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„Märkte erzwingen verantwortungsvolles Unternehmertum“

Coesfeld – Warum es für Unternehmen wichtiger denn je ist, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, und auf welchen Feldern sie sich am besten engagieren können, das erfuhren jetzt 50 Unternehmer beim „wfc InnovationsImpuls“ im Technologie-Zentrum des HBS Handwerks-Bildungsstätten e.V. in Coesfeld. Gemeinsam hatten die wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld und der HBS zur Informationsveranstaltung „Corporate Social Responsibility” (CSR) eingeladen, um einen ersten Impuls für weitere Seminare und Workshops zu geben.

Diskutierten über soziales Engagement von Unternehmen (von links): Elke Eckmann (Karl Hönekop GmbH), Volker Hölscher (Handwerks-Bildungsstätten e.V.), Dr. Heinrich Beyer (Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft e.V.), Dr. Jürgen Grüner (wfc) und Ralf Schillmüller (Ernstings‘s family GmbH & Co.KG)
Foto: wfc

„CSR ist nicht mehr ein Randthema, sondern ein wichtiger Baustein für die Wettbewerbsfähigkeit“, betonte Dr. Jürgen Grüner. Warum das so ist, erklärte Dr. Heinrich Beyer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft „Partnerschaft in der Wirtschaft AGP e.V.“ in Kassel: „Der Ökonom Milton Friedman sah die soziale Verantwortung eines Unternehmens ausschließlich in der Steigerungen der Gewinne, aber das reicht nicht mehr, die Dinge haben sich geändert. Die Märkte erzwingen heute verantwortungsvolles Unternehmertum“, betonte er. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels forderte der Experte die Unternehmen auf, sich als sozial verantwortlicher Arbeitgeber zu profilieren. „Zudem fragen die Verbraucher immer hartnäckiger nach den Herstellungsbedingungen der Produkte und auch die Kunden in der industriellen Zulieferkette legen immer größeren Wert auf ökologisch und sozial korrektes Verhaltens der Lieferanten“, erläuterte Beyer. Für ihn sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis Normen und Richtlinien für verantwortungsvolles Unternehmertum vorliegen.

Engagieren könnten sich Unternehmen aus seiner Sicht zum Beispiel in den Handlungsfeldern „Arbeitsplatz“, „Markt“, „Umwelt“ und „Gemeinwesen“. Beyer betonte, dass gerade kleinere und mittlere Unternehmen beste Rahmenbedingungen haben, den Bereich CSR effektiv auszugestalten. „Diese Firmen arbeiten erfolgreich und flexibel, verfügen oft über eine lange Tradition, sind bodenständig und mit der Heimat verbunden.“ Wichtig ist aus seiner Sicht, aber auch, nicht nur Gutes zu tun, sondern auch darüber zu reden: „CSR-Themen müssen einen zentralen Platz in der Unternehmenskommunikation einnehmen.“

Das hat die Ernstings‘s family GmbH & Co.KG aus Coesfeld-Lette bereits getan. „Wir wollen von unserem Geschäftserfolg der Gesellschaft etwas zurückgeben“, erklärte Ralf Schillmüller, Leiter Personalentwicklung des Textilunternehmens. 2010 hat Ernsting’s family begonnen, systematisch ein Konzept zur „Corporate Social Responsibility“ zu entwickeln. In Anbetracht der Größe des Unternehmens mit mehr als 10.000 Mitarbeitern und 1.600 Filialen im deutschsprachigen Raum sei dies kein einfaches Unterfangen gewesen, so Schillmüller. „Zunächst wurde unter dem Vorsitz von Geschäftsführer Hans-Dieter Ernst ein CSR-Team installiert, das alle Aktivitäten begleitet. Danach haben wir drei Handlungsfelder umrissen: ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Dann haben wir gefragt: ‚Was ist rechtlich verpflichtend, und was wird ethisch von uns erwartet?’“, blickte Schillmüller zurück. Der Personalchef betonte, dass der Markt die soziale Verantwortung der Unternehmen viel mehr als früher einfordert: „Das Nachhaltigkeitsimage einer Marke hat einen wachsenden Einfluss auf das Konsumentenverhalten und wird so zu einem entscheidenden Wertschöpfungsfaktor“, machte er klar.

Früchte ihres Engagements konnte die Ernstings‘s family bereits im vergangenen Juni ernten: Laut einer Studie liegt das Textilunternehmen nach Einschätzung der Konsumenten im Hinblick auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit innerhalb der Branche auf Platz eins.

Dass auch kleine Unternehmen beim Thema „Soziale Verantwortung“ Größe zeigen können, machte Elke Eckmann, der Geschäftsführerin der in Ascheberg ansässigen Karl Hönekop GmbH, deutlich. Die Möbelwerkstatt unterstützt eine Reihe an lokalen und regionalen Projekten und Vereinen. Zudem hat die Firma den Stellenwert des Themas in ihrem Leitbild fest verankert und die Bereiche für ihr Engagement klar definiert. „Wir achten darauf, wo unser Holz herkommt und wie es produziert wird“, nannte Eckmann einen von vielen Aspekten der CSR in ihrem Unternehmen. Auch die Gesundheit der Mitarbeiter, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Ausbildung und Weiterbildung seien für ihr Unternehmen wichtige Themen.

Firmen, die sich noch intensiver mit CSR beschäftigen wollen, können bei der wfc im Rahmen eines Projektes des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten in der kommenden Zeit kostenfrei an weiteren Seminaren und Workshops teilnehmen. Weitere Informationen gibt die wfc unter Tel.: 02594 / 78240-24.

Montag, 8. Oktober 2012
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