May 28, 2020

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zdi Kreis Borken: „Fördergelder sind gut angelegt“

Borken - Mit der Unterzeichnung einer Gründungserklärung haben Borkens Landrat Dr. Kai Zwicker und Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Svenja Schulze heute (6. September) nun auch offiziell in Borken den Startschuss für das neue zdi-Zentrum des Kreises gegeben.

Bei der Übergabe des offiziellen zdi-Qualitätssiegels (von links): Landrat Dr. Kai Zwicker, NRW-Wirtschaftsministerin Svenja Schulze und WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider
Foto: Terhörst

„Angesichts des umgreifenden Fachkräftemangels können wir es uns nicht mehr leisten, dass Talente für die Berufswelt verloren gehen. Unser Ziel muss es daher sein, die potenziellen Fachkräfte von morgen schon in jungen Jahren abzuholen. Die mittlerweile 35 zdi-Zentren in NRW sind dabei ein wichtiges Instrument“, nannte die Ministerin vor rund 100 Gästen in der Aula des Berufskollegs Borken die Hintergründe.

Zdi, das steht für „Zukunft durch Innovation.NRW“. Dahinter verbirgt sich ein Gemeinschaftsprojekt, das dabei helfen soll, Kinder und Jugendliche für die sogenannten Mint-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern. 1.700 Partner sind landesweit an dem Projekt beteiligt.

„Das Handwerk und die Industrie im Kreis Borken haben – wie der gesamte Kreis – eine enorme Wirtschaftskraft. Um diesen Status zu halten, benötigen die Betriebe junge Leute, die ein Talent für die oftmals technisch oder naturwissenschaftlich geprägten Berufsbilder haben. Das neue zdi-Zentrum will mit diversen Projekten genau an diesem Punkt Hilfestellung geben“, verdeutlichte der Landrat.

Schon vor acht Monaten, unmittelbar nachdem die Zusage vom Land NRW vorlag, hat das Zentrum seine Arbeit aufgenommen. Die Bandbreite der Ansätze und Projekte, die die Initiatoren seither verfolgen, ist breit, betonte Dr. Heiner Kleinschneider, Geschäftsführer der WFG für den Kreis Borken, bei der das Zentrum angesiedelt ist. Stellvertretend nannte er das „Haus der kleinen Forscher“, das mithilfe des zdi-Zentrums nun ausgeweitet wird. Ziel des Projektes, das bereits seit einigen Jahren in vielen Kindertagesstätten des Kreises läuft, ist es, Mint-Elemente in den Alltag der Kinder einzubinden und sie so frühzeitig an das Themenfeld heranzuführen. „Mit dem zdi-Zentrum wollen wir das ,Haus der kleinen Forscher’ nun auch in den Grundschulen des Kreises einführen. Und die bisherige Resonanz ist toll: 15 Grundschulen konnten wir bereits für das Projekt gewinnen. Sie sehen also, Frau Ministerin, die Fördergelder sind bei uns sehr gut angelegt“, betonte Kleinschneider in Richtung Schulze.

Viele der Akteure, die das zdi-Projekt im Kreis Borken vorangetrieben haben, waren zum Besuch von NRW-Wirtschaftsministerin Svenja Schulze (Zweite von rechts) gekommen.
Foto: Terhörst

Um das weiter zu unterstreichen, nannte der Wirtschaftsförderer noch andere Felder wie den Know-how-Transfer zwischen den Schulen oder die gezielte Fortbildung der Lehrkräfte, die das zdi Kreis Borken bereits in Angriff genommen habe. Auch Projekte, die den Unterricht näher an die Mint-Praxis heranführen sollen, seien in den vergangenen Monaten angelaufen, so Kleinschneider weiter.

Als besonders wichtig wertete die Ministerin in diesem Zusammenhang den Ansatz des neuen zdi, vor allem junge Mädchen für die Mint-Berufe zu begeistern. „Leider sind Frauen in den technischen Berufen immer noch die Ausnahme. Das darf vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels nicht so bleiben“, forderte sie.

Aufgaben wie diese, davon zeigte sich Kleinschneider überzeugt, können jedoch nur gemeinschaftlich bewältigt werden. Schon die Etablierung des zdi selbst sei aus seiner Sicht ohne den starken Verbund aller relevanten Akteure so schnell kaum möglich gewesen. Aber auch für die Zukunft wünscht sich der Wirtschaftsförderer „starke Verbündete“: „Wir benötigen Partner, um das zdi-Zentrum voranzubringen. So wird das zdi-Netzwerk immer engmaschiger und stärker“, erläuterte Kleinschneider.

Im Anschluss an die offiziellen Programmpunkte hat sich die Ministerin in einer kleinen Ausstellung davon überzeugen könnnen, dass die Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen im Kreis Borken in Sachen Mint-Förderung durchaus schon einiges auf die Beine gestellt haben. Diverse Aussteller von der Kita bis hin zum Berufskolleg haben zusammen mit den beteiligten Kindern und Jugendlichen in der Aula des Berufskollegs ihre Mint-Projekte vorgestellt.

Von Michael Terhörst Donnerstag, 6. September 2012
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