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Westfalen AG präsentiert „zufriedenstellendes“ Ergebnis

Münster - Auf ein „zufriedenstellendes“ Ergebnis im Jahr 2011 blickten die Verantwortlichen der Westfalen AG jetzt bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens im Parkhotel Hohenfeld in Münster zurück.

Der Vorstand der Westfalen AG hat die Ergebnisse für 2011 vorgestellt (von links): Dr. Carsten Wilken, Wolfgang Fritsch-Albert und Reiner Ropohl
Foto: Terhörst

Insgesamt hat der Gaselieferant und Tankstellenbetreiber aus Münster seinen Jahresüberschuss im Konzern im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Millionen Euro auf 20,7 Millionen Euro ausgebaut. Die AG erwirtschaftete im selben Zeitraum zudem einen Überschuss von 23 Millionen Euro (plus 1,2 Millionen Euro gegenüber 2011).

„Der Umsatz im Konzern ist um etwas mehr als zehn Prozent auf knapp über 1,8 Milliarden Euro gestiegen. In der AG stieg unser Umsatz um 158,7 Millionen Euro auf etwas über 1,78 Milliarden Euro, also um 9,8 Prozent, an“, berichtete Finanzvorstand Dr. Carsten Wilken. Er räumte aber auch ein, dass sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Westfalen-Konzern 2011 um vier Millionen und in der AG um 4,6 Millionen Euro verringert habe. „Grund dafür ist aber in erster Linie die vom Gesetzgeber vorgegebene Umstellung im Zuge des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. Bereinigt um diesen Aspekt würde das Ergebnis etwa um 2,4 Millionen Euro über dem des Vorjahres liegen“, gab Wilken zu bedenken.

Weniger zufrieden zeigte sich der Vorstand mit der Entwicklung in der Sparte Westfalengas im vergangenen Jahr. Ein zu milder Winter habe dafür gesorgt, dass die Absatzmengen im Direktkunden-, Flaschen- und Streckengeschäft zurückgegangen seien. Das Autogas-Geschäft, das ebenfalls zur Westfalengas-Sparte gehört, habe sich zwar stabil weiterentwickelt, konnte den Rückgang bei den anderen Westfalengasen jedoch nicht kompensieren, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Westfalen AG, Wolfgang Fritsch-Albert: „Beim Autogas sind wir nach wie vor Marktführer in Deutschland. Und noch vor fünf Jahren war es so, dass uns die Konkurrenz für dieses Engagement ausgelacht hat. Heute scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Immer mehr Konkurrenten springen auf den Autogas-Zug auf“, freute sich der Vorstandsvorsitzende. Mit ihren knapp 100 Autogas-Stationen hat die Westfalen AG im vergangenen Jahr rund 900 Anlagen unterschiedlicher Marken und Gesellschaften versorgt. Trotz höherer Verkaufspreise habe man gegenüber 2010 eine höhere Marge erzielt, betonte Fritsch-Albert.

Mit dem Ergebnis der Unternehmenssparte Technische Gase zeigte sich der Vorstand auf der Bilanzpressekonferenz zufrieden. Die Westfalen AG habe in diesem Segment sowohl den Absatz als auch den Umsatz erhöht. 42,7 Millionen Euro hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr in diesen Bereich investiert. Knapp acht Millionen Euro flossen allein in die Tochtergesellschaft Westfalen Gas Schweiz. Am neuen schweizer Standort Eiken hatte das Unternehmen ein Abfüllwerk, ein Logistikzentrum und eine neue Verwaltung gebaut. „Kostentreiber waren allerdings die hohen Auflagen in der Schweiz“, erklärte Fritsch-Albert, der sich von dem neuen Werk wie vom gesamten Auslandsengagement seines Unternehmens viel verspricht.

Nach erheblichen Investitionen in Frankreich, Tschechien, Osterreich, Belgien und den Niederlanden in den vergangenen Jahren sei man zwar auf dem Weg, aber: „In Frankreich läuft es konjunkturbedingt noch nicht optimal. Der Luftzerleger, den wir dort 2010 in Betrieb genommen haben, ist zurzeit nicht voll ausgelastet. Unsere Grundlast können wir aufgrund mehrerer kleiner Kunden und eines Großkunden aber problemlos halten“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende. Sein Ziel ist es, noch im laufenden Jahr 50 weitere Aufträge für die Anlage in Frankreich zu generieren. 

Grundsätzlich beschrieb Fritsch-Albert die Entwicklung der ausländischen Tochterunternehmen zurzeit konjunkturbedingt als „gedämpft“. „Tschechien verdient noch kein Geld und auch mit dem Ergebnis der Tochter in Österreich sind wir noch nicht zufrieden“, räumte er ein. Mit Blick auf die Zukunft zeigte er sich dennoch optimistisch: „Wir haben in vielen Bereichen einen Fuß in der Tür. Dass sich die zum Teil erheblichen Investitionen nicht von heute auf morgen wieder einspielen, versteht sich von selbst“, so Fritsch-Albert.

Angesichts der guten Binnennachfrage in Deutschland geht er nichtsdestotrotz davon aus, dass der Bereich Technische Gase auch 2012 ein weiteres Plus machen wird. Hoffnungsträger sind dabei unter anderem die medizinischen Gase. Nachdem das Unternehmen unlängst neue Zulassungen für flüssigen Sauerstoff und Stickstoffmonoxid-Gemische erhalten hat, will die Westfalen AG noch in diesem Jahr zwei neue Fertigarzneimittel auf den Markt bringen.

Ein positives Fazit zog der Vorstand für das Tankstellengeschäft. „Der Kraftstoffabsatz an unseren rund 260 Tankstellen ist 2011 in der Summe um 2,5 Prozent gestiegen. Herauszuheben ist dabei unser Diesel-Absatz, der sogar um 6,5 Prozent gestiegen ist. Im Vergleich: Die gesamte Branche in Deutschland legte beim Diesel nur gut einen Prozent zu“, verdeutlichte Fritsch Albert. Als Grund für diese Entwicklung nannten er und sein neuer Vorstandskollege Reiner Ropohl Investitionen in neue Lkw-Fahrspuren.

Der Aufsichtsrat der Westfalen AG hatte Ropohl am 12. Juli 2012 zum Vorstandsmitglied bestellt, sodass es für das bisherige Mitglied der Westfalen-AG-Geschäftsleitung die erste Bilanzpressekonferenz im neuen Amt war. Zuletzt war Ropohl für den Geschäftsbereich Tankstellen, den Zentraleinkauf sowie die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Künftig verantwort er zudem den Geschäftsbereich Westfalengas.

Mit Blick auf die Zukunft der gesamten Westfalen AG zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Fritsch-Albert abschließend verhalten optimistisch: „Natürlich gibt es einige dunkle Wolken. Schließlich hängt die Schuldenkrise wie ein Damokles-Schwert über der gesamten Wirtschaft. Viele Unternehmen halten Investitionen zurück und das bekommen leider auch wir zu spüren. Dennoch sind wir gut aufgestellt und daher bin ich im Großen und Ganzen zuversichtlich.“

Von Michael Terhörst Freitag, 20. Juli 2012
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