildungsanschnitte bei Wierbrügge und besuchte für die Theorie die Berufsschule. Zusätzlich erhielt er Stützunterricht und sozialpädagogische Betreuung durch einen Bildungsträger.

Im Bereich körperlich anstrengender Arbeit sei es heutzutage schwer, gute Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu finden, so Geschäftsführer Wierbrügge. Der zunehmende Fachkräftebedarf sei in seiner Branche schon ein echtes Problem: „Wir müssen also ausbilden, um die Zukunft unseres Unternehmens zu sichern“, macht er klar. Deshalb beschäftigt das Unternehmen neben den Auszubildenden zum Gartenbauwerker aktuell fünf weitere Auszubildende zum Gärtner. „Die Auszubildenden aus der kooperativen Ausbildung sind häufig besonders motiviert. Und in praktischen Dingen sind sie oft besser als unsere anderen Auszubildenden“, sagt auch Marion Wierbrügge, Ehefrau des Firmeninhabers und für die Büroarbeit des Unternehmens zuständig. Und Geschäftsführer Wierbrügge ergänzt: „Christoph wäre nie dahin gekommen, wo er ist, wenn es diese Maßnahme nicht gegeben hätte“.

Montag, 19. August 2013
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